18. August 2019, 20:23 Uhr

Kein Ende der Talfahrt

18. August 2019, 20:23 Uhr
Kein Tor: Fernwalds Nicolas Strack (Nr. 13) scheitert an Neuhofs Torwart Ahmed Hadzic, SV-Spielführer Branimir Velic (Nr. 20) kann nichts mehr machen. (Foto: fro)

Der erhoffte Befreiungsschlag für den FSV Fernwald blieb am Samstag aus. Nach der 1:2-Niederlage am ersten Spieltag musste sich die Elf von Karl-Heinz Stete dem Mitaufsteiger aus Osthessen auch vor eigenem Publikum mit 0:2 geschlagen geben. Damit belegen Louis Goncalves und Co. weiterhin ohne Zähler den letzten Tabellenplatz der Fußball-Hessenliga. Während der FSV-Trainer im Sportheim bei der Pressekonferenz Rede und Antwort stand, diskutierte die Sportliche Leitung um Marko Semlitsch, Günter Hühn und Lutz Becker abseits des Geschehens über die aktuelle Situation.

Stete hatte eine mutige Aufstellung gewählt, bei der er mit Dominik Völk, Kevin Bartheld und Felix Erben drei der etablierten Spieler zunächst auf die Bank verbannte. Da zudem Torjäger Rafael Szymanski aufgrund einer im Pokalspiel in Burg zugezogenen Zerrung ausfiel, bildeten die beiden Neuzugänge Nicolas Strack und Max-Peter Mohr das Sturmduo. In der Viererkette erhielten Danny Fischer, Julian Bender, Luke Dettki und Milos Milosevic das Vertrauen, während Mirco Geisler, Malte Simon und Ufuk Ersentürk Louis Goncalves im Mittelfeld unterstützen sollten. Die FSV-Elf zeigte von Beginn an viel Herzblut und warf sich in jeden Zweikampf hinein. Allerdings merkte man im Spielaufbau die Verunsicherung. Die Gäste aus Neuhof versuchten hieraus Kapital zu schlagen und liefen die FSV-Spieler immer wieder früh an. Ein SV-Freistoß durch Anastasov landete auf der Latte des FSV-Tores (20.). Nach Pass von Max-Peter Mohr setzte sich Nicolas Strack mit Tempo auf der linken Außenbahn durch, traf beim Abschluss aus spitzem Winkel aber nur das Außennetz (22.). Als Danny Fischer eine gegnerische Flanke unterlief, donnerte Baris Özdemir das Leder an den Innenpfosten (24.). Kurz darauf nutzte Özdemir ein Zuspiel von Akif Kovac zum 1:0 für die Gäste (29.). Nicolas Strack scheiterte nach einer Geisler-Flanke per Volleyabnahme an Ahmed Hadzic (32.). Kurz darauf vereitelte der SV-Keeper gegen Mirco Geisler erneut den möglichen Ausgleich (34.). Auf der Gegenseite konnte sich Stephen Jäckel, der nach überstandener Gehirnerschütterung das Tor der Hausherren hütete, bei einer Doppelchance von Petar Krastov und Akif Kovac auszeichnen (36.). Als Ufuk Ersentürk den aus dem Strafraum hinauslaufenden Ivan Mamusa zu Fall brachte, entschied Schiedsrichter Daniel Heist auf Strafstoß. Zahlreiche Zuschauer auf der ballnahen Seite berichteten unabhängig voneinander, dass der Kontakt deutlich außerhalb des Strafraums gewesen sei. Baris Özdemir nahm das Geschenk an und verlud Jäckel vom Kreidepunkt (45.).

Nach dem Seitenwechsel brachte Stete Kevin Bartheld für Max-Peter Mohr. Diese Maßnahme hätte fast gegriffen, doch Bartheld setzte einen Rückpass von Louis Goncalves über den Querbalken (46.). Auch nach einer Stunde Spielzeit war es Bartheld, der nach einem Geisler-Pass freie Bahn hatte. Petar Krastov und Torwart Ahmed Hadzic machten die Chance aber zunichte. Kurz darauf zog der FSV-Trainer alle offensiven Register und brachte mit Felix Erben und Cameron Stoke zwei weitere Stürmer (65.). Erben scheiterte kurz darauf am Hadzic (66.). Den Hausherren fehlte in der Schlussphase das Matchglück, als Felix Erben nach Rückpass von Strack am starken Hadzic scheiterte (81.), und Julian Bender nur den Pfosten traf (82.). Symptomatisch für die Offensivausbeute der Stete-Elf war die letzte Aktion der Partie, als Felix Erben freistehend an einer Bartheld-Flanke vorbeisäbelte (90.+2).

»Wir haben Moral gezeigt, haben leidenschaftlich gekämpft und sind volle Pulle marschiert. Ich kann meiner Mannschaft, deren ältester Spieler 27 Jahre alt war, lediglich den Vorwurf machen, dass sie die zahlreichen Chancen nicht genutzt hat. Wir müssen geduldig weiterarbeiten«, sagt Stete. Ob dem FSV-Trainer dabei das Vertrauen von Vereinsseite weiterhin geschenkt wird, kann der 52-Jährige nicht beeinflussen. »Schauen wir mal und warten ab«, so Stete.

FSV Fernwald: Jäckel; Fischer, Bender, Dettki, Milosevic (ab 65. Erben), Simon (ab 65. Stoke), Geisler, Goncalves, Ersentürk, Mohr (ab 46. Bartheld), Strack.

SV Neuhof: Hadiz; van der Waart, Yanez, Özdemir (ab 82. Yoo), Krastov, Anastasov, Velic, Kovac, Bagaric, Mamusa, Vujica (ab 89. Bräuer).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Heist (Kassel). - Zuschauer: 160. - Torfolge: 0:1 (29.) Özdemir, 0:2 (45.) Özdemir. - Gelbe Karten: Milosevic - van der Waart, Bagaric.

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