16. Dezember 2019, 20:51 Uhr

Kümpel ist der Matchwinner

16. Dezember 2019, 20:51 Uhr

Die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III hat den Angriff eines Verfolgers abgewehrt und bleibt in der Handball-Bezirksoberliga an der Tabellenspitze. Nach dem 28:27-Erfolg über die HSG Wettenberg II hat Dutenhofen/Münchholzhausen III bei nunmehr 21:3 Punkten den Vorsprung ausgebaut. Wie die HSG Wettenberg II weist auch die HSG Hungen/Lich, die sich mit 30:29 bei der HSG Großen-Buseck/Beuern durchsetzte, 18:6 Zähler auf. Auf die gleiche Punktzahl kommt die HSG Kleenheim/Langgöns II, die bei der HSG Dilltal zu einem deutlichen 28:21-Erfolg kam. Weiterhin auf das erste Erfolgserlebnis wartet dagegen der TV Wetzlar, der bei der HSG Marburg/Cappel trotz ansprechender Leistung mit 33:36 unterlag. Keinen Sieger gab es in den Begegnungen zwischen der HSG Linden II und der MSG Kirchhain/Neustadt, der SG Rechtenbach und der HSG Mörlen sowie im Wetterau-Derby zwischen der HSG Wettertal und der MSG Florstadt/Gettenau.

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III - HSG Wettenberg II 28:27 (11:15): Trotz der Niederlage sagte Wettenbergs Trainer Dragan Nenad: »Ich bin stolz auf meine Mannschaft.« Die Gäste traten beim Tabellenführer mit einer Verlegenheitsmannschaft an. Sogar der 38-jährige Coach stand mit auf dem Spielberichtsbogen. Dennoch war der Rangzweite dem Tabellenführer ebenbürtig. Torben Wegner, Coach der Gastgeber, musste relativ früh eingreifen, stellte die Deckung von 6:0 auf 3:2:1 um. »Dadurch haben wir Ballbesitz erzwungen«, erklärte Wegner. Zunächst einmal verlief die Partie auf Augenhöhe, ehe die Gäste die gegnerische 5:4-Führung (12.) durch Treffer von Sascha Kreutz, Florian Weidner und Valentin Quurck in einen 7:5-Vorsprung (15.) umwandelten. Daniel Müller, Luca Weimer und Dennis Agel (2) holten die Dutenhofener Führung zum 9:7 (19.) zurück. Danach aber gelangen den Gästen fünf Treffer hintereinander zur 12:9-Führung. Zur Pause lagen die Wettenberger mit 15:11 vorn. »Auch die zweite Halbzeit hat für uns gut angefangen«, berichtete Nenad. Seine Mannschaft zog bis zur 36. Minute auf 19:13 davon. In der Folge holte Dutenhofen/Münchholzhausen III auf, kam aber erst zehn Minuten vor dem Ende durch Leon Becker zum Ausgleich (22:22). Fünf Minuten vor Schluss traf Luca Kaiser zum 26:25 für die Gastgeber, die den Vorsprung ins Ziel retteten. »Wir haben zwar viele technische Fehler gemacht, aber die Mannschaft hat großen Willen gezeigt«, freute sich Wegner, der aber auch einräumte, dass sein Team Glück hatte.

Tore, Dutenhofen/Münchholzhausen III: Weimer (7/3), Dennis Agel (7), Lukas Wallwaey (4), Luca Kaiser, Becker (je 3), Rompf, Alexander Agel, Daniel Müller, Weber. - Wettenberg: Büsse (6/2), Florian Weidner (6), Felix Kreutz (5), Gerisch (4), Quurck, Schmitz (je 2), Michel Wingefeld, Sascha Kreutz (je 1).

Lob für Gästekeeper Krieg

HSG Großen-Buseck/Beuern - HSG Hungen/Lich 29:30 (13:13): »Es war ein ausgesprochen kampfbetontes Spiel«, berichtete Mario Foos, Trainer der Gastgeber. Sein Kollege aufseiten der HSG Hungen/Lich, Carsten Schäfer, schlug in die gleiche Kerbe: »Das Spiel hat von seinen Emotionen gelebt«, stellte er fest und sprach außerdem von einem glücklichen Sieg in einem »schlechten Bezirksoberligaspiel«. Zunächst aber hatten die Busecker leichte Vorteile. So erarbeiteten sich die Gastgeber nach zwölf Minuten einen 6:4-Vorsprung, doch Hungen/Lich kam binnen 45 Sekunden durch zwei Tore von Timo Metzger zum Gleichstand. 8:10 lautete der Spielstand nach 20 Minuten. Diesen Rückstand wandelten die Hausherren durch von Andre Avemann, Pascal Schüler und Nils Melka erzielte Treffer in eine 11:10-Führung um. Nach Wiederbeginn verlief die Partie weitgehend ausgeglichen. Keiner der beiden Kontrahenten ließ sich abschütteln. In der 59. Minute erzielte Gästespieler Michael Kümpel den 30:29-Siegtreffer für Hungen/Lich, deren Trainer noch Torhüter Max Krieg lobte. Diesen hatte Carsten Schäfer für den »guten Dominik Schmidt« eingewechselt. Krieg meisterte u. a. »zwei unmögliche Bälle« und hatte damit seinen Anteil am Erfolg von Hungen/Lich. Es gab aber noch einen Wermutstropfen für den Sieger: Anton Frederic Hahn verletzte sich und verlängerte damit die Ausfallliste der Gäste. Foos hob die Leistung von Pascal Schüler nach dem Wechsel im Angriff hervor, attestierte seiner Mannschaft aber eine geschlossen gute Leistung.

Tore, Großen-Buseck/Beuern: Schüler, Foos (je 6), Hirschmann (5), Avemann (4/2), Coletta (3), Biedenkapp (2), Harbach, Edelmann, Melka (je 1). - Hungen/Lich: Metzger (7), Kümpel (5/1), Kreß, Kresse (je 4), Macht (3), Blöhm, Hahn (je 2), Schmied, Diehl, Stania (je 1).

HSG Linden II - MSG Kirchhain/Neustadt 20:20 (11:11): »Leider wie in der letzten Woche eine zu niedrige Chancenauswertung«, konstatierte Lindens Trainer Conrad Melle. »Mit der Abwehrleistung bin ich zufrieden, jedoch haben wir uns im Angriff wieder zu schwer getan. Daran müssen wir weiter arbeiten.« Die Partie verlief nahezu über die gesamten 60 Minuten ausgeglichen. Als Torschütze ragte bei den Hausherren Nikolas Adamczyk heraus, der nicht weniger als zwölf Treffer erzielte und dabei drei von vier Siebenmetern verwandelte. Nach zehn Minuten stand es 4.4, 9:9 nach 25 Minuten, ehe die Gäste auf 11:9 davonzogen. Durch Treffer von Michel Vogel, Niklas Hirzmann und Adamczyk drehten die Lindener den Spieß zur eigenen 12:11-Führung (32.) um. Anschließend hatte Kirchhain/Neustadt die stärkste Phase und ging bis zur 39. Minute mit 15:12 in Führung. 18:15 für die MSG hieß es knapp eine Viertelstunde vor dem Ende. Die Lindener kämpften sich heran, doch zwei Minuten vor dem Ende lagen sie wieder mit zwei Treffern (18:20) hinten, ehe durch Adamczyk und Simon Weimer noch der Gleichstand zum 20:20 hergestellt wurde.

Tore, Linden II: Adamczyk (12/3), Brockmann (2), Höhn, Vogel, Hirzmann, Lenz, Weimer, Rüdesheim (je 1). - Kirchhain/Neustadt: Billek (4/1), Kojetinsky (4), Petersen, Mohr, Türke (je 3), Voß (2), Pelda (1).

HSG Dilltal - HSG Kleenheim/Langgöns II 21:28 (11:13): Unter dem Strich ein verdienter Gästeerfolg. »Die Kleenheimer wollten den Sieg mehr als wir«, umschrieb Dilltals Trainer Peter Küster das Engagement der Gäste. Allerdings mussten die Hausherren mit einem Handicap fertig werden. Patrick Müller stand praktisch nicht zur Verfügung. Im ersten Abschnitt hielten die Hausherren noch mit. Bis zum 10:10 (27.) verlief die Partie noch ausgeglichen, ehe sich die Gäste durch Treffer von Tim Tonhäuser, Sebastian Henze und Christian Keil auf 13:10 absetzten und unmittelbar nach Wiederbeginn durch Alexander Faatz (2) und Tonhäuser den Vorsprung auf 16:11 ausbauten. Christoph Ulm und Mario Kohlmei - bei einem Gegentreffer von Faatz - brachten Dilltal bis zur 38. Minute auf 14:17 heran, doch im weiteren Verlauf der Partie hielten die Kleenheimer die Hausherren stets auf Distanz. Als Dirk Pöchmann in der 55. Minute die Gastgeber per Strafwurf auf 19:22 heranbrachte, schien noch eine Wende möglich, doch anschließend setzte sich Kleenheim/Langgöns II wieder etwas deutlicher ab und konnte einen am Ende ungefährdeten Erfolg feiern.

Tore, Dilltal: Pöchmann (4/3), Christoph Ulm (4), Kohlmei (3), Friederichs, Malo, Heer, Funke, (je 2), Patrick Müller, Weiß (je 1). - Kleenheim/Langgöns II: Faatz (8), Keller (6/3), Keil (4), Henze, Tonhäuser (je 3), Dilges (2/1), Ewald, Eckhardt-Helmes (je 1).

Später Gegentreffer

SG Rechtenbach - HSG Mörlen 26:26 (11:14): »Betrachtet man die erste Halbzeit, ist es ein gewonnener Punkt. Hier hatten wir keinerlei Einstellung und Leidenschaft«, berichtete der Rechtenbacher Trainer Christian Kunz, der dann Kritik an den Unparteiischen übte. »In den letzten Minuten bringen uns die Schiedsrichter um den Lohn einer kämpferisch tollen zweiten Halbzeit. Aufgrund zweier zu Unrecht gegebener Siebenmeter fühlt es sich daher nach einem verlorenen Punkt an.« Sein Mörler Kollege Philipp Petriesas hatte eine andere Sichtweise: »Wenige Sekunden vor Schluss gehen die Rechtenbacher (durch Julian Thrun) in Führung. Wir wollen die schnelle Mitte spielen, die laufen durch und verhindern die schnelle Mitte, dann gab es einen Siebenmeter für uns, und den hat Sebastian Bischof reingemacht.« Der Trainer der Mörler war mit dem Auftritt im ersten Durchgang zufrieden. »Da hatten wir alles gut im Griff«, berichtete er. »Auch im Angriff.« Vor der Pause verlief die Partie zunächst ausgeglichen, ehe sich die Gäste nach dem 9:9 (19.) durch Niklas Otto, Sven Langsdorf und Julian Wulf auf drei Tore absetzten und diesen Vorsprung mit in die Kabine nahmen. Im zweiten Durchgang baute die HSG die Führung sogar leicht aus (15:19/40.), ehe die Rechtenbacher Julian Viehmann (2) und Bastian Schmidt ihre Mannschaft bis zur 45. Minute auf 18:19 heranbrachten. Viehmann sorgte in der 50. Minute sogar für die 21:20-Führung und läutete eine spannende Schlussphase ein. »In der zweiten Hälfte sind wir nicht mehr so richtig in Erscheinung getreten«, bemängelte Petriesas die Angriffsleistung seines Teams in diesem Abschnitt, der wegen des späten Treffers allerdings einen für Mörlen versöhnlichen Ausgang nahm.

Tore, Rechtenbach: Viehmann (9), Schmidt (6/2), Frosch (3/2), Kaluza (3), Cislaghi, Thrun, Mäß, Molling, Diehl (je 1). - Mörlen: Bischof (9/6), Sebastian Dietz (6), Langsdorf (4), Otto (3), Christian Birkenstock (2), Max Breitenfelder, Wulf (je 1).

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