09. Mai 2019, 22:06 Uhr

Finaler Heimauftritt gegen die Bulls

09. Mai 2019, 22:06 Uhr
RSV-Powerforward Brian Bell beim Wurf gegen Aliaksandr Halouski von den Thuringia Bulls. (Foto: adh)

Das finale Heimspiel des RSV Lahn-Dill am Samstag ist Startschuss und Abschied zugleich. Um 19.30 Uhr empfangen die Mittelhessen dabei die RSB Thuringia Bulls zum ersten von maximal drei Playoff-Finalspielen um die deutsche Rollstuhlbasketball-Meisterschaft. Zugleich ist die Partie auch der letzte Heimauftritt der Wetzlarer in einer langen Saison und der Abschied von zahlreichen Akteuren auf und neben dem Parkett der August-Bebel-Sporthalle.

So wird die Partie gegen die Thüringer der letzte Auftritt vor heimischer Kulisse für das Quartett Nico Dreimüller, Jans Gans, Philipp Häfeli und Hiroaki Kozai, das den RSV Lahn-Dill nach der Saison verlässt. Der Japaner Kozai kehrt zur Vorbereitung auf die Paralymics 2020 in Tokio in sein Heimatland zurück, der Schweizer Häfeli will seiner beruflichen Karriere ab sofort Vortritt gewähren, Center Gans wird sich neu orientieren, und Nationalspieler Dreimüller zieht es in die spanische Liga.

Aber auch abseits des Parketts wird der Samstag emotional, denn mit Beke Lischka und Lukas Kapfer sagen zwei weitere Personen aus dem über 20-köpfigen Team des RSV auf Wiedersehen. Physiotherapeutin Lischka ist bereits in ihrem siebten Jahr für den deutschen Rekordmeister aktiv und hat in dieser Zeit maßgeblich dazu beigetragen, dass viele kleine und große Verletzungen schnell und zuverlässig behandelt werden konnten. Technik- und Grafikprofi Kapfer war in den vergangenen Jahren der innovative Kopf bei allen Veranstaltungen und Heimspielen der Mittelhessen.

Doch der Sport wird am Samstag natürlich keineswegs in zweiter Reihe stehen, zu entscheidend ist das erste Duell um den Titel gegen den großen Rivalen aus dem Osten. Mit dem Erreichen der Finalserie haben beide Teams einmal mehr ihre Vormachtstellung in der RBBL unterstrichen, so auch am vergangenen Wochenende beim Final Four in der europäischen Champions League, als die deutsche Bundesliga am Ende mit Platz eins und drei auf kontinentaler Bühne das Optimum herausgeholt hat.

Dass dabei der RSV Lahn-Dill im polnischen Walbrzych gegen die Thuringia Bulls eine deutliche Halbfinalniederlage einstecken musste, möchten Kapitän Michael Paye und Co. schnell aus ihren Köpfen verdrängen und eher an das DRS-Pokal-Endspiel von München anknüpfen. Dort hatte die Mannschaft von Cheftrainerin Janet McLachlan fast schon zwei Hände am »Pott«, ehe aus einer Neun-Punkte-Führung heraus dem Rekordpokalsieger die Trophäe acht Sekunden vor der Schlusssirene doch noch hauchdünn aus den Händen glitt.

Im Pokalendspiel zeigte der RSV Lahn-Dill jedoch, dass er das Rüstzeug für einen Erfolg gegen die bisher in dieser Saison im Meisterschaftsrennen noch ungeschlagenen Bulls besitzt. Dabei ist in der »Best-of-three«-Finalserie für die Wetzlarer die Partie am Samstagabend im eigenen Wohnzimmer von großer Bedeutung, um im Kampf um den Titel nicht vor der Herkulesaufgabe zu stehen, eine Woche später in der Folge zweimal in der Erfurter Riethsporthalle gewinnen zu müssen.

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