17. November 2019, 21:43 Uhr

Lob für Tiby, Kritik an Kaminski

17. November 2019, 21:43 Uhr

Gießen 46ers


Kumpel-Duell: Für Benedikt Turudic, den Center des Mitteldeutschen BC, war die Begegnung in der Osthalle keine normale Bundesligapartie. »Es ist etwas ganz Besonderes, nach Hause zu kommen und vor der Familie und den Freunden und gegen ein Freund zu spielen«, sagte der 22-Jährige vor dem Kellerduell bei MagentaSport. Sein bester Kumpel ist 46ers-Flügelspieler Alen Pjanic, der seinen Spezi einmal beim Dunking-Versuch mächtig abräumte. Dennoch zeigte Turudic eine starke Partie. Er erzielte mit 23 Punkten seine Karriere-Bestleistung, war damit Topscorer der Weißenfelser, bei denen er seit 2016 unter Vertrag steht. Zuvor spielte er bis zu seinem 18. Lebensjahr mit Pjanic in der Jugend der Gießener. Richtig freuen über seinen eigenen Auftritt konnte sich Turudic angesichts der 95:98-Niederlage seines Teams aber natürlich nicht.

Gelungenes Debüt: 46ers-Trainer Ingo Freyer war angetan vom Debüt seines neuen Powerforwards Matt Tiby, den der Coach direkt in die Starting Five beordert hatte. Neun Punkte und drei Offensivrebounds waren in Ordnung, was aber ganz besonders auffiel, war neben seinen schwarz lackierten Fingernägeln die Präsenz Tibys. Nachdem er vor drei Tagen aus Cremona in Italien nach Gießen gekommen war, gab er von Beginn an lautstark Kommandos auf dem Feld, ging kompromisslos zum Rebound und scheute keinen Wurf. »Besonders gefallen hat mir seine Eins-gegen-eins-Verteidigung«, lobte Freyer. Und auch 46ers-Geschäftsführer Heiko Schelberg war zufrieden: »Matt Tiby hat solide gespielt, Verantwortung übernommen und die nötige Ruhe ausgestrahlt. Das hat er super gemacht.« Wie die Gießener den Zugang finanzieren, wollte Schelberg nicht verraten: »Nachverpflichtungen sind nie einfach. Wir stehen eben alle gemeinsam zusammen. Wir wussten, dass wir handeln müssen. Also haben wir gehandelt.«

Misslungenes Debüt: Björn Harmsen steht nicht in einer Reihe mit anderen Ex-Trainern der Gießen 46ers. Während Denis Wucherer bei seinen Besuchen mit seinem Würzburger Team in die Osthalle überaus freundlich begrüßt wird, war Harmsens Rückkehr bei seinem Debüt als neuer Trainer des Mitteldeutschen BC weitgehend emotionslos. Zwei Jahre lang war er Headcoach in Gießen gewesen. Nach dem sportlichen Abstieg in der Saison 2011/2012 (und dem späteren Klassenerhalt via Wildcard) war sein Vertrag nicht verlängert worden. »Die Intensität, die wir in der zweiten Hälfte aufs Feld gebracht haben, hat überhaupt nicht gereicht. Aus welchem Grund auch immer«, analysierte Harmsen und deutete zwischen den Zeilen konditionelle Defizite bei seinem Team an. Was auch als Kritik an seinem Vorgänger Wojciech Kaminski gewertet werden kann. (kus)

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