27. Oktober 2019, 21:23 Uhr

Aufholjagd bleibt unbelohnt

27. Oktober 2019, 21:23 Uhr

Zweite Niederlage für die HSG Pohlheim: Am Samstag verlor der Handball-Oberligist gegen die SG Bruchköbel nach katastrophaler erster Hälfte mit 26:28 (8:17). Die HSG legte dabei aber eine bemerkenswerte Moral an den Tag und verkürzte einen zwischenzeitlichen Zehn-Tore-Rückstand in Hälfte zwei bis auf einen Treffer. Aber die Aufholjagd der Mittelhessen wurde nicht belohnt, der Drittliga-Absteiger behielt in der hektischen Schlussphase die Übersicht und entführte beide Punkte aus Holzheim.

Auf sechs verletzte Stammspieler muss HSG-Trainer Jens Dapper derzeit verzichten, aber das alleine erklärt nicht die desaströse Vorstellung in den ersten 30 Minuten: »Wir hatten uns in der Vorbereitung ein Konzept ohne Max Rühl im Angriff erarbeitet, dieses aber leider erst in der zweiten Hälfte umsetzen können«, analysierte der Pohlheimer Coach. In der ersten Halbzeit konnte der umständlich agierende Angriff der Gastgeber die defensive Bruchköbeler 6:0-Deckung vor keine ernsthafte Schwierigkeiten stellen. Die Wurfversuche der HSG-Stürmer wurden ein ums andere Male vom Gäste-Innenblock abgefangen, Konter auf Konter waren die Konsequenz - so einfach hatte sich das der Drittliga-Absteiger wohl nicht vorgestellt. 5:10 (15.) und 7:13 (20.) lauteten die Stationen in der einseitigen Partie, zur Halbzeit leuchtete ein 8:17 von der Anzeigetafel - ein Debakel schien sich anzubahnen, zumal Lukas Happel mit einer Daumenverletzung auch noch ausfiel.

Aber wie verwandelt präsentierten sich die Pohlheimer im zweiten Durchgang. Nach dem 8:18-Zwischenstand begann eine dramatische Aufholjagd, die ihre Krönung mit dem 25:26-Anschlusstreffer durch Chris Grundmann vier Minuten vor dem Ende fand. Die Halle tobte, aber der Ausgleich wollte nicht fallen. Zwei unnötige Pohlheimer Ballverluste in der hektischen Schlussphase brachten die endgültige Entscheidung, Spielmacher Hrvoje Batinovic behielt die Nerven und Übersicht und sicherte seinem Team mit seinen zwei Treffern am Ende beide Punkte.

Bemerkenswert war die Aussage von Gästetrainer Kazimir Balentovic zum Einbruch seiner Mannen im zweiten Durchgang nach der Partie: »Meine Mannschaft hat durchaus die Fähigkeit, eine solche Führung noch aus der Hand zu geben, in der Halbzeit habe ich gesagt: Wenn wir nach 45 Minuten noch mit fünf Toren führen, können wir es schaffen.« Auf der anderen Seite ärgerte sich Dapper: »Wir haben einen Scheiß in der ersten Halbzeit gespielt, unmöglich. Wir sind dann aber doch noch einmal zurückgekommen und haben gekämpft, dafür gebührt meiner Rumpftruppe ein großes Lob, und natürlich den Zuschauern mit ihrer Unterstützung, auch wenn es am Ende nicht gereicht hat.«

Pohlheim: Schlegel, Wüst; N. Happel (3), Weisel (1), Drommershauen (1), Linck, Hirz (5), L. Happel (2), Lex (2), Kammer, Wagner, Grundmann (12/9).

Bruchkönel: Simic, Bätz; Hoffmann (4), Eck (2), Kosch (2), Zutic, Preis (5/1), Kezic (4), Kraft, Wienand, Juli (1), Kreckovic (5), Batinovic (5).

Im Stenogramm: SR: Heinzel/Wieprecht (Wallau). - Zu.: 390. - Zeitstrafen: 4:12 Min. - Siebenmeter: 9/9:2/3.

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