Lokalsport

20 Sekunden fehlen den Kleenheimerinnen

In der 3. Handball-Liga der Frauen kommt die HSG KLeenheim-Langgöns unter Neu-Trainer Martin Saul zu einem Heim-21:21 gegen den 1. FC Köln.
22. November 2021, 11:18 Uhr
Marc Steinert
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Ann-Sophie vom Hagen (14, HSG Kleenheim-Langgöns, setzt sich beim Heim-21:21 gegen den 1. FC Köln energisch gegen Jule Killmer (l.) und Lara Bönners (rechts) in Szene. FOTO: FRIEDRICH

Die HSG Kleenheim-Langgöns hat den zweiten Saisonsieg in der 3, Frauenhandball-Liga nur um Haaresbreite verpasst. Im Heimspiel gegen den 1. FC Köln 01/07 gelang Gästespielerin Marie Kottmann 20 Sekunden vor dem Ende der Ausgleich und damit der Treffer zum 21:21 (10:8)-Endstand. Doch auch wenn es letztlich nur für einen Zähler reichte, so konnte sich die Leistung der Kleebachtalerinnen doch sehen lassen.

»In der Abwehr in Verbindung mit den Torhüterinnen haben wir es richtig gut gemacht, vor allem in Halbzeit eins. Im Angriff haben wir dann viele gute Eins-gegen-eins-Situationen geschaffen. Darauf hat sich Köln in Hälfte zwei eingestellt, ich hätte meinem Team da während eines 0:4-Laufs mehr Struktur geben müssen. Dennoch haben wir uns super zurückgekämpft. Unter dem Strich freuen wir uns in unserer Situation über jeden Punkt, haben aber auch einen verloren, weil mehr drin gewesen wäre«, berichtete Kleenheims Trainer Martin Saul nach seinem ersten Heimspiel und nahm zudem die wichtige Erkenntnis mit, »dass wir in dieser Liga durchaus konkurrenzfähig sind!«

Von Beginn an agierten die Gastgeberinnen, die bis dato vier Pluspunkte weniger aufweisen konnten als die Rheinländerinnen, auf Augenhöhe, auch wenn das Offensivspiel auf beiden Seiten zu Beginn doch arg hakte. Als SGK-Trainer Martin Saul seine Damen in der 13. Minute zur ersten Auszeit an die Seitenlinie beorderte, leuchtete erst ein 2:2 von der Anzeigetafel.

Doch das Timeout schien Wirkung gezeigt zu haben, denn Kleenheim agierte fortan deutlich zielstrebiger, ging durch die siebenfache Torschützin Lisa-Marie Kiethe mit 5:3 (18.) in Führung und lag wenig später sogar mit 7:4 vorne (23., Emelie Bachenheimer). Nach Ann-Sophie vom Hagens 10:7 hatte Marie Kottmann für Köln das letzte Wort der Halbzeit - ein Ereignis, das sich wiederholen sollte.

In Hälfte hielt die Zwei-Tore-Führung bis zum 16:14 (47.), ehe Köln die Partie dank des eingangs erwähnten 4:0-Laufs kippte (52.). Doch Kleenheim-Langgöns schlug durch Tore von vom Hagen, Kiethe und Nina Eggers zurück und legte ab dem 19:18 bis in die Schlusssekunden hinein immer einen Treffer vor. Vom Hagen gelang 70 Sekunden vor dem Ende das 21:20, das Kottmann aber noch kontern konnte.

Kleenheim-Langgöns: Bork, Buhlmann - Eggers (1), Lotz, Dietz (2), Bachenheimer (1), Kleinpell, Rüspeler, Suchantke, vom Hagen (3), Kiethe (7/2), Klug (3), Schäfer, Weber (4).

Köln: Aurich, Kochs - Kottmann (10/5), Engel (1), Weismantel (4), Killmer (2), Jung, Juhnke, Lüdge (1), Funken, Bönners, Slomka (2), Demmerath (1).

Steno / SR.: Schwarz/Schwarz (Blaustein/Neu-Ulm). - Zus.: 100. - Zeitstrafen: drei (Bachenheimer, Rüspeler, Kiethe); zwei (Weismantel, Killmer). - Siebenmeter: 2/2:6/5.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/sport/lokalsport-gaz/20-sekunden-fehlen-den-kleenheimerinnen;art1434,764088

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