23. Januar 2020, 22:48 Uhr

Einstellung hinterfragt

23. Januar 2020, 22:48 Uhr

Nach einem spielfreien Wochenende greift die HSG Kleenheim-Langgöns in der 3. Handball-Liga Ost der Frauen wieder ins Spielgeschehen ein und möchte dabei am Sonntag (17 Uhr) den ersten Sieg des neuen Jahres einfahren. Dabei befindet sich das Team von Trainer Marc Langenbach in der Favoritenrolle, denn mit dem SV Union Halle-Neustadt II gastiert das Tabellenschlusslicht in der Weidig-Sporthalle in Oberkleen. Doch die Gastgeberinnen haben personell mit gravierenden Problemen zu kämpfen.

»Tanja Schorradt weilt zur Zeit in Afrika, auch Kim Winkes fehlte unter der Woche aus beruflichen Gründen. Da sich Katha Weber zudem eine muskuläre Verletzung zugezogen hat, fehlt uns am Wochenende der gesamte Innenblock. Daher konnten wir uns unter der Woche auch kaum auf den Gegner vorbereiten und müssen schauen, dass wir unser eigenes System in den Griff bekommen«, beschrieb der HSG-Coach.

Erst vier magere Pünktchen konnte die Zweitliga-Reserve Halle-Neustadts im bisherigen Saisonverlauf einfahren. Im vergangenen Jahr blieb das Team aus Sachsen-Anhalt dabei sogar gänzlich ohne Sieg und konnte nur gegen die TSG Ober-Eschbach (29:29) und die HSG Rodgau/Nieder-Roden (27:27) einzelne Punktgewinne einfahren. Völlig überraschend trumpfte das Liga-Schlusslicht aber zum Jahresauftakt auf und schlug das Spitzenteam aus Markranstädt klar mit 25:19. Auch wenn Union nach wie vor ohne Auswärtspunkt ist, sollte das letzte Resultat doch dafür sorgen, dass die Kleebachtalerinnen den Kontrahenten nicht auf die leichte Schulter nehmen, wofür wohl aber auch die eigenen Ausfälle sorgen dürften.

Dennoch zeigt Langenbach nicht immer Verständnis für die Trainingsmoral so mancher Spielerin. »Berufliche Dinge gehen immer vor, das ist klar. Aber manche müssen sich wirklich hinterfragen, ob sie 3. Liga spielen oder Kreisklasse. Wenn wir den Anspruch haben, in dieser Liga zu spielen, muss man private Dinge auch unterordnen. Die Situation ist aktuell wirklich unbefriedigend«, so Langenbach ob der Tatsache, dass zuletzt mitunter nur in geringer Kaderstärke trainiert werden konnte.

Wegen der Ausfälle am Wochenende werden gleich drei A-Jugendliche das Team verstärken, nach der Kritik möchte der SGK-Trainer aber auch noch lobende Worte loswerden. »Ein großer Dank geht an A-Jugend-Coach Peter Tietböhl dafür, dass er immer wieder Spielerinnen an uns abstellt, und natürlich auch an die Mädels, die diese zusätzliche Belastung - sei es durch Training oder Spiel - auf sich nehmen«, so Coach Langenbach abschließend.

Schlagworte in diesem Artikel

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 4 + 1: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.