20. Oktober 2020, 07:00 Uhr

FC Gießen

FC Gießen: Optimistisch nach Offenbach

Mit sportlichem Rückenwind tritt der FC Gießen in der Fußball-Regionalliga Südwest am Dienstag in Offenbach an und trifft bei den Kickers dort auf einen prominenten Fürsprecher.
20. Oktober 2020, 07:00 Uhr
Das Sparda-Bank-Hessen-Stadion in Offenbach bleibt heute Abend beim Gastspiel des FC Gießen coronabedingt leer. FOTO: DPA (Foto: Frank Rumpenhorst (dpa))

Es ist ein Lob, das wie Balsam für die zuletzt geschundene Seele des FC Gießen wirken muss: »Ich bin ein Befürworter des Projekts FC Gießen. Das liegt an der Region, in der es im näheren Umfeld kaum solch einen Leistungsanspruch gibt. Gießen ist eine sportliche Stadt und ich würde mich freuen, wenn die Kräfte gebündelt werden und dieser Verein in der Regionalliga bleibt.« Die Sätze stammen von Angelo Barletta, dem Trainer des heutigen Kontrahenten Kickers Offenbach (19 Uhr, Sparda-Bank-Hessen-Stadion).

Der 43-Jährige ist ein alter Bekannter aus Gießener Sicht, traf mit Bayern Alzenau und zuletzt auch schon mit dem OFC als Coach desöfteren auf den FC, der seinen Positivtrend der letzten Woche am Bieberer Berg fortsetzen möchte.

Vier Punkte aus zwei Partien holten die derzeit auf Platz 19 rangierenden Mittelhessen zuletzt in Walldorf und gegen Großaspach - »wir befinden uns in einer Verfassung, in der wir mutig nach Offenbach fahren«, sagt Trainer Daniyel Cimen.

Der 35-Jährige selbst ist nach seiner Magen-Darm-Malaise wieder fit: »Hätte ich mich am Freitagabend nicht so oft übergeben, wäre ich am Samstag auch da gewesen. Aber ich wollte kein Risiko eingehen«, erklärt Cimen, der sich das 1:1-Heimspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach im Livestream ansah.

»Man wird da zum Fan. Leider war die Kameraführung nicht optimal. Beim Gegentor konnte ich zum Beispiel unsere Restverteidigung nicht erkennen. Insgesamt habe ich mich aber gefreut, dass die Jungs eine gute Leistung gezeigt haben.«

Lediglich im Abschluss ließ der FC am Samstag viele Wünsche offen und kam so nicht über ein Remis hinaus - eine Punkteteilung wäre beim »Titelkandidaten« (Cimen) aus Offenbach, aktuell Tabellensechster, dagegen schon ein Erfolg.

»Der OFC hat den großen Umbruch sehr gut gemeistert. Es ist ein Team, das vor allem offensiv sehr viel Qualität und Tempo mitbringt.« Bekannte Gesichter beim Traditionsverein, der von Ex-Profi Thomas Sobotzik als Geschäftsführer geleitet wird, sind unter anderem der Wetterauer Maik Vetter (179 Regionalligaspiele) und der Ex-Alzenauer Serkan Firat (132 Regionalliga-Spiele). Treffsicherster Akteur ist bislang Stürmer Matthias Fetsch mit fünf Toren - er blickt auf 246 Drittligapartien zurück.

Im aufgrund der erhöhten Inzidenz an Corona-Erkrankten leeren Stadion am Bieberer Berg fehlt dem FC Gießen ein Trio: Neben Langzeitausfall Nico Ellenfeld (Torhüter, Knie-OP) fehlen weiterhin auch die beiden Innenverteidiger Hendrik Starostzik (Sehnenreizung im Fuß) und Jure Colak (Beschwerden im Adduktorenbereich).

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