27. Februar 2020, 12:00 Uhr

Fußball / Kreisliga A Alsfeld/Gießen

Ein Quartett jagt die Spvgg. Mücke

Am Wochenende greifen die Teams der Kreisliga A Alsfeld wieder in das Geschehen ein. Wir informieren darüber, wie es vor dem Re-Start bei den heimischen Vereinen ausschaut.
27. Februar 2020, 12:00 Uhr
Das Maß der Dinge sind (v. l.) Michael Rohde, Sebastian Döring, Christopher Lang, Lukas Vey und Jan-Marc Hofmann mit ihrer Spvgg. Mücke in der Fußball-Kreisliga A Alsfeld/Gießen. FOTO: OV

Dass die Spvgg. Mücke als Tabellenführer der Fußball-Kreisliga A Alsfeld/Gießen in die Restrunde der Saison 2019/20 startet, ist gewiss kein Zufall. Auch wenn es im ersten Drittel der Saison den einen oder anderen holprigen Auftritt des Teams um Spielertrainer Michael Rohde gab, so wurden die Spiele zuletzt immer souveräner bestritten. Der 5:1-Sieg über die SG Treis/Allendorf II am 2. Oktober war der Beginn einer neunfachen Siegesserie. Dabei gelang ein Torverhältnis von 41:9. Die zu Beginn ins Stocken geratene Offensivabteilung zeigte zuletzt großes Kino und hätte wohl gerne auf eine Winterpause verzichtet. Denn der frischgebackene Hallenkreismeister befand sich zu diesem Zeitpunkt wohl im besten Rhythmus aller für die Aufstiegsränge infrage kommenden Teams. Zudem wurden mit den Vertragsverlängerungen des gesamten Trainerteams die Weichen für die neue Runde bereits gestellt. Personell ändert sich hier quasi nichts, außer dass der Langzeitverletzte Lukas Decher wieder zur Verfügung steht.

Rohde erwartet indes einen Dreikampf um die begehrten Aufstiegsplätze und sieht die SG Reiskirchen/Bersrod/Saasen durch »ihre spielerische Klasse und den dortigen Kunstrasenplatz« als den aussichtsreichsten Kandidaten. Doch die unmittelbare Konkurrenz könnte noch umfangreicher sein. Zunächst einmal lauert die SG Reiskirchen/Bersrod/Saasen als Tabellenzweiter mit einem Punkt Rückstand und einem Spiel weniger genauso auf ihre Chance wie die bislang ungeschlagene FSG Lumda/Geilshausen, die gleich drei Begegnungen weniger absolviert hat und zurzeit vier Punkte hinter dem Ligaprimus liegt. Auch SG-Coach Oliver Bopp erwartet einen Dreikampf mit offenem Ausgang. Der Zweitplatzierte geht mit unverändertem Personal in seine restlichen 13 Saisonspiele. Dagegen hat sich bei der FSG Lumda/Geilshausen in der Winterpause etwas getan. So hat sich Marc André Lindenstruth den Sportfreunden Burkhardsfelden angeschlossen, während Tobias Müller und Jan Nicklas Weiß vom FC Großen-Buseck sowie Can Andes von der FSG Lollar/Staufenberg zum FSG-Kader hinzustoßen. Trainer Matthias Röhmig geht von einem Fünfkampf aus, denn die »SG Rüddingshausen/Londorf und die FSG Kirtorf werden alles versuchen, um dranzubleiben«. Mit Rudolph Tschauner (FSG Lollar/Staufenberg) und Janis Bonin (vereinslos) erweitern die Rabenauer ihren Kader um zwei Spieler. Deren Trainer Maxim Baumbach möchte mit seiner Truppe »an die guten Leistungen aus der Hinrunde anknüpfen und sehen, was am Ende rauskommt«.

Harbach ohne Jannick Launspach

Für die FSG Kirtorf scheint der Abstand schon zu groß. Mit Lars Krätschmer (SG Calden) hat die FSG einen Neuzugang, der sich aber verletzte und möglicherweise erst einmal ausfällt. Das Tabellenmittelfeld wird unter anderen vom SV Harbach beansprucht. Der SVH wird künftig auf Jannick Launspach verzichten müssen, der seine Schuhe verletzungsbedingt an den Nagel gehängt hat. Ansonsten zeigt sich Trainer Dennis Kubatzki zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf, würde aber »gerne noch ein bis zwei Plätze nach oben klettern« und den Kader außerdem »kurzfristig etwas breiter aufstellen, um wieder den Konkurrenzdruck zu erhöhen«.

Der unmittelbar vor den Harbachern platzierte TSV Burg-/Nieder-Gemünden will laut Spielertrainer Nico Kornmann »das eine oder andere Spiel aus der Vorrunde vergessen machen und ebenfalls noch ein, zwei Ränge nach oben«. Genauso befindet sich der TV/VfR Groß-Felda im Mittelfeld, der allerdings noch einen bangen Blick auf die Abstiegsregion wirft, auch wenn das mit 24 Punkten vermeintlich weit weg zu sein scheint. Spielertrainer Benny Seim zeigt sich »mehr als zufrieden« und hat »eine Weiterentwicklung der Mannschaft und jedes Einzelnen« erkannt, die für die guten Hinrunden-Resultate verantwortlich seien. Lediglich der Ausfall von Steven Güttler bereitet Seim, der einer Fortsetzung seiner Groß-Feldaer Trainertätigkeit aufgeschlossen gegenübersteht, Kopfzerbrechen.

SV Nieder-Ofleiden setzt auf vom Dorp

Die beiden letzten Spielzeiten schloss die SG Groß-Eichen/Atzenhain als Tabellenneunter ab und beendete auch die Hinrunde dieser Saison als Neunter. Nun soll es frühzeitig aus der Abstiegsregion heraus mit Blickkontakt oberes Tabellendrittel gehen. Dazu verstärkte sich die Mücker Spielgemeinschaft mit Markus Ochmann (1. FC Rommelhausen), Christoph Pfeiffer (FSG Ober-Ohmen/Ruppertenrod/Ulrichstein) und Sebastian Leckel (FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod). Den Trainer gerade erst gewechselt hat der SV Nieder-Ofleiden. Nach der Trennung von Rainer Kuche hat nun Dominik vom Dorp die sportliche Verantwortung beim SVN übernommen, der selbst nur im personellen Notfall die Fußballschuhe schnüren wird. Ihm als Co-Trainer an die Seite gestellt ist Manuel Starke. Mit diesem Wechsel hoffen die Verantwortlichen auf bessere Ergebnisse. Verzichten muss der SVN ab sofort auf Robin Heise, der sich im Winter der FSG Homberg/Ober-Ofleiden angeschlossen hat. Hoffnung macht hier aber die Rückkehr von dem einen oder anderen Langzeitverletzten.

Auch die FSG Ohmes/Ruhlkirchen nahm einen Trainerwechsel vor. Spielertrainer Sebastian Stöhr muss beruflich bedingt passen und wird lediglich im Notfall einspringen. Dafür übernimmt Mario Hill nun das FSG-Kommando. Weiterhin steht ihm Co-Trainer Sören Zimmer zur Seite. Aus der eigenen Jugend wird außerdem Lukas Rajewski den Kader noch erweitern. Lediglich ein Punkt trennt die FSG von einem direkten Abstiegsplatz. Dagegen verfolgte Aufsteiger FSG Laubach von Beginn an den Wunsch, die Liga zu halten. FSG-Coach Holger Wagner möchte das mit den fünf Winterneuzugängen Jonas Schönhals (FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod), Pepi Lazarov (Ataspor Wetzlar), Olcay Sirin (TSG Wölfersheim), Dominik Gonter (SG Melbach) und Anatoli Würz (VfR Lich) sowie mit einer verbesserten Fitness erreichen.

»Kellerkinder« geben nicht auf

Den Klassenerhalt hat auch Coach Stephan Hahn von der FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod II im Visier. Hahn und Mike Adams sind als Trainerteam in ihrer gemeinsamen letzten Saison immer wieder vom Kader der »Ersten« abhängig. Die FSG setzt weiterhin auf eine kompakte Abwehrarbeit, muss allerdings ab sofort auf Sascha Stephan verzichten, der verletzungsbedingt sein Laufbahn-Aus verkündet hat.

Auch ist der lange Ausfall von Lukas Ewert zu befürchten. »In gute Hände gegeben« sieht Hahn die Trainernachfolge, die mit Roland Erb früh geklärt wurde und die FSG damit »einen anerkannten und gut vernetzten Coach« bekommt, der mit Lukas Scheld als Co-Spielertrainer die künftige sportliche Leitung der Kreisoberligareserve bildet.

Im Abstiegskampf steckt dagegen die SG Treis/Allendorf II. Ein schwieriges Unterfangen, sich da aus der Abstiegszone zu befreien. Aber auch die FSG Queckborn/Lauter findet sich tabellarisch in einer Problemzone. Dennoch sieht Trainer Stefan Heupel mit der Rückkehr der drei Langzeitverletzten Serkan Elban, Kevin Brasser und Nils Hahn Licht am Ende des Tunnels: »Entscheidend werden die Duelle mit den direkten Mitbewerbern um die Abstiegsplätze sein«, so Heupel.

Auch der Tabellenletzte FSG Ober-Ohmen/Ruppertenrod/Ulrichstein rechnet sich noch Chancen auf den Klassenverbleib aus. Das ist gar nicht so unrealistisch. Denn bis zum Zwölftplatzierten fehlen lediglich drei Punkte. Mit »guter, harter und disziplinierter Vorbereitung« sowie »der Rückkehr von vier Langzeitverletzten« will Spielertrainer Michael Krause die Aufholjagd starten. Roland Stamm

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