06. März 2020, 16:00 Uhr

HSG Wetzlar VORSORGLICH

Eine Frage der Substanz

Keine Verschnaufpause für die HSG Wetzlar in der Handball-Bundesliga. Nach dem Heimsieg am Mittwoch gegen FA Göppingen folgt am Samstag das Hessen-Derby bei der MT Melsungen.
06. März 2020, 16:00 Uhr
Rückblende: Im Vorrundenspiel am 13. Oktober 2019 verliert die HSG Wetzlar mit (v. l.) Stefan Cavor und Olle Forsell Schefvert gegen Julius Kühn, Kai Häfner und Felix Danner von der MT Melsungen mit 26:31. FOTO: VOGLER

HSG Wetzlar


Abschluss von zwei anstrengenden Wochen für die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar, ehe es in die Länderspielpause geht. Am Samstagabend um 20.45 Uhr ist die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider in der Rothenbach-Halle Kassel bei der MT Melsungen gefordert. Dabei wird sicher auch entscheidend sein, wer von den Kontrahenten mehr Substanz aufweisen kann.

18 turbulente Tage: Nach dem angekündigten Ende der Zusammenarbeit der HSG mit Wandschneider folgten Niederlagen in Flensburg und Lemgo - und am Mittwoch der grandiose, wenn auch am Ende knappe, Sieg gegen FrischAuf Göppingen. Nachdem die Grün-Weißen in Flensburg und Lemgo einen schlechten Start hinlegten, hatten sie Göppingen nach einer Viertelstunde im Griff. Einige technische Fehler, Fehlwürfe und Paraden von Gäste-Keeper Daniel Rebmann sorgten in den letzten Spielminuten dafür, dass die Hausherren die Partie in ihrem Wohnzimmer nach einer 30:26-Führung fast noch aus der Hand gaben. Am Ende stand jedoch ein verdienter 31:30-Sieg auf der Anzeigetafel und zwei Punkte mehr für das Ziel einstelliger Tabellenplatz am Ende der Runde.

Rund um Melsungen: Auch bei den Nordhessen ging es in den letzten Wochen alles andere als ruhig zu. Erst bekamen Coach Heiko Grimm und die Mannschaft eine Drei-Spiele-Frist, um das Ruder nach durchwachsenen Ergebnissen wieder herumzureißen. Nach einem schmeichelhaften Unentschieden bei den Eulen Ludwigshafen war für den Coach allerdings schon nach einer Partie Schluss. Die Verantwortlichen der MT entbanden den 42-Jährigen mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben und stellten nur einen Tag später den neuen Chef an der Seitenlinie vor: Gudmundur Gudmundsson. Der Isländer, der auch die Nationalmannschaft seines Landes trainiert, stand am 29. Februar erstmals im EHF-Cup in der Verantwortung und feierte mit dem 35:33-Sieg gegen Bjerringbro Silkeborg einen gelungenen Einstand. In Flensburg zeigten die Melsunger am Mittwochabend eine engagierte erste Halbzeit, mussten sich dem Favoriten am Ende aber dann doch deutlich 23:30 geschlagen geben. Die Handschrift des neuen Coachs war in der Abwehr schon deutlich zu erkennen. Vor allem in der ersten Viertelstunde beschäftigte sein Team die SG mit einer offensiven Deckung derart, dass die Nordlichter mit 0:3 und 1:4 zurücklagen. Mit absinkenden 4:2- und 3:3-Formationen nahm Melsungen den Gastgebern die Wucht, die sie selbst im Angriff vortrefflich in Tore ummünzten. Wetzlar wird sich darauf einstellen müssen, dass die Fortschritte in der MT-Defensive am Samstag weiter vorangeschritten sind und ein ähnlicher Kraftakt auf sie wartet. Viel Bewegung, mit Druck in die Lücken und Duelle im Eins-gegen-Eins waren die Schlüssel der Flensburger, um die MT-Abwehr schließlich zu knacken. Ganz abgesehen davon, dass diese Art der Defensivarbeit enorm kraftraubend und so kaum über 60 Minuten auf die Platte zu bringen ist.

Wer fehlt? Die MT war in Flensburg ohne Felix Danner und Lasse Mikkelsen unterwegs, die beide an Knieverletzungen laborieren. Abwehrcrack und Kreisläufer Danner wird auch gegen Wetzlar nicht spielen, bei Mittelmann Mikkelsen steht die Entscheidung noch aus. Der HSG steht Stefan Kneer weiterhin nicht zur Verfügung, Nils Torbrügge wird trotz seiner Schulterprobleme wie in den vergangenen Wochen seinen Einsatz anbieten.

Aufgrund der aktuellen Situation in Bezug auf das Coronavirus sieht sich Handball-Bundesligist HSG Wetzlar gezwungen, Termine der Mannschaft mit direkten Fan-Kontakten deutlich einzuschränken. Diese Maßnahmen werden auf unbestimmte Zeit ergriffen. Die Spieler sind angehalten, keine Autogramme zu schreiben oder Selfies mit Fans zu schießen. Als weitere Schutzmaßnahme haben die Verantwortlichen zunächst alle Fan-Aktionen und öffentlichen Sponsorentermine der Mannschaft im Monat März abgesagt. (pm)

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