07. Dezember 2019, 05:00 Uhr

Gießen 46ers

Gießen 46ers: Geschäftsführer Heiko Schelberg muss gehen

Paukenschlag bei den Gießen 46ers. Nach Informationen dieser Zeitung trennt sich der Basketball-Bundesligist am Ende der Saison von Geschäftsführer Heiko Schelberg. Angeblich sollen die Gesellschafter dem 47-Jährigen das Vertrauen entzogen haben.
07. Dezember 2019, 05:00 Uhr
Ein nachdenklicher 46ers-Geschäftsführer Heiko Schelberg. FOTO: FRIEDRICH

Gießen 46ers


Bei den Gießen 46ers stehen gravierende Veränderungen auf der Führungsebene an. Nach Informationen der Gießener Allgemeinen Zeitung wird sich der heimische Basketball-Bundesligist nach dem Ende der Saison von seinem Geschäftsführer Heiko Schelberg trennen.

Bei einer Gesellschafterversammlung am Mittwochabend soll diese Entscheidung dem Vernehmen nach getroffen worden sein. Über die Gründe, die zu der Trennung von Schelberg geführt haben, war zunächst nichts in Erfahrung zu bringen. Sowohl Schelberg als auch der Aufsichtsratsvorsitzende der Gießen 46ers, Dirk Besemer, waren für eine Stellungnahme bis Freitagabend telefonisch nicht zu erreichen.

Schelberg hatte den damals klammen Club Ende des Jahres 2012 als Geschäftsführer übernommen. Seinerzeit drohte die Insolvenz, die Schelberg in kürzester Zeit durch Sponsorenzahlungen, Fan-Spenden und Darlehen in einer Rettungsaktion abwendete. Damals soll es sich um einen Betrag von 360 000 Euro gehandelt haben. Auf sportlicher Ebene schafften es die 46ers aber nicht, sie mussten nach der Saison 2012/13 den Weg in die Zweitklassigkeit antreten. Nur zwei Jahre später gelang dem Club unter Trainer Denis Wucherer die Rückkehr in die Bundesliga, in der er sich in den folgenden Jahren etablierte. 2014 wurde eine neue Gesellschaft gegründet, die den Namen Gießen 46ers GmbH & Co. KG erhielt und die alte Trägergesellschaft ablöste. Mittlerweile sind dort 33 Gesellschafter tätig.

Ende August diesen Jahres präsentierte Schelberg einen Namenssponsor für die kommenden vier Spielzeiten. Über die Summe ist Stillschweigen vereinbart. In früheren Zeiten hatte Schelberg immer wieder betont, dass das Namensrecht nicht unter 300 000 bis 500 000 Euro pro Saison veräußert werden sollte. Der Gesamtetat liegt dem Vernehmen nach in dieser Saison bei 3,2 Millionen Euro.

Wenn die Gießen 46ers heute (18 Uhr) ihr Punktspiel gegen die Baskets Würzburg bestreiten, dürfte die Personalie Schelberg für einigen Gesprächsstoff sorgen.

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