31. März 2019, 19:41 Uhr

Joker Wiertelorz sorgt für Jubel

31. März 2019, 19:41 Uhr
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Von Peter Froese
Ahmet Marankoz gelingt für seine SG Kinzenbach ein Doppelpack, doch der reicht nicht. Im Verbandsliga-Derby verliert man mit 2:3 beim FC Gießen II. (Foto: fro)

Mit dem 3:2 im Gießener Sportkreis-Derby gegen die SG Kinzenbach sicherte sich der FC Gießen II am Samstag drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Verbandsliga Mitte. Die Gäste konnten dagegen das 0:2 des Rangzweiten TuS Dietkirchen beim VfB Marburg nicht nutzen und erlitten einen Rückschlag im Rennen um den Relegationsplatz zur Hessenliga. Zum Matchwinner avancierte Andreas Wiertelorz, der für die ab der 50. Minute in Unterzahl spielenden Hausherren zum 3:2 traf. »Ein Riesenlob an meine Elf. Wir haben Mentalität und Körpersprache gezeigt und uns endlich einmal für unsere Leistung belohnt. Wir haben auch nach dem Ausgleich an uns geglaubt und selbst in Unterzahl gezeigt, dass wir in dieser Liga mithalten können«, freute sich Gino Parson.

Seine Mannschaft war von Beginn an hellwach und ging bereits nach vier Zeigerumdrehungen mit 1:0 in Führung, als Natanael Tega einen Ball von Dennis Schlecht aufnahm und über den herausstürmenden SG-Keeper Mustafa Yaman ins Netz hob. Kurz darauf musste der Torschütze aufgrund eines verdrehten Knies seinen Platz für Andreas Wiertelorz räumen (15.). Der FC hatte in der Folgezeit die bessere Spielanlage, die Dönges-Elf agierte meist mit langen Bällen, die aber von den Stürmern Ahmet Marankoz und Max-Peter Mohr, die Dennis Schlecht und Samuel Sesay im Griff hatten, nicht festgemacht werden konnten. So ging Gefahr für das FC-Gehäuse nur durch zwei Freistöße aus, die Max-Peter Mohr daneben (25.) und Volkan Vural auf die Oberkante der Latte setzten (32.). Parson ging beim FC immer wieder mit gutem Beispiel voran – so bei einem Eckstoß, der zum 2:0 führte. Der Spielertrainer spielte auf Moritz Schmandt, dessen Flanke Samuel Sesay zum 2:0 einköpfte (39.).

Nach dem Wechsel drohte die Partie aber innerhalb weniger Minuten zu kippen. Dennis Schlecht konnte Ahmet Marankoz nicht stoppen. Nach dessen Querpass wurde Max-Peter Mohr von Markus Simon regelwidrig zu Fall gebracht. Die Folge: Strafstoß und das zweite Mal Gelb – was in der Konsequenz die »Ampelkarte« für den FC-Innenverteidiger bedeutete. Marankoz scheiterte zwar zunächst an Sahin, doch im Nachschuss traf der SG-Torjäger zum 1:2 (50.). Kurz darauf erlief Mirco Geisler einen Pass von Viktor Riske und nahm Fahrt auf. Seine Flanke wuchtete Ahmet Marankoz zum 2:2 ins Netz (57.). Trotz dieser Nackenschläge überstanden die Hausherren die folgenden Minuten schadlos – und konnten nochmals jubeln. Nach einer Ablage aus dem Gewühl heraus nahm sich Andreas Wiertelorz aus 20 Metern ein Herz und traf zur erneuten Führung des FC (76.). Während ein Freistoß von Max-Peter Mohr den FC-Sieg nicht gefährden konnte, hielten die Anhänger der Parson-Elf beim nur mit Mühe zum Leuchten zu bewegenden Flutlicht den Atem an. In der 84. Minute sprang die Anlage nach mehrfachem Versuch an, so dass ein drohender Spielabbruch abgewendet werden konnte. »Dies war eine katastrophale Leistung meiner Elf. Eine große Klappe und 20 gute Minuten reichen nicht, um solche Spiele zu gewinnen. Wir haben verdient verloren«, fand Oliver Dönges klare Worte.

FC Gießen II: Sahin; Sesay, Simon, Schlecht, Pancar, Pinkl, Schmandt (ab 88. Bathomene), Schmidt, Parson, Dursun (ab 53. Yavuz Güngör), Tega (ab 15. Wiertelorz).

SG Kinzenbach: Yaman; Yener, Yildirim, Vural, Schadeberg (ab 46. Apostolou), Geisler, Riske, Ried, Hakan Güngör (ab 74. Recio-Perez), Mohr, Marankoz.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Pfeiffer (Butzbach). – Zuschauer: 180. – Torfolge: 1:0 (4.) Tega, 2:0 (39.) Sesay, 2:1 (50.) Marankoz (Foulelfmeter) im Nachschuss), 2:2 (57.) Marankoz, 3:2 (76.) Wiertelorz. – Gelbe Karten: Simon, Schlecht, Parson, Pancar – Mohr. – Gelb-Rote Karte: Simon (50.) wegen wiederholten Foulspiels.



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