08. März 2019, 07:00 Uhr

Gießen 46ers

Gießen 46ers wollen in Bayreuth »eigenes Spiel durchbringen«

Für die Gießen 46ers geht das Rennen um den Einzug in die Playoffs weiter. Am Freitag muss die Truppe von Trainer Ingo Freyer in Bayreuth ran – beim direkten Konkurrenten.
08. März 2019, 07:00 Uhr
Gießens Cheftrainer Ingo Freyer (l.) und sein Assistent Steven Wriedt haben für das Spiel in Bayreuth eine Strategie ausgearbeitet, um im Kampf um die Playoffs in der Oberfrankenhalle erfolgreich zu sein. (Foto: Friedrich)

Gießen 46ers


Das Gedränge um die Plätze sechs bis acht in der Basketball-Bundesliga ist groß. Sieben Mannschaften kämpfen um diese begehrten drei Playoff-Plätze – die restlichen Ränge scheinen schon vergeben zu sein. Somit ist für Spannung für den Rest der Saison gesorgt. Und mittendrin im Septett sind die Gießen 46ers, die am Freitag um 20.30 Uhr (live auf MagentaSport) in der Oberfrankenhalle mit medi Bayreuth noch eine Rechnung aus dem Hinspiel begleichen wollen.

Status quo: Bereits gestern setzte sich der 46ers-Tross in Richtung Bayreuth los, um optimal auf das wichtige Spiel vorbereitet zu sein. Mit einem Sieg könnten die Gießener wieder auf einen Playoff-Platz klettern, mit 22:22 Punkten nehmen sie aktuell den neunten Rang ein. Wie eng es in der Tabellenmitte zugeht, wird daran deutlich, dass der Rangsechste Bonn 22:20 Zähler aufweist – und der Zwölfte Bayreuth 20:22. Da könnte es am Ende auf Direkt- und Mehrfachvergleiche ankommen. Das Hinspiel verloren die Lahnstädter mit 90:95. Freyer ist guter Dinge, dass es in Bayreuth klappt. Er blickte aber auch noch einmal auf die gute Leistung seiner Mannschaft bei der knappen Vorwochen-Niederlage gegen Bamberg zurück: »Die Bamberger haben Ende des dritten Viertels und Anfang des vierten einfach ihre Qualität abgerufen. Die haben da ein paar Sachen gemacht. Da kannst du nur sagen: Wow, dagegen kannst du nichts machen. Das war ganz stark – und das fehlte uns am Ende. Die haben nichts anbrennen lassen.«

Der Gegner: Die Bayreuther sind in der BBL noch nicht so richtig in Fahrt gekommen – sie hängen ihren eigenen Erwartungen ein bisschen hinterher. Die Doppelbelastung Champions League und Bundesliga hat Spuren hinterlassen. Im internationalen Wettbewerb spielt die Mannschaft von Raoul Korner aber keine Rolle mehr, sodass sie sich nun ganz und gar den Aufgaben in der BBL widmen kann. Zuletzt gab es in der Oberfrankenhalle eine deutliche 81:109-Niederlage gegen die Riesen Ludwigsburg – ebenfalls ein Mitstreiter um die Playoffs. Den Franken fehlt die Konstanz: Es geht hoch und runter. Von der Spielweise ähneln sie den Gießenern: Bayreuth ist ebenfalls offensiv ausgerichtet, was die gute Trefferquote von 51,3 Prozent aus dem Feld unterstreicht – Gießen weist mit 50,6 Prozent ebenso einen starken Wert auf.

Die Schlüsselspieler: Kassius Robertson fackelt nicht lange. Der 24-jährige Shootingguard läuft schnell heiß – besonders jenseits der 6,75-m-Linie. Der Kanadier trifft fast jeden zweiten Dreier (47,5 Prozent). »Das ist ein guter Spieler. Der schießt aus dem Nichts ein paar Dreier rein. Den müssen wir gut verteidigen«, erklärte Freyer. Nicht minder gefährlich ist Demon Brooks. Der bullige Powerforward legt ebenfalls durchschnittlich zweistellige Werte bei den Punkten auf (13,5). Bester Scorer im ausgeglichenen Kader von Coach Korner ist aktuell Center Erik Mika (13,9). Er ersetzt den am Fuß verletzten Hassan Martin. Mika glänzt zudem noch mit seinem intelligenten Spiel. – auf das Duell mit Gießens Kapitän John Bryant darf man besonders gespannt sein.

Das Lazarett: Die Hoffnung von Benjamin Lischka, dass er vielleicht in Bayreuth wieder dabei sein würde, hat sich nicht bestätigt. Der dicke Knöchel am linken Fuß lässt noch keinen Einsatz des Powerforwards zu. Lischka war vor elf Tagen im Training umgeknickt. Ebenfalls weiter pausieren muss Flügelspieler Alen Pjanic, der mit seiner Bizepsverletzung am rechten Arm nicht nur für die 46ers, sondern auch für die Rackelos ausfällt.

Das sagt 46ers-Trainer Freyer: Die Bayreuther haben gute Werfer wie Robertson. Die sind aber auch unter dem Korb sehr stark und mit ihren Nationalspielern und Amerikanern tief besetzt. Insgesamt ist das ein Team, das in der Tabelle nach oben und in die Playoffs gehört. Für uns umso schöner, dass wir vielleicht auf Augenhöhe sein können. Wichtig wird es sein, die Schützen zu kontrollieren und unser eigenes Spiel durchzubringen.

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