26. Dezember 2017, 21:32 Uhr

Frach im Rekordtempo

26. Dezember 2017, 21:32 Uhr

Bezirksrekord über 400 m, 800 m und 1500 m Freistil sowie 400 m Lagen, vier Vereinsrekorde und der Anschluss an die deutsche Spitze. In der Schwimm- und Sprunghalle im Europapark in Berlin wurden die deutschen Meister im Schwimmen auf der Kurzbahn ermittelt. 154 Vereine mit 547 Sportlern hatten ihre Meldungen abgegeben, darunter neun Aktive des TV Wetzlar. In der Hauptstadt konnte man nur an den Start gehen, wenn man sich im Vorfeld unter die Top 100 in Deutschland als Qualifikationsnorm in Stellung gebracht hatte. »Vier Bezirksrekorde, viermal unter den Top sechs in Deutschland, die jüngste Staffel in der Geschichte der deutschen Kurzbahnmeisterschaften, ein perfekter Abschluss der Kurzbahnsaison – Glückwunsch an alle am Erfolg beteiligten«, erläutert TVW-Abteilungsleiter Schwimmen, Reinhard Felten.

Für den Auftakt war Niklas Frach (Jg. 98 – Gießen) verantwortlich. Der 19-Jährige hatte im Vorfeld über fünf Strecken die Normen unterboten. »Niklas hat sich in absoluter Topform präsentiert und sich in drei Rennen unter die besten Sechs in Deutschland nach vorne geschwommen. Er ist in der deutschen Spitze angekommen«, stellte Felten fest.

Seinen eigenen Bezirksrekord aus dem Vorjahr verbesserte der Student um mehr als fünf Sekunden auf 15:28,15 Minuten und damit Platz sechs in Deutschland. Ebenfalls in neuer Rekordzeit schlug Frach über 800 m Freistil an. Hier notierten die Zeitnehmer 7:59,92 Minuten und damit erstmals unter acht Minuten. »Damit hat er eine weitere imaginäre Schallmauer geknackt«, war auch Trainer Robin Rausche begeistert von der Vorstellung seines Sportlers. Mit Platz fünf fehlten ihm nur vier Sekunden zu einer Medaille. »Ich war nach dem Rennen schon etwas enttäuscht, hatte mir mehr vorgenommen«, gab der 19-Jährige zu Protokoll.

Mit einer Aber-jetzt-Einstellung ging Frach dann zum Vorlauf über 400 m Freistil an den Start. In einem starken Rennen, welches er diesmal von vorne schwamm, schlug der Student in neuer Best- und Bezirksrekordzeit von 3:51,65 Minuten an. »Nach den Vorläufen bedeutete das Platz drei und A-Finale, Wahnsinn«, erinnert sich Frach. Im Finale hielt er dann dem Druck stand, schwamm er doch neben Olympiateilnehmer Robin Backhaus aus Berlin. Mit einer weiteren Steigerung von mehr als zwei Sekunden blieben die Uhren im Ziel nach sehr guten 3:49,82 Minuten stehen, Platz sechs in Deutschland. Alle drei Zeiten sind nun auch Vereinsrekord der Domstädter sowie Bezirksrekord. Dies gelang Frach auch über seine Nebenstrecke 400 m Lagen. In 4:27,98 Minuten stellte er hier ebenfalls einen neuen Rekord auf. Unter den Augen des Bundestrainers Stefan Lurz (Würzburg) konnte Frach in Berlin erneut auf sich aufmerksam machen.

Für Aufsehen sorgten die Staffeln des TV Wetzlar. »Erst ab einem Alter von zwölf Jahren darf man an den deutschen Meisterschaften teilnehmen, wir hatten in unserer Staffel ein Alter von 48 Jahren in Summe« stellt der A-Lizenztrainer zufrieden fest. »Wir haben mit unserer Staffel über 4 x 50 m Freistil mixed die jüngste Staffel in der DM-Geschichte am Start gehabt«, fügt der Trainer des TVW stolz hinzu. Mika Dörner (Hüttenberg) und Niklas Römer (Wettenberg / beide Jg. 2005) waren erstmals bei »Deutschen« am Start: »Die beiden schaffen es nächstes Jahr vielleicht zu ihren ersten deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin. Damit Sie im Vorfeld schon einmal die spezielle Atmosphäre dieser Titelkämpfe erleben und das Bad kennen lernen, haben wir sie mit genommen und sie in den Staffeln schwimmen lassen«, erläuterte Felten.

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