12. Mai 2019, 23:18 Uhr

Fußball

»KOA« fehlt noch ein Sieg zur Meisterschaft

In der Fußball-Kreisoberliga Süd feiert die SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen einen 2:1-Derbyerfolg bei der SG Treis/Allendorf und steht vor dem Titelgewinn.
12. Mai 2019, 23:18 Uhr
Vor 220 Zuschauern behauptet Marcel Krieb (l., SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen) den Ball vor Chris Dürr von der SG Treis/Allendorf. (Foto: ras)

Die SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen hat in der Fußball-Kreisoberliga Süd noch immer alles selbst in der Hand. Durch den knappen Derbysieg - 2:1 bei der SG Treis/Allendorf - beträgt der Vorsprung vor Verfolger FSG Wettenberg (4:1 über die FSG Homberg/Ober-Ofleiden) weiter fünf Punkte. Den Abstand zum TSV Lang-Göns (1:1 in Bersrod) baute man sogar aus. Die Rabenauer müssen aber ihr letztes verbleibendes Spiel gewinnen, um sicher als Meister durchs Ziel zu gehen. Wettenberg hat noch zwei Partien auszutragen und könnte bei einem »KOA«-Remis am kommenden Wochenende gleichziehen; natürlich nur, wenn die eigenen Begegnungen jeweils gewonnen werden. Dann wäre die FSG Wettenberg Erster, da sie im direkten Vergleich gegen die Rabenauer die Nase vorne hat.

Derweil stehen die FSG Lollar/Staufenberg (2:4-Niederlage am Freitag gegen Altenburg) und die SG Reiskirchen/Bersrod/Saasen als Absteiger fest. Die TSG Leihgestern (6:1 gegen Trohe/Alten-Buseck) hat den Relegatiosrang 14 sicher.

SG Treis/Allendorf - SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen 1:2 (0:1): Die SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen begann die Partie sehr dominant mit viel Ballbesitz und robust geführten Zweikämpfen. Beeindruckt von der starken Anfangsphase konnte Treis/Allendorf das Derby erst nach rund einer halben Stunde ausgeglichener gestalten. Als sich beide Mannschaften schon auf ein Remis zur Halbzeit eingestellt hatten, pfiff Schiedsrichter Sebastian Stauß aus Biedenkopf noch einen Freistoß für die Gäste. Dennis Feldbusch trat an und zirkelte das Leder zum 1:0 in den Torwinkel. Direkt nach Wiederanpfiff erzielte Chris Dürr nach Flanke von Daniel Stein das 1:1. Nach der Pause entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Die Gastgeber kämpften sich ins Spiel und wurden von Minute zu Minute stärker. Artur Schwabauer und Thomas Diehl vergaben die besten Chancen. Eine Unaufmerksamkeit in der Treiser Defensive nutzte Elvis Zuhric eiskalt aus und erzielte für seine Farben den 2:1-Siegtreffer im Derby.

FSG Wettenberg - FSG Homberg/Ober-Ofleiden 4:1 (1:1): Das vielleicht schnellste Tor der Saison hatte nach nur 30 Sekunden Gästeakteur Michele Weiser auf dem Fuß. Mykhalo Bilenkyy im Wettenberger Tor war jedoch zur Stelle. In der zweiten Spielminute stand erneut Bilenkyy im Fokus. Nachdem er einen langen Ball sicher abgelaufen hatte, scheiterte sein Versuch, Tugay Akarcay auszuspielen. Hombergs Torjäger nahm das Geschenk dankend an und erzielte das 1:0. Nur eine Minute später wurde Wettenbergs Paul Reger im Strafraum zu Fall gebracht. Den fälligen Strafstoß verschoss Peer Allendörfer. Der 1:1-Ausgleich fiel in der 13. Minute, als Allendörfer den Ball mustergültig auf Reger durchsteckte und der Stürmer gewohnt souverän abschloss. Kurz vor der Halbzeit rettete Bilenkyy mit einem unglaublichen Reflex gegen Akarcay aus kürzester Distanz. Unmittelbar nach der Pause erhöhte Moritz Petzold nach Pass von Sam Henrich auf 2:1. Den Gästen fehlte im weiteren Spielverlauf oftmals die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Wettenberg hingegen verwertete seine Chancen hochprozentig. In der 80. Minute dann die Vorentscheidung: Eine Hereingabe von Paul Reger schob erneut Petzold zum 3:1 über die Linie. Den Schlusspunkt setzte Innenverteidiger Sidney Ottah, der »in Lucio-Manier« (FSG-Sprecher Wagner) einen Sololauf über den halben Platz zum 4:1 vollendete.

SV Hattendorf - TSV Klein-Linden 3:2 (1:1): Die Gäste aus Kleinlinden starteten engagiert in die Partie und schenkten den Gastgebern nichts. Aus der anfänglichen Überlegenheit konnten die Gäste allerdings kein Kapital schlagen. Besser machte es Hattendorf in der 13. Minute. Der nominelle Denfensivspieler Jan Luca Metz, der zur Überraschung vieler als Stürmer auflief, netzte flach ins linkere untere Ecke ein. Beide Mannschaften spielten mit offenem Visier nach vorne. Matthias Oebbeke packte in der 39. Minute den Hammer aus und drosch den Ball aus 16 Metern ins Hattendorfer Tor. Die sehenswerteste Kombination wurde in der 46. Minute mit dem SV-Führungstreffer belohnt. Nach schönem Passspiel durch das Mittelfeld traf Mehmed Omerovic zum 2:1. Nur wenige Minuten später erhöhte der Spieler des Spiels, Jan Luca Metz, auf 3:1. Nach einem Freistoß konnte Hattendorf den Ball nicht aus der Gefahrenzone klären. Eric Jan Schneider nutzte die Nachlässigkeit aus und verkürzte auf 2:3. In der Schlussphase waren beide Mannschaften um weitere Treffer bemüht. Christian Andreev hatte in der 83. Minute Pech, als sein Schuss am Pfosten landete. Hattendorf gewann am Ende etwas glücklich, aber nicht unverdient.

SG Reiskirchen/Bersrod/Saasen - TSV Lang-Göns 1:1 (0:0): Die erste Chance des Spiels hatten die Gastgeber. Ein langer Ball von Markus Sommerlad fand Christian Kuhn, der sich auf der Grundlinie durchsetzte, aber im Strafraum keinen Abnehmer hatte. Auf der Gegenseite wurde Langgöns erstmals nach einem Eckball gefährlich. In der 21. Minute konnte Dominik Replinger im Tor von Reiskirchen/Bersrod/Saasen einen Schuss nur abprallen lassen, spitzelte aber einem Langgönser Angreifer den Ball noch entscheidend vom Fuß. Die Chancenverteilung im ersten Durchgang war weitestgehend ausgeglichen. In der 55. Minute schoss Mergim Omura satt ins linke Eck. Replinger war mit der Hand am Ball, konnte den Ball aber nur bremsen, der weiter in Richtung Torlinie rollte. Als er den Ball endgültig aufhielt, befand sich dieser schon hinter der Linie - 1:0 für Langgöns. Marian Hild verpasste in der 66. Minute die Chance zum Ausgleich. Auch Langgöns verpasste es, die Führung weiter auszubauen. In der 83. Minute fiel der Ausgleich. Hild legte sich den Ball vom linken auf den rechten Fuß und traf ins rechte untere Eck. Chancen in der 90. Minute für die Gäste und in der 92. Minute aufseiten der SG brachten keinen Ertrag mehr.

Leihgestern hat Rang 14 sicher

SG Obbornhofen/Bellersheim - SF Burkhardsfelden 2:2 (1:1): Ein am Ende verdientes Unentschieden für die Gäste aus Burkhardsfelden, denen man anmerkte, dass sie noch jeden Punkt im Abstiegskampf benötigen. Die erste Chance hatte dann auch der Gast in der 14. Minute durch einen Freistoß von Spielertrainer Marco Vollhardt, der jedoch von SG-Keeper Yannick Zander pariert wurde. Die Sportfreunde spielten weiter nach vorne und kamen in der 30. Minute durch Jens Rasch mit einem Schuss aus 16 Metern zur 1:0-Führung, die er nur fünf Minuten später hätte ausbauen können, doch er scheiterte frei stehend. Nur eine Minute später gelang den Hausherren mit ihrer ersten gelungenen Aktion durch einen Abstauber von Luca Zinn der 1:1-Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel startete die SG furios und hatte Torchancen fast im Minutentakt, doch Patrick Werner und Top-Torjäger Tim Richter vergaben. In der 56. Minute dann doch die Führung für die Gastgeber: Nico Kammer erzielte mit einem Heber aus 20 Metern das 2:1. Die SG drückte jetzt weiter, musste jedoch in der 70. Spielminute durch Thomas Rotaermel nach einem Eckball aus kurzer Distanz den 2:2-Ausgleich hinnehmen. Danach wogte die Begegnung hin und her, mit Möglichkeiten auf beiden Seiten, die jedoch nicht von Erfolg gekrönt waren.

TSG Leihgestern - SG Trohe/Alten-Buseck 6:1 (1:0): »Ein wichtiger Sieg für uns, der in der Deutlichkeit natürlich nicht zu erwarten war«, lautete das Resümee von TSG-Sprecher Thorsten Braun. Der TSG merkte man die Wichtigkeit des Spieles an und so war es Christoph Dietrich, der in der achten Minute bereits das 1:0 für seine Farben erzielte. Nur drei Minuten später hätte Niklas Port die Führung ausbauen können, doch er vergab. Die Leihgesterner waren bis zur Pause weiter überlegen, ohne sich mit etwas Zählbarem zu belohnen. Nach Wiederbeginn besannen sich die Gäste auf ihre Stärke und nach dem Bastian Lack und Darryl Steve Tougang Nievchev noch zwei gute Möglichkeiten liegen gelassen hatten, belohnten sie sich in der 52. Spielminute mit dem 1:1-Ausgleich durch Christian Allmann. Doch nachdem die TSG durch Torjäger Christoph Dietrich per herrlicher Direktabnahme (58.) die erneute Führung zum 2:1 erzielt hatte, verloren die Mannen von Gäste-Trainer Thorsten Zimmerling vollends den Faden. Die Heimmannschaft spielte nun befreit auf und belohnte sich für ihre Offensivbemühungen mit weiteren Treffern von Daniel Horn (62./85.) und Christoph Dietrich (83./86.), die zum Endstand von 6:1 trafen. Mit seinem Vierer-Pack katapultierte sich Dietrich an die Spitze der Torjägerliste. Für die SG Trohe/Alten-Buseck passt diese Partie in das Bild einer enttäuschenden Restrückrunde. Für Leihgestern ist der direkte Abstieg vom Tisch und der Kontakt zu den vor ihr liegenden Teams hergestellt.

FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod - VfR Lich 4:1 (0:1): Die als Absteiger bereits feststehenden Gäste begannen die Partie forsch und vergaben bereits in der zweiten Minute eine gute Möglichkeit. Die größte Chance zur Führung, trotz anhaltender Überlegenheit der Bierstädter, hatten dennoch die Gallusstädter in der 34. Minute, doch Gäste-Keeper Mario Werner hielt einen von ihm selbst an Thomas Heimann verschuldeten Elfmeter von Fabian Sinnhöfer. Im Gegenzug erzielte Kapitän Jannick Jörg nach einem Konter das verdiente 1:0 für den VfR Lich. Auch nach der Pause bestimmte zunächst der Gast das Spiel, musste aber dann in der 55. Minute durch einen Alleingang des eingewechselten Krzysztof Koziol den 1:1-Ausgleich hinnehmen. Danach spielte nur noch die FSG und folgerichtig fiel in der 70. Minute durch Fabian Erb mit einem Schlenzer ins lange Eck das verdiente 2:1. Dominique Buss, mit einem Heber nach Vorarbeit von Krzystof Koziol (77.), und Fabian Sinnhöfer, der einen tollen Pass in die Schnittstelle verwertete (85.), schraubten dann schließlich das Ergebnis auf 4:1 hoch, das am Ende um ein Tor zu hoch ausfiel.

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