30. Juli 2018, 22:16 Uhr

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30. Juli 2018, 22:16 Uhr
GW

Der deutsche Fußball hatte Mesut-Özil-Woche, es gab viel Getöse, aber eigentlich wissen wir immer noch nicht, was das Thema war. Werden wir jetzt nie mehr Fußball-Weltmeister? Dafür aber die Türkei? (Evi Simeoni in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung)

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Das Internet ist wie geschaffen für Özil, dem der öffentliche Auftritt überhaupt nicht liegt. »Sobald du eine Frage stellst, verfällt er in Schockstarre und stottert rum«, meckern Journalisten. (Bettina Weiguny in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung)

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Was halte ich eigentlich von meiner ehemaligen Schule in Gelsenkirchen? Von Angela Merkel? Von Mercedes-Benz? Spannend, wie geschliffen ich schreiben kann, wo ich doch in letzter Zeit in der Öffentlichkeit kein Wort mehr herausgebracht habe. Und überhaupt: Wie geht es mir eigentlich? Gute Frage. (...) Ich frage meinen Psychiater, äh, sorry, Berater. (Simeoni/FAZ)

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Auf Facebook und Twitter aber planen PR-Profis alles detailliert. (...) Das folgt (...) einer kühl kalkulierten Strategie der Köpfe hinter der Marke Özil: der Bruch mit Deutschland und die Hinwendung zur für ihn wichtigeren Zielgruppe, den Muslimen in aller Welt. (Weiguny/FAS)

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Harun Arslan (...) zählt zu Löws engstem Beraterkreis. Seit Ende vergangenen Jahres kooperiert er zudem mit Mesut Özils Berater Erkut Sögüt in London. (...) Von dem Fototermin mit Erdogan und dem Statement (Anm. Özils dreigeteilte Abrechnung) will Arslan aber nichts gewusst haben. (...) Und, das ist ihm wichtig, auch der Bundestrainer nicht. (Antje Windmann im Spiegel)

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Nur: Ist es wirklich Özil, der hier spricht? (...) Der Ton seiner Abrechnung aber passt zu Özils Manager Erkut Sörgüt, der dabei ist, die Marke Özil international neu auszurichten. (Weiguny/FAS)

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Ja, der DFB hat Özil alleingelassen, aber ebenso wahr ist, dass Özil den DFB alleingelassen hat. Dass er sich jeder konstruktiven Lösung der Foto-Affäre verweigert hat, dass er von seinem Agenten Erkut Sögüt sogar gezielt hineingetrieben wurde in die Konfrontation mit seinem Team und seinem Land. Das rechtfertigt keinen einzigen dumpfen Kommentar. Aber es erklärt, warum so wenige Kollegen bisher für ihn Partei ergriffen haben, kein Manuel Neuer, kein Mats Hummels, kein Toni Kroos. (Claudio Catuogno in der Süddeutschen Zeitung)

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Aber das Schlimme daran ist die politisch medial öffentliche Diskussion, die in rechten wie linksliberalen Milieus geprägt ist von der obsessiven Überbeschäftigung mit dem Thema »Identität«. (Peter Unfried in der taz)

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»Ich bin schneller als Mbappé und will Torschützenkönig werden.« (Rico Freimuth, der eine Zehnkampf-Pause einlegt und für den Sechstligisten FC Romonta Arnsdorf spielen will, in der Mitteldeutschen Zeitung/zitiert in einem taz-Artikel des Ex-Hochspringers Paul Frommeyer)

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»Es gibt viele Dinge, die mich motivieren, Dinge, die ich erlebt habe, als ich sehr jung war.« – Woran denken Sie? – »An (...) Lehrer, die mir sagten, dass ich es zu nichts bringen werde. Ich bin sicher, dass diese Leute heute Fernsehen schauen und Zeitung lesen und anderen Lehrern oder ihren Nachbarn erzählen, wie sie mir geholfen haben.« (Lewis Hamilton im FAS-Interview)

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Reagan wurde als ehemaliger Schauspieler verlacht, aber er war ein echter Politiker. (...) Mit Trump ist er (...) nicht zu vergleichen. Trump gehört mit seiner Irrlichterei eher in eine Kategorie mit Diego Maradona, der nun Präsident eines weißrussischen Fußballklubs ist. (Dirk Kurbjuweit im Spiegel)

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In Deutschland hält sich bis heute der Eindruck, Schulz habe diesen Kampf eigentlich gewonnen.« – »Da möchte ich nicht widersprechen, den Eindruck hatte ich auch.« (George Foreman im SZ-Interview über seinen skandalösen Punktsieg gegen Axel Schulz im Jahr 1995)

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Nach der WM ist vor der WM. (...) Es gibt nur ein kleines Problem: Wie soll man es hinbekommen, dass der Gastgeber die Vorrunde übersteht? (...) Das müsste man (...) doch irgendwie hinbekommen. Einfach 64 Teams zulassen und Katar in eine Spezialgruppe losen (...), am besten mit Liechtenstein, Andorra, Luxemburg und Deutschland. (Michael Eder in der FAS-Kolumne »Schluss für heute«) (gw)

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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« / Mail: gw@anstoss-gw.de)

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