03. Januar 2020, 07:00 Uhr

Gießen 46ers

Gießen 46ers: Bryant im Derby in Frankfurt gefordert

Gleich der Kracher zum Jahresauftakt: Die Gießen 46ers müssen am Samstag zum Derby nach Frankfurt - mit rund 500 Fans im Schlepptau. Besondere Arbeit kommt auf John Bryant zu.
03. Januar 2020, 07:00 Uhr
Durchsetzungsvermögen - wie auch immer. Darauf kommt es im brisanten Hesssenderby am Samstag bei den Frankfurt Skyliners an. Dabei ist Gießens Center John Bryant (mit Ball) unter den Körben besonders gefragt. FOTO: VOGEL

Gießen 46ers


Die Spieler der Gießen 46ers sind heiß auf das Nachbarschaftsduell, das am Samstag um 18 Uhr in der Fraport-Arena (früher Ballsporthalle Höchst) beginnt. Und nicht nur Gießens Eigengewächs Alen Pjanic ist sich der Bedeutung dieses Matches bewusst: »Unser erstes Spiel im Jahr 2020 und direkt ein Derby - leider auswärts - aber unsere zahlreich mitreisenden Fans werden schon für Stimmung sorgen, da bin ich mir sicher! Wir müssen als Team diese Energie aufschnappen und auf das Spielfeld projizieren.«

Die Lage: Die ist nach der Niederlage in Bayreuth zwar noch nicht prekär, aber das kann sich schnell ändern. Die 46ers auf Rang zwölf liegend weisen nach zwölf Spielen vier Siege auf und haben zu dem Rangletzten aus Weißenfels noch einen Vorsprung von vier Punkten. Bekanntlich steigt in dieser Saison nur eine Mannschaft ab. Doch nun treffen die Gießener auf Frankfurt und zwei Wochen später auf Bonn. Beides Mannschaften, gegen die man gewinnen, aber auch verlieren kann - und sich im Dunstkreis der Gießener bewegen. Die Rheinstädter können in dieser Spielzeit erst zwei Erfolge in der Basketball-Bundesliga vorweisen, was mehr als verwunderlich ist, betrachtet man ihren hochkarätig besetzen Kader. Der Druck wächst für die Gießener, schnellstmöglich Siege einzufahren, um nicht in den Abstiegskampf verwickelt zu werden.

Die Fans: Während sich das Interesse der Frankfurter Anhänger für die Derbys seit Jahren in Grenzen hält, sind es für die Gießener Schlachtenbummler die »Spiele« der Saison. So um die 500 Gießener Fans werden sich am Samstag Richtung Mainmetropole aufmachen. Viele davon treffen sich um 15 Uhr am Gießener Hauptbahnhof, um 15.22 Uhr ist auf Gleis vier Abfahrt, Ankunft um 16.15 Uhr in Frankfurt. Von da aus geht es mit der S-Bahn 1 nach Höchst in die Fraport Arena. Alle wollen ein rotes Dress tragen. Die Unterstützung ist den 46ers gewiss. »Ein Derby, was immer mit Emotionen verknüpft ist. Gerade die eigenen Fans im Rücken zu haben, stärkt uns ungemein«, freut sich auch Cheftrainer Ingo Freyer auf die besondere Partie.

Der Gegner: Die Frankfurter kommen nicht in den Tritt. Vier Siege, acht Niederlagen - wie die 46ers. Zuletzt verlor die Mannschaft von Neu-Trainer Sebastian Gleim, der den langjährigen Coach Gordon Herbert ablöste, das Heimspiel gegen Braunschweig nach Verlängerung mit 81:82. In Ludwigsburg gab es eine Klatsche (64:82), dagegen zeigten die Skyliners in Crailsheim eine starke Leistung und kamen mit 76:68 an den Main zurück. Während der Gastgeber seine Stärken in der Defense hat, sind die Lahnstädter eher ein offensiv orientiertes Team. Bester Scorer im Gleim-Team ist Lamont Jones (knapp mehr als 18 Punkte pro Spiel). Der Combo-Guard fällt aber auch durch seine Schnelligkeit sowie Athletik auf und bedient seine Mitspieler exzellent (5,1 ApS). In guter Form sind zudem die beiden jungen Deutschen Richard Freudenberg (9,7 PpS) und Center Leon Kratzer (über zehn Punkte sowie knapp acht Rebounds pro Spiel). Natürlich darf man den erfahrenen Quantez Robertson nicht aus dem Auge verlieren.

Im Fokus: Der Ausgang des Duells unter den Körben zwischen dem 2,12-m-Mann Kratzer und John Bryant könnte ein Schlüssel zum Sieg sein. Gießens Center muss sich aber im Vergleich zum Bayreuth-Spiel steigern, noch körperbetonter agieren und mit aller Konsequenz den Abschluss suchen.

Personelles: Luke Petrasek arbeitet hart an seiner Rückkehr auf das Spielfeld. Ab und zu schnuppert der Powerforward schon ins Mannschaftstraining hinein. Für das Derby kommt ein Einsatz für ihn aber nicht in Frage. Bei den Skyliners hat sich in den letzten Tagen das Lazarett gelichtet, und die zuletzt verletzten Shaquille Hines (Außenbandriss) und Akeem Vargas (Wadenzerrung) verzeichneten einen Einsatz in Ludwigsburg. Zudem haben die Frankfurter kürzlich mit Joe Rahon nachverpflichtet. Der ehemalige Braunschweiger Guard hat sich schnell akklimatisiert. Neun Punkte und fast sieben Assists legt er durchschnittlich pro Begegnung auf.

Das sagt Gießens Trainer Ingo Freyer: Frankfurt ist eine der besten Verteidigungsmannschaften der Liga - da müssen wir aufpassen, dass wir nicht so viele Ballverluste haben. Das wird gegen Frankfurt ein Hauptaugenmerk sein.

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