08. Juli 2020, 12:00 Uhr

Fußball

Ein Rad greift ins andere

Die FSG Wettenberg II steigt als B-Liga-Zweiter in die Fußball-Kreisliga A auf. Großes Plus in Krofdorf, Wißmar und Launsbach ist die gute Durchlässigkeit zwischen den drei Aktiven-Mannschaften.
08. Juli 2020, 12:00 Uhr
Die FSG Wettenberg II kämpft in der kommenden Saison um A-Liga-Punkte. Der Aufstieg ist auch ein Erfolg der ganzen Spielgemeinschaft, für die drei Teams am Spielbetrieb teilnehmen. FOTO: ARCHIV

Was lange währt, wird endlich gut. Dreimal hintereinander belegte die FSG Wettenberg II in der Fußball-Kreisliga B Gießen den dritten Platz und stand am Ende mit leeren Händen da. Diesmal hat es geklappt. Bis zum Abbruch der Saison im März belegten die Wettenberger mit vier Punkten Vorsprung vor der Konkurrenz, aber hinter Tabellenführer FSV Fernwald II, in der B-Liga-Gruppe 2 den zweiten Platz. Damit hat die Wettenberger Reserve das Aufstiegsrecht für die Kreisliga A erworben, und das wird sie auch wahrnehmen. Trainer der Aufstiegsmannschaft ist seit Beginn der Saison 2019/20 Patrick Schreiter, nachdem Tim Kahler die Truppe in den vergangenen drei Jahren trainiert hatte. »Kahler hat eine intakte Mannschaft übergeben und eine hervorragende Vorarbeit geleistet«, macht Kai Fechler, 2. Vorsitzender der FSG und Sportlicher Leiter der vom TSV Krofdorf-Gleiberg, VfB Wißmar und TSV Launsbach gebildeten Spielgemeinschaft, dem ausgeschiedenen Trainer ein Kompliment.

Was zeichnet die Mannschaft aus? Auf die Frage gibt der Sportliche Leiter eine schnelle Antwort: »Die gute Kameradschaft«, sagt er. Wobei in Wettenberg Wert auf die Zusammengehörigkeit gelegt wird. »Es gibt ein Training für alle«, berichtet Fechler, wobei mit dem Trainer der »Ersten« (Sebastian Panz) und der »Zweiten« (Schreiter) zwei Pädagogen bei den jeweiligen Teams in der sportlichen Verantwortung stehen. Nicht unerwähnt bleiben darf, dass die FSG Wettenberg zu den wenigen Vereinen im Kreis gehört, die auch noch mit einer dritten Mannschaft am Spielbetrieb teilnehmen. »Spieler aus der ›Dritten‹ brennen drauf, eine Chance in der zweiten Mannschaft zu erhalten«, erklärt Fechler. Ein weiterer Aspekt, der das Zusammengehörigkeitsgefühl stärkt: In der FSG Wettenberg sind alle drei Ortsteile vertreten, und Sportplätze sind ebenfalls in jedem der drei Dörfer vorhanden.

Ein weiteres Pfund der FSG Wettenberg: die Jugendarbeit. So werden zur neuen Saison fünf Nachwuchsfußballer in den Aktivenbereich wechseln. »Den A-Junioren wird im Laufe einer Saison eine Plattform gegeben, sich in ein paar Spielen bei den Senioren zu zeigen«, weist Fechler einen Weg, den Jugendlichen den Übergang zu den Aktiven zu erleichtern. Man setzt also auf den eigenen Nachwuchs.

Dass die FSG in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen hätte feiern können, sei nur am Rande erwähnt. Wegen Corona bleiben die Feiern zwar aus, dennoch ist mit dem A-Liga-Aufstieg der Reserve im Jubiläumsjahr ein weiterer Meilenstein gesetzt worden. In der neuen Klasse will der Aufsteiger erst mal Fuß fassen, wie Fechler vorgibt. Dass die Aufstiegsmannschaft weitgehend zusammenbleibt, spricht für das Gelingen dieses Ziels.

Trainer Schreiter hebt keinen hervor

66:19 Tore bei 40 Punkten (zwölf Siege, vier Unentschieden, eine Niederlage/1:2 bei Tabellenführer Fernwald II) lautet die Wettenberger Bilanz zum Saisonabbruch. Die erfolgreichsten Torschützen aufseiten der FSG sind Kenneth Schuster (18 Tore), Alessandro Capolongo (12), der ehemalige Regionalliga- und Oberliga-Fußballer Steven Hassler (8) sowie Mike Schneider (5). Dennoch steht für Patrick Schreiter die Mannschaft im Vordergrund. »Einzelne Spieler herauszuheben würde der Sache nicht gerecht werden«, sagt der Trainer und ergänzt: »Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg lag - neben der Ausgeglichenheit innerhalb des Kaders - insbesondere in der Durchlässigkeit zwischen den drei Teams. Das führte zwar dazu, dass Spieler wie Kenneth Schuster, Marc Dellner, Steven Hassler, Marco Kreutz oder die beiden Keeper Steffen Moritz und Kevin Hess gelegentlich in die Gruppenliga-Elf abgezogen wurden. Andererseits waren Bastian Panz als Trainer der ›Ersten‹ sowie die beiden für die ›Dritte‹ Verantwortlichen, Alexander Kessler und Thomas Dapper, stets bestrebt, bei Engpässen der zweiten Garnitur mit Abstellungen auszuhelfen.« Diese Durchlässigkeit zwischen den drei Mannschaften ist ein weiteres Plus.

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