29. August 2019, 17:56 Uhr

Klassensieg für Schwedt/Wichura

29. August 2019, 17:56 Uhr
Der Peugeot aus Hungen vor großer Kulisse. Tausende Zuschauer säumen die Strecken des WM-Laufs. (Foto: awp)

Für die deutschen Rallyefans und die aktiven Teams ist der deutsche Weltmeisterschaftslauf im August das Highlight des Jahres. Neben den Teams, die um Punkte in der höchsten Rallyeliga kämpfen, stellen sich auch immer wieder nationale Teams der Herausforderung. Im Gegensatz zu den nationalen Rallyes geht der WM-Lauf über vier Tage, es werden deutlich mehr Wertungsprüfungen gefahren, welche auch noch länger sind. Außerdem sind die Anforderungen aufgrund der unterschiedlichen Strecken-Charakteristika im Saarland, Hünsrück und an der Mosel besonders hoch.

Reiner Hahn aus Lich und sein Copilot Stefan Schork (Grünberg) wollten es in diesem Jahr noch einmal wissen und hatten zum zweiten Mal nach 2014 ihre Nennung abgegeben.

Am Anfang jeder Rallye steht, neben dem Abfahren der Strecken, um den Aufschrieb für die spätere Hatz zu erstellen, auch die technische Abnahme. Hierbei überprüfen Technische Kommissare der FIA (Automobil Weltverband) die Fahrzeuge auf Sicherheit, Zulassung und Regelkonformität.

Das bei einem WM-Lauf auch hier höhere Maßstäbe angesetzt werden, bekam das mittelhessische Team dann zu spüren. Ein technisches Detail wurde von den Kommissaren als nicht korrekt eingestuft, und somit fiel der Mitsubishi Lancer durch den Rallye-TÜV. Eine Nachbesserung war aus Zeitgründen nicht mehr möglich, und so war die Rallye für das heimische Duo zu Ende, bevor sie überhaupt begonnen hatte. »Ich bin ziemlich enttäuscht und ärgerlich, muss aber mit der Entscheidung leben«, so Hahn, der die Rallye als Zuschauer verfolgen musste.

Mit ROMO Motorsport aus Hungen nahm ein zweites mittelhessisches Team die 19 Wertungsprüfungen mit insgesamt 340 Kilometern unter die Räder. Das Team um Chef Ronald Leschhorn und seinen Sohn Nico ist schon seit vielen Jahren im Rallyegeschäft tätig. Im vergangenen Jahr gewannen sie mit Peugeot den Titel des deutschen Meisters, auch die Deutschland Rallye wurde schon des Öfteren unter die Räder genommen. Aktuell war man mit Fahrer Roman Schwedt (Heusweiler) im Peugeot 208 R2 am Start. Gemeinsam bestreitet der junge Pilot mit den Profis aus Hungen in diesem Jahr die Rallye-Europameisterschaft. Um weiter Erfahrung zu sammeln, zu testen und den Nachwuchs auf die großen Ziele der Zukunft vorzubereiten, entschloss man sich zum Start beim WM-Lauf.

Aufgrund der internationalen Erfahrung in der EM war das Ziel im Team anspruchsvoll formuliert. Der Klassensieg stand neben dem Ankommen ganz oben auf der Agenda. Mit den Anforderungen kam der 20-jährige Pilot gut zurecht und fuhr eine Rallye ohne Probleme. »Das Auto war von meinem hessischen Team perfekt vorbereitet und alles hat gut funktioniert«, so Schwedt. Mit schnellen Zeiten und einer konstanten Leistung an allen vier Tagen holten Schwedt und Copilot Henry Wichura souverän und mit großem Vorsprung den anvisierten Klassensieg. In der Gesamtwertung bedeutete dies Platz 30 von insgesamt 41 Gewerteten.

»Wir sind zufrieden und haben die Klasse mit großem Vorsprung gewonnen. Auch die neue Herausforderung, die Prüfungen auf der Panzerplatte bei Dunkelheit zu fahren, hat Roman gut gemeistert. Alles in allem ein gelungener Einsatz«, so Nico Leschhorn zusammenfassend.

An der Spitze endete die Rallye mit einem Dreifach-Sieg für Toyota. Vor 222 100 Zuschauern holte sich der 31-jährige Este Ott Tänak zum dritten Mal in Folge den Sieg beim deutschen Lauf zur Rallye-WM.

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