15. August 2018, 23:03 Uhr

17 Spieler wollen Wieseck verlassen

Auf spektakuläre Art und Weise haben sich die Ereignisse rund um Fußball-Gruppenligist TSG Wieseck in den letzten Tagen überschlagen. Gleich 17 Spieler wollen den Verein laut dem Kapitän sofort verlassen. Es ist die Folge eines Machtkampfes im Hintergrund. Wieder mit dabei: Deniz Solmaz.
15. August 2018, 23:03 Uhr

Immerhin, könnte man meinen, verliert die TSG Wieseck dieses Mal nicht ihre komplette Mannschaft. In der Saison 2013/14 zog das gesamte Team kurz vor dem Ende der Gruppenliga-Spielzeit zurück, seit dem gestrigen Mittwoch ist offiziell: Im August 2018 sind es »nur« 17 Spieler (siehe auch Bild oben), die sich abmelden und dem Gruppenligisten »endgültig«, wie Kapitän Sören Schneider versicherte, den Rücken kehren.

Bei den Blau-Weißen geht es drunter und drüber – und die Entwicklung der letzten Tage ist das Ende eines lange im Hintergrund schwelenden Machtkampfes, der auf dem Rücken der Mannschaft ausgetragen wurde. Diese hat davon offensichtlich genug und erklärt durch Kapitän Schneider: »Wir treten wegen der Vereinsführung und nicht wegen des Trainerwechsels zurück. Es ist eine Frechheit, wie mit uns umgegangen wurde, das lassen wir nicht mit uns machen.«

Dass der Abteilungsleiter Fußball, Deniz Solmaz, kein Anhänger von Trainer Benni Höfer war, ist bekannt. Zusammen mit seinem engsten Vertrauten – Fabian Durst – soll er im Hintergrund länger gegen Höfer gewirkt haben. Beide stammen aus dem Jugendbereich und wollen nun die Verantwortung bei den Senioren übernehmen. Der Vorfall rund um den Spielabbruch letzten Samstag in Braunfels wurde offensichtlich als Auslöser für die Trennung mit dem 37-jährigen Trainer am gleichen Abend genutzt. Höfer selbst will sich »vorerst« nicht äußern. Hinzu kommt, dass Jörg Hildebrand von der sportlichen Leitung nach Aussage von Sören Schneider über das Team hergezogen haben soll (siehe Interview).

Der sofortige Verlust von 17 Spielern kann bei den Verantwortlichen nicht eingeplant gewesen sein, auch wenn Durst betont: »Wir wussten, dass viele Spieler zurücktreten werden, wenn wir uns von Höfer trennen. Aber das haben wir in Kauf genommen.« Offiziell sagen die Verantwortlichen, dass sie unzufrieden damit waren, dass Höfer die jungen Spieler nicht genug berücksichtigte. Diese sollen nun nachrücken und den Grundstock der ersten Mannschaft bilden. 28 Akteure befinden sich im U19-Kader, ein Großteil muss nun bei den Senioren unter Neutrainer Peter Endrulat einspringen. »Senioren und Jugend waren zwei Bereiche, jeder hat sein Ding gemacht«, meint Durst. »Das soll sich ändern.« Das Machtvakuum an der Spitze der TSG wurde von Solmaz und Durst gefüllt – beide haben nun das Sagen, dafür wohl 17 Spieler weniger. Dies sind: Sören Schneider, Andrew Iyasere, Thil Iyasere, Jannik Schmitt, Jerome Lewerenz, Marco Knauss, Mike Abraham, Tim Trzenschiok, Henrik Bluhm, Julian Dietrich, Dario Vinetic, Harun Celik, Marcel Lehmann, Fernando Alas, Kubilay Avcu, Rebar Akin.

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