27. September 2019, 16:05 Uhr

Gießen 46ers

Gießen 46ers müssen gegen Bamberg die Ballverluste reduzieren

So schnell wie möglich die Niederlage gegen Crailsheim aus den Köpfen bekommen. Und dann weniger Fehler begehen. Nur das kann die Devise für die Gießen 46ers gegen Bamberger sein.
27. September 2019, 16:05 Uhr
Durchsetzungsvermögen beweisen müssen die Gießen 46ers um Alen Pjanic am Sonntag um 18 Uhr im Pokalspiel in der Osthalle gegen den Titelträger Bamberg. (Foto: Friedrich)

Gießen 46ers


Glück haben die Gießen 46ers bei der Pokal-Auslosung bisher nicht gehabt. In der vergangenen Saison mussten sie in der ersten Runde zum deutschen Meister FC Bayern München, für diese haben sie den amtierenden Pokalsieger gezogen. Das einzig Positive daran ist, dass das Team von Trainer Ingo Freyer nicht reisen muss und zu Hause antreten darf. Aber keine Frage: Gegen die Oberfranken sind die Lahnstädter am Sonntag um 18 Uhr in der Osthalle der krasse Außenseiter. Und der schwache Auftriit am Dienstagabend bei der 92:108-Niederlage gegen die Crailsheim Merlins dürfte die John Bryant und Co. auch nicht gerade vor Selbstbewusstsein platzen lassen.

Die Lage: Wie ein Hühnerhaufen, kopflos, unstrukturiert, zu viel Ego-Gezocke, keine aggressive Defense, fehlende Abstimmung. Und 20 Turnover. Der Saisonstart der Gießen 46ers gegen Crailsheim ging mächtig daneben. Aufarbeitung stand für den Rest der Woche oben auf der Freyer-Agenda. »Wir haben viel miteinander gesprochen. Das tue ich aber immer, nicht nur nach Niederlagen«, erklärt der Coach. Dass Auftritt Nummer eins so endete, damit hatte er nicht gerechnet. Aber im Kalkül, denn immerhin fehlte mit Alex Abreu der etatmäßige Aufbauspieler und der Leader der Mannschaft. Von ihm mussten sich die Gießener trennen, da er sich seit längerem mit einer Hüftverletzung herumplagte, die nicht besser wurde. Der Zeitpunkt der Trennung war unglücklich, aber im Nachhinein ist man immer schlauer. Bis zum nächsten BBL-Pflichtspiel - am 11. Oktober gegen Aufsteiger Hamburg Towers - hat Freyer nun Zeit, den am Dienstag nachverpflichteten Playmaker Stephen Brown in die Mannschaft zu integrieren. »Wir sind durch die personelle Veränderung nach der Vorbereitung nicht da, wo wir eigentlich sein wollten. Aber wir werden das in den nächsten Wochen aufholen«, sagt Freyer.

Der Neue: Viel hat Freyer von Brown noch nicht gesehen. In die Team-Taktik muss sich der 23-Jährige einarbeiten. Was aber offensichtlich ist: Er ist klein, schnell und ein gelernter Aufbauspieler. Und nach Freyer tritt Brown selbstbewusst auf, sodass er das Zeug hat, eine Mannschaft zu führen und als Leader auf dem Feld zu fungieren. »Er weiß, was er zu tun hat.«

Der Gegner: Die Bamberger haben sich von den Großverdienern wie Hickmann, Rice oder Zisis getrennt und ihren Kader mit hungrigen Spielern bestückt. Die Verpflichtung von Kameron Taylor hat sich bereits bezahlt gemacht - der US-amerikanische Shootingguard streute beim Derbysieg in Bayreuth mal kurz 25 Punkte ein und war mit dem Wert 24 der effektivste Akteur in der Oberfrankenhalle. Auf ihn müssen die 46ers besonders aufpassen. Nationalspieler Christian Sengfelder (vorher Braunschweig) schloss sich den Bambergern an wie der Ägypter Assem Marai, der in den letzten beiden Jahren in Bayreuth agierte und sich in der BBL einen Namen als Top-Center machte. Paris Lee führt die Mannschaft von Trainer Roel Moors, der ebenfalls neu bei den Franken ist und der Lee aus seiner vergangenen Trainerstation Antwerpen gleich mit an die Regnitz brachte. Ihren nächsten Entwicklungsschritt sollen die an Bamberg ausgeliehenen Guards Nelson Weidemann (Bayern München) und Aleix Font (FC Barcelona) tun. Behalten hat der letzjährige Rangfünfte die vier deutschen Hochkaräter Louis Olinde, Elias Harris, Bryce Taylor und Maurice Stuckey. Erst kurz vor Saisonbeginn stieß der vielseitige venezolanische Guard Michael Carrera zur Mannschaft.

Das sagt Freyer: »Es ist zwar undankbar, in der ersten Runde gleich gegen den Pokalsieger zu spielen. Aber wir spielen zu Hause. Ich freue mich besonders auf das Duell zwischen Bjarne Kraushaar und Weidemann, der in den U-Nationalmsnnschaften meist den Vorzug erhalten hat, wenn es um Spielzeit ging. Die Bamberger spielen sehr kontrolliert, viel Setplay und versuchen, ihre individuelle Qualität auszuspielen. Wir müssen auf uns schauen und unseren neuen Pointguard integrieren. Und vor allem die Turnover verringern.

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