28. April 2019, 21:18 Uhr

Aufstieg knapp verpasst

28. April 2019, 21:18 Uhr
Über 300 Fans zittern mit den Volleyballern des TV Waldgirmes beim Zweitliga-Relegationsaufstiegs-Krimi gegen Leipzig. Links Trainer Daniel Bock, rechts René Martin beim Aufschlag. (Foto: Friedrich)

Die Volleyball-Herren des TV Waldgirmes haben am Sonntag zwar das Relegations-Rückspiel gegen die L.E. Volleys für sich entscheiden, den Rückstand aus dem Hinspiel aber nicht mehr ausgleichen können. Nach der 1:3-Niederlage am Freitag reichte der Waldgirmeser 3:2 (25:14, 19:25, 25:21, 20:25, 15:10)-Erfolg nicht aus. Trotz der Niederlage im Relegationsduell besteht berechtigte Hoffnung, dass die Truppe des Trainergespanns Thomas Autzen und Daniel Bock im kommenden Jahr in der 2. Liga an den Start gehen darf. Durch den Rückzug der TG Rüsselsheim II wird ein zusätzlicher Platz frei, welcher aller Wahrscheinlichkeit nach an den Relegationsverlierer, den TV Waldgirmes, gehen wird.

Die Hausherren fanden gut in die Partie, sodass sich die rund 300 Zuschauer in der Sporthalle der Lahntalschule in Atzbach nach dem souveränen 25:14-Erfolg in Satz Nummer eins berechtige Hoffnungen auf den benötigten 3:0- bzw. 3:1-Erfolg machen konnten. Nach dem frühen 5:5 setzten sich die Waldgirmeser, die besonders im Block stark agierten, über 13:7 entscheidend auf 18:9 ab. Die Leipziger offenbarten immer wieder Probleme im Aufschlagspiel und waren daher chancenlos. Spätestens beim Spielstand von 22:12 war der Satz zugunsten der Lahnstädter gelaufen. Mit Beginn des zweiten Spielabschnitts fanden die Gäste jedoch besser in die Partie und dominierten nun ihrerseits. Besonders im Angriff war die Leipziger Leistungssteigerung zu sehen, sodass die Stationen 7:3, 15:8 und 22:17 zum verdienten Ausgleich führten.

»Beide Teams haben nicht konstant agiert, es gab Höhen und Tiefen«, beschrieb Autzen das Hin und Her der Partie. Im dritten Durchgang drehten die Waldgirmeser einen frühen 5:7-Rückstand in eine 10:7-Führung. Der Satz blieb jedoch eng, erst beim 22:19 zeichnete sich die erneute Waldgirmeser Satzführung ab. Aufgrund des Hinspielergebnisses durften die Gastgeber im vierten Satz maximal 17 Punkte zulassen, um das Gesamtduell noch für sich zu entscheiden. Dem machten die wiedererstarkten Ostdeutschen schnell einen Strich durch die Rechnung und beendeten mit ihrem Lauf von 13:12 auf 19:13 die Hoffnungen des TVW.

»Wir hatten viele gute erste Ballkontakte, konnten uns im Verlauf des Spiels aber nicht genug über Außen durchsetzen und haben zu wenig Schnellangriff gespielt«, konstatierte Autzen nach Spielende. Die Leipziger leisteten sich viele Fehler, doch statt diese zu nutzen, produzierten die Mittelhessen selbst zahlreiche einfache Fehler. Im letztlich unbedeutenden Tiebreak setzten sich die Waldgirmeser nach dem 10:10 ab und sicherten sich durch den in der Endphase starken Marco Hentschel den Heimsieg.

»Unser Annahmeriegel und unser Blockspiel haben mir gut gefallen«, fand Autzen abschließend lobende Worte für seine Spieler René Martin, den als MVP ausgezeichneten Tobias Rücker, Peter Schlecht und Matthias Mülke. In den nächsten Tagen wird sich entscheiden, ob der TV Waldgirmes trotz der Relegations-Niederlage in die 2. Liga aufsteigen wird.

TV Waldgirmes: Afflerbach, Cronau, Froböse, Hentschel, Martin, Mülke, Oetken, Preisendörfer, Rasuli, Rücker, Schlecht, Templin.

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