04. Mai 2019, 16:05 Uhr

Gießen 46ers

Gießens Trainer Freyer fordert Leidenschaft

Zum letzten Heimspiel der Saison kommt der Meister. Die Gießen 46ers treten gegen den FC Bayern München als Außenseiter an. Trainer Freyer verlangt von seinem Team einen leidenschaftlichen Auftritt.
04. Mai 2019, 16:05 Uhr
Die Bayern kommen am Sonntag mit BBL-Superstar Derrick Williams (r.) in die Gießener Osthalle. (Foto: dpa)

Gießen 46ers


Die Bayern ziehen in der Basketball-Bundesliga die Massen an. Das gilt auch für Gießen, denn die Karten für die Sitzplätze in der Osthalle waren bereits in der vergangenen Woche restlos ausverkauft. Stehplatz-Tickets gibt es noch einige. Der Sprungball für das Spiel erfolgt um 15 Uhr (live ab 14.45 Uhr auf Magenta Sport).

Status quo: Die 85:117-Klatsche beim Rangzweiten Ewe Baskets Oldenburg hat bei den Gießen 46ers Spuren hinterlassen. Headcoach Freyer war schon ein wenig angefressen. Ihm missfiel am vergangenen Dienstag der viel zu softe Auftritt seiner Mannschaft. »Gegen München können meine Spieler jetzt mal beweisen, dass sie auch tough spielen können. Ich bin gespannt«, sagte Freyer nach der Niederlage in Oldenburg. »Wir müssen mit absoluter Leidenschaft ins Spiel gehen und den Willen haben, unsere Grenzen zu überschreiten. Besonders in Sachen Einsatzbereitschaft dürfen wir uns nicht zu schade sein, uns auch mal weh zu tun«, richtet er den Appell an sein Team für die Bayern-Partie. Er fordert eine härtere Gangart und mehr körperliches Dagegenhalten. Seine Truppe spielte bereits zweimal gegen den Ligaprimus: im Hinrundenspiel sprang eine 79:94-Niederlage heraus, im Pokal-Achtelfinale ein 92:106. Aktuell belegen die 46ers mit 26:36 Punkten den 13. Platz.

Der Gegner: Die Nummer eins in der BBL. 29 Siege, zwei Niederlagen (in Oldenburg und in Vechta). Die Bayern sind national das Maß aller Dinge. In der höchsten europäischen Liga, der Euroleague, standen sie vor dem Einzug in die Playoffs, schafften dann aber letztlich nicht den Sprung in den elitären Kreis der besten acht Mannschaften auf diesem Kontinent. Ein Kräfteverschleiß nach den strapaziösen 34 zusätzlichen Spielen war dem Kader von Trainer Dejan Radonjic kaum anzumerken. Die Vielspielerei tat allen gut. Mit jedem weiteren Match steigerte sich das Team leistungsmäßig. Bestes Beispiel war das Hinspiel im legendären Palau Blaugrana in Barcelona, als die Bayern chancenlos waren. Das Rückspiel gewannen sie dann mit 73:71. Petteri Koponen, der Finne im Team der Münchner, gelang der Siegtreffer. Radonjic hat einen tief besetzten Kader mit einer außerordentlichen Qualität. In der BBL präsentierte sich der FCB zuletzt auf hohem Niveau. Er bezwang die Top-Mannschaften aus Berlin und Bamberg.

Schlüsselspieler: Der spektakulärste Akteur bei den Bayern ist eindeutig Derrick Williams. Der athletische 2,03-m-Forward hat über 400 NBA-Spiele absolviert und stand mit seinem Freund LeBron James und den Cleveland Cavaliers 2017 im Finale (1:4 gegen Golden State). Er ist ein Spieler der Extraklasse, musste sich aber auch erst einmal an die BBL und Euroleague gewöhnen. Es ist denkbar, dass Williams noch ein Jahr bei den Bayern dranhängt. Ihm gefällt die Stadt und die Umgebung. Williams erzielt im Schnitt 11,7 Punkte pro Spiel. Nur Powerforward/Center Danilo Barthel weist mit durchschnittlichen.12,3 Zählern noch einen besseren Wert im Scoring auf. Zu beachten sind zudem die Allrounder Nihad Djedovic und Vladimir Lucic, die Playmaker Stefan Jovic, Maodo Lo und Braydon Hobbs sowie Koponen, der hochprozentig von außen trifft.

Personelles: Powerforward Benjamin Lischka setzt wegen einer hartnäckigen Entzündung an der Achillessehne aus. Ob er überhaupt noch einmal in dieser Saison spielen wird, ist fraglich. Der Gießener wird aber nach dem Heimabschluss gemeinsam mit seinem Team im Foyer für Selfies und Autogramme zur Verfügung stehen. Bei den Bayern fehlt Robin Amaize, der gebürtige Gießener plagt sich mit Knieproblemen herum.

Das sagt Trainer Freyer: Die Bayern sind die beste Mannschaft der Liga. Sie haben auf allen Positionen eine unheimliche Qualität. Wir wollen aus dem letzten Spiel lernen und tougher auftreten. Den Spielern muss bewusst sein, dass sie gegen solche starke Mannschaften in allen Belangen einfach mehr tun müssen.

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