06. Dezember 2019, 14:00 Uhr

Gefährlicher Besuch

Nach kräftezehrenden Wochen trifft die HSG Wetzlar am Samstag um 20.30 Uhr auf das gestärkte Kellerkind vom TVB Stuttgart. Der Einsatz einer Stütze in der Abwehr ist noch fraglich.
06. Dezember 2019, 14:00 Uhr
Zwei weitere Punkte möchte Wetzlars Trainer Kai Wandschneider mit seiner Truppe im Heimspiel am Samstagabend gegen Stuttgart einfahren. Foto: Vogler

HSG Wetzlar


Im vorletzten Heimspiel der Saison trifft die HSG Wetzlar in der Handball-Bundesliga auf den TVB Stuttgart. Wenn die Partie um 20.30 Uhr angepfiffen wird, hatte die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider nach dem Sieg beim HC Erlangen eine Woche Zeit, Kraft für die kommenden Aufgaben zu schöpfen. Trotz vieler anderer sportlichen Veranstaltungen rechnet Geschäftsführer Björn Seipp mit 4000 Zuschauern. »Dafür hat die Mannschaft ja auch eine tolle Vorarbeit geleistet und sich das vor der großen Auswärtstour verdient.«

Kraftreserven: Sechs Spiele hat die HSG im Dezember auf dem Zettel. Es folgt nach Stuttgart eine weitere Woche Pause, ehe es vom 15. Dezember Schlag auf Schlag weitergeht. Sonntag beim SC DhfK Leipzig, Donnerstag bei den Füchsen Berlin, Sonntag vor Weihnachten beim THW Kiel. Alles lange Busfahrten mit Übernachtung. Daher war der Sieg in Erlangen Gold wert, nicht nur in Sachen Punktekonto, sondern auch für die Köpfe der Wetzlarer Spieler.

Ausfälle: Stefan Kneer ist verletzt. Es sind Rückenprobleme wie in der letzten Saison, mit denen er über drei Monate ausfiel und in der Wetzlarer Deckung ein großes Loch hinterließ. »Sein Einsatz ist fraglich, auch wenn er optimistisch ist«, sagte Wandschneider sorgenvoll. Wie Anton Lindskog die Geburt seiner Tochter und die leichte Gehirnerschütterung weggesteckt hat, wird sich am Samstag zeigen. In Erlangen war er nach seiner Einwechslung in der Abwehr Stabilisator und im Angriff Unruheherd in der HCE-Defensive. Stuttgart hat seine vielen Verletzungen auskuriert und kann mit vollständigem Kader in Wetzlar auflaufen.

Drei Nationalspieler in Stuttgart: Und der hat einiges zu bieten, unter anderem mit Johannes Bitter, Patrick Ziecker und David Schmidt drei Spieler, die im erweiterten Kader der deutschen Nationalmannschaft stehen. Im Tor findet Bitter, Weltmeister von 2007, immer besser in die Runde und kann an einem guten Tag Spiele allein entscheiden. In der Mitte ziehen entweder Rudolf Faluvegi oder Max Häfner die Fäden, wobei Häfner auch gerne und schnell in Eins-gegen-eins-Situationen geht und einen flotten Schlagwurf an den Tag legt. Im linken Rückraum überragt Dominik Weiss mit seinen 2,10 Metern alles, was sich ihm in den Weg stellt. Hat er die Möglichkeit abzuziehen, wird es für jeden Torhüter schwer. Hinter ihm lauert Neuzugang Adam Lönn, der immer besser ins Stuttgarter Spiel findet. Auf der anderen Seite wirbeln Robert Markotic und Schmidt, die rechts für eine völlig andere Spielanlage sorgen. Die Flügelzange ist mit Zieker, der auch im Rückraum seinen Mann stehen kann, und Sascha Pfattheicher exzellent besetzt. Am Kreis ist der bullige Zarko Pesevski nur mit Fouls zu stoppen. Seine Positionskollegen Samuel Röthlisberger und Manuel Späth kommen hingegen vorwiegend in der Abwehr zum Zug. Der Stuttgarter Angriff geizt momentan nicht mit Toren, allerdings lässt die Defensive mehr Treffer zu als es Coach Jürgen Schweikardt lieb sein kann.

Die Stuttgarter Sicht: Der TVB war in der Vorbereitung vom Verletzungspech gebeutelt. »Wir hatten einen großen Umbruch im Sommer, wir hatten viele verletzte Spieler und diese Bürde tragen wir immer noch mit uns herum«, erklärte Schweikardt. Erst zwei Siege stehen für den TVB zu Buche, bei den Eulen Ludwigshafen und letzte Woche gegen die HSG Nordhorn-Lingen, dazukommen vier Unentschieden. Macht Platz 15 in der Tabelle. Zumindest im Pokal lief es besser, da verlor Stuttgart am Dienstag in eigener Halle gegen den THW Kiel nach hartem Kampf nur mit einem Tor. »Der Mannschaft steckt das Pokalspiel natürlich in den Knochen, weil es sehr intensiv war und es nimmt uns natürlich die Vorbereitung auf Wetzlar«, sagt Schweikardt. Vor zwei Wochen hatte man auch die Rhein-Neckar Löwen am Rande einer Niederlage, aber unterlag auch dort mit einem Treffer unterschied. »Wir können die Tabelle lesen, wir brauchen noch Punkte.« Aber in Wetzlar bestreitet seine Mannschaft das dritte Spiel in sechs Tagen und wird die kämpferische Leistung, die sie gegen Kiel gezeigt hat, auch in Wetzlar auf die Platte bringen müssen. »Wir sind Außenseiter und das wissen wir«, so Schweikardt.

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