08. November 2019, 07:00 Uhr

Gießen 46ers

Gießen 46ers gegen Vechta noch ohne Petrasek-Ersatz

Powerforward Luke Petrasek hat das Krankenhaus verlassen - ein Ersatz für ihn haben die Gießen 46ers aber noch nicht gefunden. So muss eine Acht-Mann-Rotation am Samstag gegen Vechta ran.
08. November 2019, 07:00 Uhr
Aufpassen und Rebounds holen - das gibt Gießens Coach seinem Kapitän John Bryant sicherlich für das Heimspiel am Samstag gegen Vechta mit auf den Weg. (Foto: Friedrich)

Gießen 46ers


Die Gießen 46ers können sich schon einmal auf eine gehörige Portion Druck einstellen, denn Rasta Vechta kommt am Samstag in die Osthalle. Die Niedersachsen sind bekannt dafür, dass sie mit hoher Intensität angreifen und verteidigen. Darauf ist die Freyer-Truppe aber vorbereitet.

Glaubt man den 46ers-Spielern, freuen sie sich ganz besonders auf die Begegnung am Samstag um 20.30 Uhr in der Osthalle (live auf Mag entaSport) mit den Rasta-Männern, die am Mittwochabend mit dem 81:74 in Antwerpen ihren dritten Sieg im vierten internationalen Vergleich in der Champions League einfuhren. »Wir sind heiß und wollen das kommende Spiel vor heimischem Publikum gewinnen. Wir müssen unsere Größe ausnutzen und unsere Rebounds besser kontrollieren«, erklärt Energizer Alen Pjanic gegenüber dieser Zeitung. Und Spielmacher Bjarne Kraushaar, das zweite Gießener Eigengewächs, fügt an: »Man weiß ja, dass sie einen sehr aggressiven Spielstil haben und starke Defense spielen. Es wird also bestimmt - wie in der letzten Saison auch - ein intensives und hitziges Spiel, weil beide Teams den Sieg aktuell gut gebrauchen können.« Recht hat er, denn die Gießener können in der BBL nach fünf Partien erst einen Erfolg vorweisen, Vechta dagegen nach sechs Spielen immerhin schon drei. Übrigens: Den letzten Vergleich in der Osthalle gewannen die Niedersachsen nach einem Basketball-Krimi mit 84:83. Da ist auf jeden Fall noch eine Rechnung offen.

Status quo: Gut gespielt - im Angriff wie in der Verteidigung -, vor allem in Hälfte eins, aber zum Schluss ging die Puste aus. So kann man den Auftritt der Gießener Acht-Mann-Rotation in Brauschweig beim 86:92 zusammenfassen. Letztlich war es die Reboundschwäche der 46ers am eigenen Brett, die einem Sieg bei den favorisierten Löwen im Weg stand. Am Reboundverhalten im Allgemeinen, speziell am Ausboxen und dem individuellen Verhalten jedes einzelnen Akteurs, muss sich gegen Vechta etwas ändern, sodass die wurfstarke Mannschaft nicht wie die Brauschweiger zu zweiten Wurfmöglichkeiten und so zu Second-Chance-Points kommt. 46ers-Koloss John Bryant dürfte in dieser Angelegenheit eine wichtige Rolle einnehmen. Und besonders Allrounder Brandon Thomas muss sich beim Angeln der Abpraller steigern: Er sammelte in den fünf BBL-Spielen insgesamt erst sechs Rebounds.

Der Gegner: Die Vechtaer konnten zwar ihre Leistungsträger aus dem Vorjahr, T.J. Bray, Austin Hollins oder Seth Hinrichs, nicht halten, haben aber nach Anfangsschwierigkeiten leistungsmäßig dort angeknüpft, wo sie in der vergangenen Saison aufgehört haben. Immerhin drang die Mannschaft von Trainer Pedro Calles bis ins Playoff-Halbfinale vor, ehe sie der spätere deutsche Meister Bayern München mit einem 3:0 aus dem Rennen warf. Das Herz des Teams ist weiterhin Max DiLeo - ein Kämpfer vor dem Herrn. Der Bruder des Ex-Gießeners TJ ist sich für nichts zu schade. Am Mittwochabend beim Sieg in Antwerpen lag er gefühlt mehr auf dem Boden als dass er das Spiel ordnete. Der US-Amerikaner gab keinen Ball verloren und verkörpert den von Calles verordneten unbedingten Siegeswillen mit jeder Faser seines Körpers. Die Topscorer sind Steve Vasturia (13,3 PpS), Trevis Simpson (12,8), Ishmail Wainright (12,3) und Kapitän Josh Young (11,2), die allesamt entweder auf dem Flügel- oder auf der Guardposition zu finden sind. Vechtas Spielweise ist geprägt von einer hohen Aggressivität und Teamspiel. Jeder ist bereit, den Extrapass zu spielen. Zurückgekehrt ins Team ist Robin Christen. Der ehemalige Gießener stand nach seiner Knieverletzung und der anschließenden Blinddarm-OP beim CL-Spiel in Antwerpen zum ersten Mal wieder im Kader.

Personelles: Gießens Powerforward Luke Petrasek hat mittlerweile das Krankenhaus verlassen. Der Schlaks schlägt sich seit vergangenen Freitag mit einer schmerzhaften Wirbelsäulenerkrankung herum. Eine OP war nicht notwendig. Dies bestätigte 46ers- Geschäftsführer Heiko Schelberg auf Anfrage, der weiterin mitteilte, dass nun für Petrasek die Reha starte. Es werde mit einem sechswöchigen Ausfall von ihm gerechnet. Noch nichts zu vermelden gibt es in Sachen Nachverpflichtung für Petrasek. »Wir müssen genau abwägen. Es muss in allen Bereichen passen. Einen Schnellschuss wird es nicht geben. Wir brauchen Qualität auf der Position«, sagt Schelberg.

Das sagt Trainer Freyer: »Die Vechtaer spielen unkonventionell. Sie stören den Gegner frühzeitig, doppeln aus dem Nichts. Wir müssen aufmerksam die Verteidigung lesen.«

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