27. August 2020, 07:10 Uhr

Fußball

Kleiner, aber feiner Kader bei Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen

In das zweite Jahr in der Fußball-Gruppenliga geht die SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen. Mit einem neuen Trainer und einem kleinen Kader.
27. August 2020, 07:10 Uhr
Engagiert, wie man ihn kennt: Stefan Hassler steht als neuer Trainer der SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen in der sportlichen Verantwortung. ARCHIVFOTO: FRO

Die SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen geht das Abenteuer Fußball-Gruppenliga im zweiten Jahr ihrer Ligazugehörigkeit mit einen neuen Trainer und einem kleineren Kader an. Im Kampf um den Klassenerhalt wird es nach Auskunft von Klassenleiter Jörg Wolf (Cölbe) auch in dieser Saison keinen Punktabzug wegen des weiterhin fehlenden Unterbaus geben.

Die aktuelle Situation: Mit einem Quotienten von 1,33 belegte die SG in der coronabedingt abgebrochenen Saison 2019/20 den 14. Tabellenplatz und wäre im Falle, dass der außerordentliche Verbandstag nicht für einen Verzicht von Absteigern gestimmt hätte, als einer von vier Vereinen in die Kreisoberliga Süd abgestiegen. Erst in der Saison 2021/22 müssen die Rabenauer ligaunabhängig (also auch im Falle eines Abstieges in der Kreisoberliga) aufgrund des in dieser Saison fehlenden Unterbaus gemäß § 27 der Spielordnung des Hessischen Fußball-Verbandes mit einem Punktabzug von drei Zählern leben. »Der fehlende Unterbau kommt erst ab dem zweiten Jahr der Gruppenliga-Zugehörigkeit zum Tragen und wird dann in der hierauf folgenden Spielzeit mit Punktabzug bestraft«, stellt Klassenleiter Jörg Wolf gegenüber dieser Zeitung klar.

Kommen/Gehen: Mit Spielmacher Steffen Spottka und Stürmer Dominique Dearbone schließen sich zwei Spieler vom Verbandsligisten FC Turabdin/Babylon der SG an. Für den zum SV Volpertshausen wechselnden Torwart Sascha Radtke kam mit Burak Dagli im Tausch ein Keeper vom Wetzlarer Kreisoberligisten. Den Abgang von André Marius Jörg zum Verbandsligisten SG Kinzenbach und Yannik Grau zum Ligakonkurrenten FSV Schröck soll Panagiotis Apostolou vom A-Ligisten FSG Lollar/Staufenberg in der Abwehr auffangen. Vom Kreisoberligisten TSV Klein-Linden stößt Soufiane Ouassine zur SG und soll die Abgänge von Silas Vollrath und Marcel Krieb in der Offensive kompensieren. Kurzfristig konnte zudem der verbandsligaerfahrene Stasis Buividavicius, der bereits beim FSV Fernwald und beim VfB Marburg gespielt hatte, von der SG Treis/Allendorf verpflichtet werden.

Stärken/Schwächen: Der ohnehin nicht breite Kader wurde durch das Defizit zwischen Zu- und Abgängen weiter ausgedünnt. Gleichwohl besitzt die SG mit Dennis Feldbusch, Dennis Frank, Evgenij Priebe, Elvis Zuhric, Heinz Stehle und Steffen Spottka eine Reihe sehr erfahrener Spieler, die auf Einsätze in höheren Ligen zurückblicken können. Einige dieser Spieler hatten in der vergangenen Saison allerdings mit Verletzungen zu kämpfen. Mit René Nicklas, Caglayan Sen und dem ehemaligen A-Liga-Torschützenkönig Dominique Dearbone ist die SG vor allem in der Offensive sehr gut aufgestellt.

Umfeld/Trainer: Nach 18-monatiger Pause kehrt Stefan Hassler wieder als Trainer auf die Fußballbühne zurück. Zuletzt war der 51-jährige Fußballlehrer beim damaligen Gruppenligisten FC Turabdin/Babylon tätig, wo er im März 2019 seinen Platz auf der Bank vorzeitig räumen musste. Hassler kann aufgrund seiner Tätigkeiten bei Eintracht Stadtallendorf, beim VfB 1900 Gießen und beim SC Watzenborn-Steinberg auf zahlreiche Jahre als Trainer bzw. Sportlicher Leiter auf Verbands-, Hessenliga- und Regionalliganiveau zurückblicken. Zudem betreute er drei Jahre lang die A-Junioren-Hessenligaelf von Kickers Offenbach. Die Infrastruktur, die Hassler nun vorfindet, ist trotz der zur Verfügung stehenden drei Rasenplätze noch verbesserungswürdig. Vor allem bei den Trainingsbedingungen im Winter besteht aufgrund des fehlenden Kunstrasenplatzes gegenüber den Konkurrenten der Liga ein Wettbewerbsnachteil. Mit Helmut Nachtigall, Gottfried Müller als Teambetreuer und vielen weiteren ehrenamtlichen Helfern ist man bei der SG dagegen auf der administrativen Ebene sehr gut aufgestellt und wird dem neuen SG-Trainer zur Seite stehen.

Prognose: Auf die SG wird erneut eine harte Saison zukommen. Das Ziel muss der Klassenerhalt sein. Mit 17 Feldspielern und zwei Torhütern ist der Kader für eine lange Spielzeit sehr dünn. Hier dürfen keine größeren Verletzungen oder längere Sperren auftreten. Die Hassler-Elf wird bis zum Ende um jeden einzelnen Punkt kämpfen müssen, obwohl man in dieser Spielzeit noch von der Hypothek des Abzuges von drei Punkten verschont bleibt.

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