13. Dezember 2019, 21:51 Uhr

Lock-Elf braucht ein Fußball-Wunder

13. Dezember 2019, 21:51 Uhr
Marvin Göltl im Fernwalder Tor muss in der Hessenliga zu oft hinter sich greifen. FOTO: FRO

Die Gemütslage der beiden heimischen Hessenligisten könnte zum Weihnachtsfest unterschiedlicher nicht sein. Während beim Tabellenletzten FSV Fernwald acht einsame Pünktchen unter dem Weihnachtsbaum liegen, konnte der SC Waldgirmes seine Bilanz zum Jahreswechsel durch die beiden Drei-Punkte-Päckchen gegen den TuS Dietkirchen auf 29 Zähler ausbauen. Der Elf von FSV-Trainer Benjamin Lock kann zum Erreichen des Klassenerhaltes scheinbar nur noch ein Fußball-Wunder helfen, während das Team von SC-Trainer Otmar Velte seinem Ziel, auch in der kommenden Saison um Hessenligapunkte spielen zu dürfen, zuletzt einen großen Schritt näher gekommen ist.

Zwei Siege, zwei Unentschieden und 17 Niederlagen stehen für den Aufsteiger aus Fernwald bislang zu Buche. Nach fünf Niederlagen zum Saisonstart sowie dem Hessenpokalaus beim Gruppenligisten SSC Burg erfolgte frühzeitig die Trennung von Aufstiegstrainer Karl-Heinz Stete. Co-Trainer Benjamin Lock wurde nach einer kurzen Zeit als Interimstrainer mit einem Vertrag als Cheftrainer bis zum Saisonende ausgestattet. Dennoch waren die Fernwälder auch in der Folgezeit oftmals nicht vom Glück beseelt und scheinen dem direkten Wiederabstieg in die Verbandsliga Mitte entgegenzusteuern.

Die Spieler des FSV wären aber keine leistungsorientierten Sportler, wenn sie nach der Winterpause nicht nochmals das feste Ziel, so viele Punkte wie möglich auf der Habenseite verbuchen zu wollen, vor Augen haben würden. So schwebt ein Fünkchen Hoffnung über dem bislang unglücklich agierenden Aufsteiger. Bei nur drei Absteigern beträgt der Rückstand auf den FV Bad Vilbel und den TuS Dietkirchen zwölf Punkte. Die Plätze 14 und 15 sind somit noch nicht völlig außer Sicht.

Ein guter Start nach der Winterpause wird wichtig sein, aber auch die nötige Konstanz über die gesamten 90 Minuten, die im bisherigen Saisonverlauf oftmals fehlte. Zu viele Punkte wurden in der Schlussphase aus der Hand gegeben. Eine gute Trainingsarbeit in den Monaten Januar und Februar soll die konditionellen Defizite, die sich nach der durchwachsenen Sommervorbereitung ergeben haben, beheben. Bei der Qualität des FSV-Kaders ist es nicht völlig ausgeschlossen, dass man den Klassenerhalt mit einer Serie noch selbst erreichen kann. Der Blick der Lock-Elf wird aber stetig auch in die Regionalliga Südwest und die dritte Liga gehen. Dort wird die Frage beantwortet, welche Mannschaften im Falle eines Abstieges einen Einfluss auf die Konstellation in der Hessenliga haben könnten.

Sollten aus der Regionalliga Südwest der FC Gießen und/oder der FSV Frankfurt in den sauren Abstiegsapfel beißen müssen, so erhöht sich die Zahl der Absteiger aus der Hessenliga in die Verbandsliga auf bis zu maximal fünf Vereine. In diesem Falle beträgt der Rückstand von Louis Goncalves und Co. zum rettenden Ufer bereits 16 Punkte, was den Kampf um den Klassenerhalt vor den ausstehenden 13 Spielen bei maximal 39 zu erreichenden Zählern zu einer Herkules-Aufgabe werden ließe.

Puffer von neun Punkten

Wesentlich entspannter können Kian Golafra und Co. die Winterpause genießen. Die Elf des SC Waldgirmes konnte in den letzten vier Begegnungen drei eminent wichtige Siege gegen den KSV Baunatal (1:0) und den TuS Dietkirchen (3:1 und 3:2) einfahren. Das Polster zur Abstiegszone beträgt immerhin neun Punkte, auf die letzten drei Mannschaften der Tabelle haben die Lahnauer einen Puffer von 14 Zählern. Neben dem personellen Umbruch im Sommer hatte Neu-Trainer Otmar Velte auch mit zahlreichen Verletzungsproblemen zu kämpfen. Barbaros Koyuncu konnte erst am elften Spieltag ins Geschehen eingreifen, während Robin Dankof bereits im siebten Spiel für seinen neuen Verein durch einen in Griesheim erlittenen Schien- und Wadenbeinbruch außer Gefecht gesetzt wurde.

So musste man nach dem erfolgreichen Saisonstart mit 16 Punkten aus den ersten acht Spielen auch eine Talsohle durchschreiten, als in den folgenden neun Partien lediglich vier weitere Zähler eingefahren werden konnten. Nach den drei imposanten Siegen zum Jahresabschluss geht es nun aber wieder aufwärts - und so darf man hoffen, dass der SC Waldgirmes sich aus dem Abstiegskampf heraushalten kann.

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