12. August 2019, 07:00 Uhr

FSV Fernwald

FSV Fernwald mit 13 Gegentoren vorerst Letzter

13 Gegentore nach drei Spielen und drei Niederlagen zum Start bedeuten nach dem 1:5 in Stadtallendorf Tabellenplatz18 für den FSV Fernwald in der Fußball-Hessenliga.
12. August 2019, 07:00 Uhr
Malte Simon vergibt hier beim Stand von 1:1 kurz vor der Pause die große Chance zur Führung für den FSV Fernwald. (Foto: fro)

Der FSV Fernwald verlor beim Regionalliga-Absteiger TSV Eintracht Stadtallendorf nicht nur mit 1:5, sondern zugleich auch noch Torwart Stephen Jäckel, der mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus musste. Ersatzkeeper Marvin Göltl sah nach einer Notbremse die Rote Karte. »In der ersten Halbzeit mussten wir führen, am Ende war nur noch Schadensbegrenzung angesagt«, sagte Trainer Karl-Heinz Stete.

Neben Torjäger Rafael Szymanski, der aufgrund seiner körperlichen Präsenz zwei Gegner in der Abwehr binden sollte, brachte der FSV-Trainer mit Nicolas Strack einen quirligen Spieler als zweite Spitze, der mit seiner Geschwindigkeit in die sich bietenden Räume stoßen sollte.

Erst stark, dann chancenlos

Die Hausherren drückten von Beginn an aufs Tempo und setzten den FSV durch frühes Anlaufen unter Druck. Die Gäste wirkten nach zwei Niederlagen in Folge verunsichert und leisteten sich zahlreiche Fehlpässe. Bei einem Freistoß von Muhamet Arifi könnte sich FSV-Torhüter Stephen Jäckel mit einer Parade auszeichnen (12.). Felix Nolte überlief bei einem Konter kurz darauf dann aber Luke Dettki und lupfte das Leder über den FSV-Keeper hinweg zum 1:0 für die Eintracht ins Netz (15.).

Nicolas Strack blieb nach einem Bartheld-Pass in einer Eins-gegen-Eins-Situation an Daniel Vier hängen (19.). Als Strack das Leder an TSV-Keeper Dusan Olujic vorbeilegte, fand sich vor dem leeren Eintracht-Tor kein Abnehmer (21.). Auf der Gegenseite wurde Stephen Jäckel von Nolte am Kopf getroffen und musste seinen Platz im Tor für Marvin Göltl räumen (28.). Vorausgegangen waren die halbherzigen Aktionen von Dominik Völk und Luk Dettki, die jeweils gegen den sich energisch durchsetzenden Jascha Döringer den Kürzeren gezogen hatten.

Die Gäste zeigten eine Trotzreaktion, fanden von Minute zu Minute besser ins Spiel und kamen folgerichtig zum Ausgleich. Dominik Völk flankte nach einem zu kurz abgewehrten Eckstoß, wo Nicolas Strack verlängerte und Mirco Geisler aus der Drehung zum 1:1 traf (32.). Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Malte Simon sogar die Führung auf dem Fuß, schoss aber einen Querpass von Rafael Szymanski freistehend über die. Latte (45. +1). »In den ersten 45 Minuten haben wir schlecht gespielt. Daher fielen in der Pause deutliche Worte«, sagte Eintracht-Coach Dragan Sicaja.

Der von Sicaja nach dem Seitenwechsel eingewechselte Gui da Silva nutzte einen Querpass von Felix Nolte dann gegen eine verschlafene FSV-Abwehr zur 2:1-Führung (50.). Nico Jovic (53.) und da Silva (55.) vergaben weitere gute Eintracht-Chancen. Auf der Gegenseite fischte Dusan Olujic einen Bartheld-Freistoß aus dem Winkel. Kevin Vidakovics klärte vor dem einschussbereiten Szymanski (58.). Kurz darauf sah Marvin Göltl nach einer Notbremse an Felix Nolte die Rote Karte (61.). Ufuk Ersentürk ging ins FSV-Tor, während Szymanski vom Feld musste (65.). Ersentürk konnte sich bei einem Freistoß von Muhamet Arifi zwar mit einer tollen Parade auszeichnen (66.), musste sich kurz darauf aber bei einem Nolte-Flachschuss geschlagen geben - 3:1 (68.). Der eingewechselte Felix Erben scheiterte bei seiner ersten Aktion an Olujic (71.). Dies war allerdings die letzte Offensivaktion der in Unterzahl chancenlosen Gäste. In der Schlußphase stellte da Silva mit zwei weiteren Toren den gemessen an der vom FSV Fernwald bis zum Platzverweis gezeigten Leistung zu hoch ausgefallenen 5:1-Sieg der Hausherren sicher (73./90.).

Eintracht Stadtallendorf: Olujic; Vier, Döringer, Vidakovics (ab 74. Mitrou), Schütze (ab 5. Schott), Heuser, Basmaci (ab 46. da Silva), Nolte, Jovic, Arifi, Zildzovic.

FSV Fernwald: Jäckel (ab 28. Göltl); Fischer, Völk, Dettki, Bender, Geisler (ab 71. Erben), Goncalves, Simon, Bartheld, Strack, Szymanski (ab 65. Ersentürk).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Dücker (Nüsttal). - Zuschauer: 583. - Tore: 1:0 (15.) Nolte, 1:1 (32.) Geisler, 2:1 (50.) da Silva, 3:1 (68.) Nolte, 4:1 (73.) da Silva, 5:1 (90.) da Silva. - Gelbe Karten: Jovic - Fischer. - Rote Karte: Göltl (61.) wegen Notbremse.

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