24. Januar 2020, 12:00 Uhr

Gießen 46ers Rackelos

Anton Gavel kehrt als Ulmer Trainer in die Osthalle zurück

Auch wenn der Trainer an der Ulmer Seitenauslinie mit Anton Gavel ein alter Bekannter ist, haben die Gießen 46ers Rackelos in der Basketball-ProB nichts zu verschenken. Das Hinspiel gilt Coach Rolf Scholz als Mahnung.
24. Januar 2020, 12:00 Uhr
Anton Gavel (l.), der Ex-Gießener Guard, kehrt als Ulmer ProB-Trainer in die Osthalle zurück. FOTO: DPA

Damals hielt das Farmteam des Ulmer BBL-Clubs die junge mittelhessische Truppe über 40 Minuten auf Trab. Am Ende hieß es zwar 88:85 für die Gießener. »Vom Tabellenplatz kann man aber nicht auf die Leistungsstärke schließen. Das hat der bisherige Saisonverlauf gezeigt«, erklärt Scholz. Mit den Siegen der jüngeren Vergangenheit im Rücken wollen die Rackelos dennoch auch am Sonntag (18 Uhr) zwei Punkte einfahren. Vor allem der letzte Auftritt wusste zu überzeugen. Beim 95:61 in Oberhaching zeigte die Mittelhessen 40 Minuten konstant guten Basketball. Erst die Verletzung von Felix Schweizer in der Schlussminute war ein Wermutstropfen.

Minutenlang musste der aus Lich gewechselte Guard auf dem Parkettboden behandelt werden. Nach einem Hachinger Frustfoul war Schweizer maximal ungünstig gelandet, hatte sich Knie und Knöchel verdreht. »Ich habe wirklich Glück gehabt«, kann der 22-Jährige nur drei Tage später beim Neujahrsempfang der Gießen 46ers in Dagobertshausen wieder lachen. Wie durch ein Wunder wurde am Montag kein Bänderriss diagnostiziert. Schweizer ist mit einer schweren Prellung nebst Blutergüssen und einer maximal zwei bis dreiwöchigen Pause glimpflich davongekommen.

Unglücklicher verlief das Debüt des von Ulm nachverpflichteten US-Amerikaners in Coburg. Sechs Punkte hatte Joseph Rosga in den ersten sechs Minuten aufgelegt, bevor er umknickte und fortan nicht mehr mitwirken konnte. »Er ist ein guter Schütze und sehr talentiert. Wir müssen abwarten, wie schlimm seine Verletzung am Ende wirklich«, ist Scholz nichtsdestoweniger in Habachtstellung.

Ulm verlor das Spiel. Es war die bereits fünfte Pflichtspielniederlage in Folge. Tabellarisch steht das Gavel-Team damit punktgleich vor Bayern II und Frankfurt II auf dem achten Platz. Alle drei genannten Farmteams sind die kommenden Gegner der Rackelos, bevor es in der entscheidenden Saisonphase mit Würzburg, Elchingen und Hanau zu echten Hammerbegegnungen kommt. Während Gießen also »gegen sehr physisch und körperbetonte, zugleich aber auch schnelle« Schwaben gerne punkten möchten, um Platz vier zu halten, geht es für die Ulmer noch um den Klassenerhalt.

Gleich mehrere prominente Namen tummeln sich im ambitionierten Nachwuchsteam. Die meiste Strahlkraft aus hessischer Sicht hat freilich Coach Gavel: Als Spieler erlebte der fünffache deutsche Meister (Bayern, Bamberg) 2004 seinen Durchbruch im Dress der Gießen 46ers. Doch auch auf dem Parkett ist mit Zachary Ensminger der Sohn einer BBL-Legende zu finden. Vater Chris spielte über eine Dekade für verschiedene Bundesligateams und hält bis zum heutigen Tag den Rekord für die meisten kontrollierten Rebounds.

Auch Sohn Zach kann Double-Doubles auflegen: Der Ulmer Guard generierte diese aber primär durch Punkte und Assists. In diesem Jahr sind es 12,6 und 4,3 davon im Schnitt.

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