In der Tabelle der ProB waren Coburg und die 46ers Rackelos vor dem Duell des neunten Spieltags benachbart. Beim 78:101 (34:58) hatten die Gießener Basketballer am Sonntag aber nun keine Chance. Eine »Start-Ziel-Niederlage« galt es für das Farmteam der Gießen 46ers zu verkraften. »Unsere Defensivleistung war indiskutabel«, befand Cheftrainer Rolf Scholz nach dem Spiel. Er wollte auch nicht geltend machen, dass die Rackelos ersatzgeschwächt ins Frankenland reisen mussten. Neben Sebastian Brach, der zu Hause für die U19 der 46ers in der NBBL gefragt war, kam auch Leistungsträger Tim Uhlemann nur auf Kurzeinsätze. Der Forward hatte unter der Woche vom Trainingsbetrieb aussetzen müssen. In Coburg spielte er nur acht Minuten. »So etwas wie heute darf trotzdem nicht passieren«, kritisiert Scholz vor allem die Defensivleistung seiner Mannschaft.

Als Leon Okpara zu Beginn des dritten Viertels mit einer Platzwunde ausschied, lagen die Mittelhessen bereits aussichtlos im Hintertreffen. Am 12:2-Auftakt der Coburger hatte Sven Lorber große Anteile. Von außen lötete der Scharfschütze zwei Dreier durch den Gießener Korb. Diese sollten nur ein Vorgeschmack auf das sein, was der BBC von Downtown noch abfackeln sollte. Am Ende traf der Gastgeber weit über 50 Prozent seiner Dreier.

Wann immer die Rackelos zu einer Aufholjagd ansetzten, hatten die Hausherren die richtige Antwort parat. Mit mehreren Ballgewinnen und schnellen Abschlüssen schienen die Hessen etwa zu Beginn des zweiten Viertels die Hoheit über das Spiel zu gewinnen. Johannes Krug antwortete aber postwendend per Dreier und stellte auf 39:19 (14.). Direkt vor der Halbzeit ließen die Lahnstädter mehrere Chancen ungenutzt. Coburg machte es besser und konnte mit der Schlusssekunde auf 58:34 erhöhen.

Einen Lichtblick stellte nach dem Seitenwechsel die Leistung von Julian Pesava dar. Vor einigen Wochen hatte sich der Australier schmerzhaft die Schulter ausgekugelt. Es war zwar kein Folgeschaden entstanden, es schien dem schussstarken Forward seither aber das Feingefühl im Arm abhandengekommen zu sein. Pesavas neun Punkte in diesem Viertel trugen dazu bei, dass BBC-Coach Ulf Schabacker zur Auszeit bat.

Danach schalteten die Vestestädter gleich mehrere Gänge hoch: Ein Zwischenlauf sicherte den späteren Sieg. Beim 56:79 vor dem Schlussviertel aus Gießener Sicht war die Entscheidung längst gefallen. »Körperlich und mental waren wir einfach nicht bereit«, resümiert Scholz. Mit Blick auf die anstehenden Auswärtshürden appelliert er an sein Team: »Wenn wir uns so präsentieren, können wir auswärts nicht gewinnen. Da müssen wir uns steigern.« Das ist wörtlich zu verstehen: Nach den vielen Heimspielen zu Saisonbeginn geht es für die Rackelos bis zur Weihnachtspause noch dreimal in die Ferne. Nächster Gegner ist der Tabellenzweite Baunach.

Gießen: Köpple (11), Amaize (7), Krämer (2), Uhlemann (2), Okpara, Lischka (24), Pesava (11), Schweizer (2), Lohaus (17), Osterwalder (2). - Coburg: Lorber (17), Ebert (2), Dippold (4), Wenzl (9), Krug (12), Urbano (9), Wolf (19), Adedeji (10), Bär (4), Onwas (15).

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