04. Mai 2018, 22:25 Uhr

Bayern favorisiert

04. Mai 2018, 22:25 Uhr
Münchens Devin Booker (l.) und der Ex-Gießener Joshiko Saibou (r.) von Alba Berlin gehen sich im Playoff-Viertelfinale aus dem Weg. (Foto: dpa)

Der souveräne Hauptrunden-Champion FC Bayern? Hat erst vor einem Monat seinen Trainer rausgeworfen. Serienmeister Brose Bamberg? Erholt sich von der größten Krise seit Beginn seiner Dauer-Regentschaft. Top-Herausforderer Alba Berlin? Startet die Titeljagd mit dem jüngsten Team. Zu Beginn der Playoffs ist die Basketball-Meisterfrage trotz der Vormachtstellung der Münchner in der regulären Saison so offen wie schon lange nicht mehr.

»In den Playoffs erwarten uns ausschließlich Spiele auf Augenhöhe, und da wird man sehen, wie sich die Mannschaft bewährt«, sagte Bayern-Präsident Uli Hoeneß vor dem Auftakt der K.-o.-Runde gegen die Fraport Skyliners aus Frankfurt am Samstag. »Jetzt beginnt eine neue Episode mit den Playoffs, quasi die Sahne auf den Kaffee.« Auch Alba-Manager Marco Baldi rechnet damit, dass jeder jeden besiegen kann: »Dieses Jahr könnte die Stunde eines Teams schlagen, das keiner so richtig auf dem Zettel hat.«

Naturgemäß kommt die Rolle des ersten Favoriten den Bayern zu. Der Pokalsieger hat vor dem ersten Duell mit Frankfurt diese Saison erst drei Spiele auf nationalem Parkett verloren – und besitzt den Titelanspruch als Selbstverständnis. »Es gibt keinen Zweifel, dass wir den besten Kader in der Liga haben«, formulierte Hoeneß in der »Süddeutschen Zeitung«. »Aber der beste Kader nützt nichts, wenn die Leute nicht miteinander zurechtkommen.«

So müssen die Münchner nun beweisen, dass sie nach der Trennung von Sasa Djordjevic unter ihrem neuen Coach Dejan Radonjic auch in Drucksituationen gefestigter geworden sind. »Mit Demut, Selbstvertrauen und Enthusiasmus« gehe das Team in die Playoffs, kündigte Sportdirektor Daniele Baiesi an. Erst kürzlich hatte der defensiv starke Auftaktgegner Frankfurt den Meister von 2014 am Rande einer Niederlage.

Lediglich die Bayern konnten in den vergangenen acht Jahren einmal die Titelsammler aus Bamberg stoppen. Doch auch die Franken wechselten diese Saison ihren Erfolgstrainer Andrea Trinchieri aus, trotz eines leichten Aufschwungs mit Luca Banchi fehlt noch die alte Qualität.

Nur mit einem Zittersieg beim Mitteldeutschen BC retteten sich die Franken in ihrer schwächsten Vorrunde seit 2010 auf Platz vier und dürfen damit die erste Partie gegen die Telekom Baskets Bonn am Sonntag zu Hause austragen. »Der Heimvorteil ist sehr wichtig für uns«, sagte Nationalspieler Maodo Lo. Dabei ist Bamberg gewarnt: Die Bonner fügten den Franken Ende Januar mit 37 Punkten Unterschied eine heftige Klatsche zu.

Die MHP Riesen Ludwigsburg haben unterdessen das Finale der Champions-League verpasst. Der Bundesligist verlor am Freitag das Halbfinale gegen den AS Monaco am Ende deutlich mit 65:87 und spielt am Sonntag (16.30 Uhr) um den dritten Platz. Ohne Center Justin Sears, der mit einer Knieverletzung langfristig ausfällt, hatte die Mannschaft von Trainer John Patrick vor allem unter dem Korb Probleme. Gewinnen die Riesen das kleine Finale, erhält der Club eine Prämie in Höhe von 200 000 Euro, der Verlierer bekommt 140 000 Euro.

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