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Wackler in der Defensive

Die deutschen U21-Fußballer sind 63 Tage nach dem Gewinn des EM-Titels mit einer Enttäuschung in die neue Saison gestartet. Vier Tage vor dem Beginn der EM-Qualifikation unterlag das neu formierte Team von Trainer Stefan Kuntz am Freitag in einem Testspiel Außenseiter Ungarn mit 1:2 (0:1). Gegen die Mannschaft des deutschen Trainers Michael Boris, die zuletzt 1996 für eine EM qualifiziert war, tat sich die DFB-Auswahl vor 5510 Zuschauern in Paderborn lange schwer und agierte vor allem defensiv zu sorglos.
01. September 2017, 22:42 Uhr
DPA

Die deutschen U21-Fußballer sind 63 Tage nach dem Gewinn des EM-Titels mit einer Enttäuschung in die neue Saison gestartet. Vier Tage vor dem Beginn der EM-Qualifikation unterlag das neu formierte Team von Trainer Stefan Kuntz am Freitag in einem Testspiel Außenseiter Ungarn mit 1:2 (0:1). Gegen die Mannschaft des deutschen Trainers Michael Boris, die zuletzt 1996 für eine EM qualifiziert war, tat sich die DFB-Auswahl vor 5510 Zuschauern in Paderborn lange schwer und agierte vor allem defensiv zu sorglos.

»Es fehlen noch die Automatismen, da die Jungs noch nie zusammen gespielt haben. Aber wir waren auch zu hektisch, haben uns zu viel Fehlpässe geleistet«, analysierte Trainer Stefan Kuntz.

Mittelfeldspieler Donát Zsótér brachte die Gäste mit einem Schlenzer von der Strafraumkante in Führung (15. Minute), Kapitän Máté Vida erhöhte per direkt verwandeltem Freistoß (60.). Dem Bremer Johannes Eggestein gelang mit dem 700. Tor für die deutsche U21 nur noch der Anschlusstreffer (66. ). »Es war ein gute Woche für mich: Erst das Bundesliga-Debüt gegen die Bayern, jetzt mein ersten Einsatz in der U21 – aber dennoch war es durchwachsen, denn wir heben beide Speile verloren«, meinte der Torschütze.

Zum Start in die EM-Qualifikation am Dienstag gegen den Kosovo muss sich die DFB-Auswahl trotz guter Ansätze in der Offensive noch steigern. »Nicht jeder Spieler hat heute 100 Prozent gebracht. Wir haben verdient verloren, die Ungarn hätten ja schließlich noch zwei Elfmeter bekommen können«, sagte Kuntz. Der deutsche Coach schickte alle fünf im Kader verbliebenen U21-Europameister von Beginn an aufs Feld. Zudem feierten gleich fünf Spieler aus der Startelf ihr Debüt in der U21-Auswahl. Alle Feldspieler im 22-köpfigen deutschen Aufgebot kamen zum Einsatz.

Deutschland: Nübel (Schalke – 46. Körber/Münster) – Klünter (1. FC Köln – 46. Stenzel/Freiburg), Tah (Leverkusen – 46. Serdar/Mainz), Kehrer (Schalke – 46. Baumgartl/Stuttgart), Klostermann (Leipzig – 46. Horn/Köln) – M. Eggestein (Bremen – 46. Neuhaus/Düsseldorf), Anton (Hannover) – Öztunali (Mainz – 63. Barkok/Frankfurt), Amiri (Hoffenheim – 63. Serra/Dortmund II), Skarke (Heidenheim – 63. Hartel/Union Berlin) – Waldschmidt (Hamburger SV – 63. J. Eggestein (Bremen).

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/sport/import/Sport-Wackler-in-der-Defensive;art481,308212

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