04. August 2019, 21:38 Uhr

Fair und erfolgreich

04. August 2019, 21:38 Uhr
Nehmen für ihren Verein die Auszeichnung des Fair-Play-Cup-Siegers entgegen (v. l.): Holger Pfeiffer (Licher), Marissa Gieling (BW Gießen), Uwe Kraushaar (Spfr. Burkhardsfelden II), Marko Semlitsch (FSV Fernwald), Jörg Jackl (TSV Hungen), Uwe Pfaff (FSG Wettenberg), Matthias Dimmel (MTV 1846 Gießen II), Norbert Münch (SV Annerod II) mit Kreisfußballwart Henry Mohr. (Foto: cso)

Gleich zu Beginn des »kleinen Kreisfußballtags« in der Beuerner Willy-Czech-Halle kam das Thema Kunstrasen wieder zur Sprache, das in letzter Zeit hohe Wogen schlägt. Busecks Bürgermeister Dirk Haas stellte in seinem Grußwort einen solchen Spielbelag für seine Gemeinde in Aussicht. »Wir werden künftig insgesamt wenige Plätze in gutem Zustand haben, anstatt wie bisher viele Plätze in schlechtem Zustand«, erklärte der Rathauschef auch im Hinblick auf den verbesserungsbedürftigen Ascheplatz in Beuern. Neben dem Rückblick auf die letzte Saison und dem Ausblick auf die bevorstehende Runde ging es am Samstag vor allem darum, Vereine für besondere Verdienste oder Meisterschaften sowie die besten Torjäger der Spielzeit 2018/19 auszuzeichnen.

Dass eine allzu faire Spielweise nicht einhergehen muss mit Misserfolg, zeigte eindrucksvoll der FSV Fernwald. Der Neu-Hessenligist gewann als Fair-Play-Cup-Sieger nicht nur die Verbandsliga-Meisterschaft, sondern stellte mit Rafael Szymanski auch den besten Torjäger der zweithöchsten Spielklasse in Hessen (40 Treffer).

Kreisfußballwart Henry Mohr ging in seinem Beitrag auf das Thema der Spielplangestaltung ein. Hierbei sei u. a. zu berücksichtigen, dass die Vereine mit der Reserve so oft wie möglich das Vorspiel vor der ersten Mannschaft haben möchten, dass einige Vereine sogar drei Mannschaften stellen und dass sich mehrere Klubs bisweilen einen Platz teilen. Zudem gelte es, bis zu sieben Ligen miteinander zu verknüpfen, was nach Mohrs Auffassung aber gut gelungen sei.

In der nun bevorstehenden Saison geht’s im Kreis Gießen auch um C-Liga-Punkte. Dabei spielen die beiden Vorletzten der B-Liga-Gruppen 1 und 2 mit dem Rangzweiten und -dritten der C-Liga eine Relegation. Zudem kann in der untersten Klasse mit neun Akteuren gespielt werden (Norweger-Modell), in dem Fall ist aber ein Aufstieg nicht mehr möglich für die Mannschaft, die die Spielform beantragt.

Langsdorf-Appell wegen Schiris

Mohr wies die Vereine außerdem noch mal darauf hin, bis 31. August Bewerber für die Aktion Ehrenamt zu melden, die dann im Rahmen des Neujahrsempfangs des Kreisfußballausschusses in Lich geehrt werden. Zudem sensibilisierte der KFW die Vereinsvertreter schon mal für den nächsten ordentlichen Kreisfußballtag am 28. März 2020 in Londorf. Dabei stehen auch Neuwahlen auf dem Programm. »Wer mitarbeiten will, kann sich gerne bei uns melden. Wir freuen uns immer über neue Ideen«, sagte Mohr.

Zum Ende erinnerten Kreisschiedsrichterobmann Andreas Reuter und Dieter Langsdorf, im Kreisschiedsrichterausschuss zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, an die neuen Fußball-Regeln. Langsdorf brach in seinem kurzweiligen Beitrag eine Lanze für die Kollegen, unterstrich die Bedeutung der Referees und verdeutlichte anhand von zwei Beispielen, wie sehr in den Vereinen die Wertschätzung für Schiedsrichter fehlt. »Ich wette mit euch, 30 Prozent von euch wissen nicht, wer im Verein als Schiedsrichter-Beauftragter an den HFV gemeldet ist. Ich wette außerdem, 50 Prozent von euch wissen nicht, welche Aufgaben der Schiedsrichter-Beauftragte hat.« Ein wenig provokativ, aber gut gemeint, beendete er seinen Appell: »Die Vereine geben einen Haufen Geld aus für Trainer und Spieler, sei es über Fahrtkosten, Aufwandsersatz, Punktprämie, etc. Wir wissen alle, es geht nur um den Mammon. Und diese Wertschätzung sollte auch der Schiedsrichter erfahren.«

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