18. Dezember 2019, 22:51 Uhr

Klimpke fällt aus

18. Dezember 2019, 22:51 Uhr

HSG Wetzlar


Teil zwei der Deutschlandtournee der HSG Wetzlar in der Handball-Bundesliga. Heute Abend um 19 Uhr (Sky live) ist die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider bei den Füchsen Berlin gefordert. Nach einer Übernachtung in der Hauptstadt geht es am Freitag weiter nach Kiel, wo am Sonntag um 16 Uhr die Partie beim THW im Kalender steht.

Die Ausgangslage: Für beide Teams ist es das letzte Spiel der Hinrunde. Die Füchse können mit einem Sieg auf den vierten Platz klettern, für die HSG sieht alles so oder so nach einem einstelligen Tabellenplatz aus. »Das wäre unfassbar, der absolute Hammer«, meint Wandschneider. Doch Berlin ist gewarnt. Das letzte Spiel der Vorsaison ging an die Grün-Weißen und auch in der Vorbereitung waren sie beim Heide-Cup siegreich. »Die werden hoch motiviert sein und sind durch Velimir Petkovic taktisch immer hervorragend eingestellt«, meint der HSG-Trainer. Dazu kommt, dass die Berliner seit Anfang September im heimischen Fuchsbau verlustpunktfrei sind.

Das Bulletin: Bei der HSG fällt Stefan Kneer mit Rückenproblemen für den Rest des Jahres aus. Für ihn stand Ian Weber auf der Checkliste, doch der Youngster muss aufgrund eines Infekts passen. Eine weitere Lücke reißt das Fehlen von Torhüter Till Klimpke, der für die Spiele in Berlin und Kiel ausfällt. Das Eigengewächs hat im Training einen Wurf gegen den Kopf bekommen und wurde deshalb von Mannschaftsarzt Marco Kettrukat aus dem Trainings- und Spielbetrieb genommen. Für ihn rückt Anadin Suljakovic in den Kader, der vorwiegend in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommt. »Er ist voll ins Mannschafttraining integriert und hat zuletzt tolle Leistungen in der 3. Liga gezeigt«, erklärte HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. Auch die Füchse haben große Verletzungssorgen. Mattias Zachrisson (Schulter-OP) und Simon Ernst (Kreuzbandriss) fehlen den Berlinern monatelang. Zudem sind die Torhüter Dejan Milosavljev und Silvio Heinevetter verletzt (beide Knieprobleme). Neben Ex-Nationalspieler Martin Ziemer wird somit erneut Fredrik Genz im Kader stehen, der eigentlich für den TUSEM Essen in der 2. Liga aufläuft. Abwehrchef Jakov Gojun laboriert noch an einer Rippenprellung.

Wundertüte Wetzlar: Am Wochenende überraschten die Grün-Weißen mit dem Sieg in Leipzig. Garanten dafür waren eine starke Abwehrleistung und eine insgesamt überzeugende Mannschaft. »Mit Viggo Kristjansson haben wir praktisch einen Joker gezogen. Er hat dort sein bestes Spiel abgeliefert, das war eine grandiose Vorstellung von ihm«, lobte Wandschneider, der allerdings auch die Leistungen von Alexander Feld, Olle Forsell Schefvert, Lenny Rubin und Anton Lindskog hervorhob. Zur Vorbereitung auf die nächsten Spiele bleibt kaum Zeit, sodass Wandschneider nur Feinjustierungen vornehmen kann. »Es ist immer unangenehm, gegen Wetzlar zu spielen, da muss man 60 Minuten hellwach sein«, sagt Petkovic.

Bärenstarke Berliner: Die Favoritenrolle ist klar verteilt. »Die zweite Halbzeit gegen Kiel war phänomenal«, lobte Petkovic. »Das Spiel hat viel Kraft und Emotionen gekostet. Es war gut, dass wir dieses Wochenende frei hatten, um uns zu regenerieren und auf Wetzlar vorzubereiten.« Trotz der vielen Verletzten steht dem ehemaligen HSG-Coach ein sehr hochwertiger Kader zur Verfügung. An vorderster Front sind die Nationalspieler Paul Drux und Fabian Wiede zu nennen, die sich blind verstehen. In der Mitte spielt Jacob Holm groß auf. Mit Marko Kopljar und Stipe Mandalinic lauern im Rückraum zwei wurfgewaltige Schützen, Johan Koch und Mijajlo Marsenic sind am Kreis nur schwer zu verteidigen. Hans Lindberg ist auf Rechtsaußen eine Institution und liegt mit 120 Treffern auf dem zweiten Platz der Torjägertabelle. »Da ist es wichtig, hoch fokussiert reinzugehen und die vielen guten Dinge aus dem Leipzig-Spiel mitzunehmen«, sagt Wandschneider.

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