17. Februar 2019, 21:56 Uhr

Lumdatal lässt sich nicht beirren

17. Februar 2019, 21:56 Uhr
Mit sieben Treffern beste Werferin der HSG Lumdatal beim Landesliga-31:18 über die HSG Goldstein/Schwanheim war Selina Sauer (2), die hier abschließen oder Franziska Müller (6) am Kreis anspielen kann. (Foto: Vogler)

In der Handball-Landesliga der Frauen zieht der verlustpunktfreie Spitzenreiter HSG Lumdatal weiter einsam seine Kreise, derweil es die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen verpasste, mit einem Sieg im Kellerderby gegen den TV Idstein einen entscheidenden Schritt Richtung Ligaerhalt zu machen.

Weniger als 100 Prozent genügen

HSG Lumdatal - HSG Goldstein/Schwanheim 31:18 (16:11): Der Tabellenführer konnte sein Heimspiel gegen die Goldstein/Schwanheim sicher gewinnen. Der Beginn der Partie war aus Sicht der Gastgeber nicht so erfreulich. Lumdatal lag nach zehn Minuten mit 3:5 im Rückstand. »Wir sind eigentlich nie so richtig ins Laufen gekommen«, so Trainer Michael Gilbert nach Spielende. Er freute sich aber darüber, dass seine Damen mittlerweile eine Sicherheit im Spiel haben, die es ihnen auch erlaubt, nicht immer 100 Prozent abrufen zu müssen. »Uns war klar, dass der Gegner irgendwann eine schwache Phase haben wird, da wollten wir zuschlagen – und genauso ist es gekommen.«

Die Damen aus der Rabenau konnten binnen weniger Minuten in der zweiten Halbzeit von 16:12 (32.) auf 23:12 (41.) davonziehen. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt natürlich entschieden. Es spielte auch keine Rolle, dass genau in dieser Phase gegen Nina Hasenkamp eine Rote Karte ausgesprochen wurde. In der 51. Minute war die Führung auf 13 Tore angewachsen. Bis zum Schlusspfiff ändere sich an diesem Abstand auch nichts mehr.

Lumdatal bleibt weiterhin ohne Verlustpunkte und kann sich so langsam auf den März konzentrieren. Hier kommt es zu den alles entscheidenden Spielen gegen die Verfolger aus Leihgestern und Eddersheim.

Lumdatal: Olemotz, Schön; Sauer (7/3), Schlapp (5), Elmshäuser (1), Müller F. (5), Schmidt (5/1), Hasenkamp (4), Müller M., Fuhr (1), Bulling (1), Smajek (1), Cybulski, Althen (1). - Goldstein/Schwanheim: Manger, Porceddu; Scholz (3/2), Sitzius, Beuth (2), Wollmann, Lubina (4/2), Bulic (4), Susic, Kasartzoglou (4), Sauer (1), Zimmer. - Schiedsrichter: Fikus/Stieber. - Siebenmeter: 4/4:6/3. - Zeitstrafen: 6:18. - Zuschauer: 50.

Revanche gelungen

TSG Leihgestern - HSG Eibelshausen/Ewersbach 34:23 (18:19: Trotz einiger Sorgen konnte Trainerin Jonna Jensen sich entspannt das Spiel von der Seitenauslinie anschauen. Ihre Damen gewannen sicher gegen Eibelshausen/Ewersbach. Ihnen ist somit eine sehr deutliche Revanche für die Hinspielniederlage gelungen.

Leihgestern verteidigte mit einer aggressiven 6:0-Abwehr und konnte so immer wieder leichte Tore über die erste und zweite Welle erzielen. »Wir haben heute gut verteidigt und hatten auch eine gute Torfrau zwischen den Pfosten stehen«, so Trainerin Jonna Jensen. Sie hofft, dass sich die kranken und verletzten Spielerinnen im Laufe der Woche wieder zurückmelden, denn es geht am nächsten Wochenende gegen Eddersheim. Dies ist das Spiel des Zweiten (Leihgestern) gegen den Dritten. Bei einer Niederlage wäre die Meisterschaft wohl zu Gunsten der HSG Lumdatal entschieden.

Über den Spielverlauf gibt es nicht viel zu ergänzen. Die Gäste scheiterten häufig an der Abwehr der TSG Leihgestern und eben diese konnte aus den gewonnenen Bällen sehr oft über ein hervorragendes Tempospiel die noch nicht formierte Abwehr der HSG überlaufen. In der 45. Minute betrug der Vorsprung sogar 13 Tore (28:15). Bis zum Abpfiff konnten die Gäste noch etwas Ergebniskorrektur zum 34:23-Endstand betreiben.

Leihgestern: Türk; van Wickern, Heller (3), Walther (1), Penning (2), Fina (2), Appel (2), Reeh (4), Schulz (7), Friedrich (4/3), Kunzig (2), Viebahn (2), Steinhaus (5). - Eibelshausen/Ewersbach: Plutzas, Eckhardt; Manderbach (1), Hermann (3), Tirjan (1), Jaksch, Müller D. (7), Ivetic (5), Müller J., Schmidt, Eckhardt, Nikolovska (6/2). - Schiedsrichter: Jacobi/Thiele. - Siebenmeter: 3/3:3/2. - Zeitstrafen: 4:4. - Zuschauer: 100.

Starke zweite Hälfte

TSV Griedel - HSG Kleenheim-Langgöns II 15:26 (9:10): Der TSV Griedel hatte in der Vorrunde mit 28:20 in Oberkleen gewonnen, im Rückspiel setzte sich die HSG Kleenheim-Langgöns II in der Butzbacher Sporthalle beim angeschlagenen TSV Griedel unerwartet deutlich mit 26:15 (10:9) durch.

Die Gastgeberinnen legten gut los und führten mit 5:2 (12.). Beim 8:8 (25.) konnte Lauren Bretz erstmals für den Gast ausgleichen. Griedel nahm seine Torhüterin (bei einer Zeitstrafe) zu Gunsten einer Feldspielerin heraus und die siebenfache Kleenheimer Torschützin Tabea Neul traf 47 Sekunden vor dem Pausenpfiff zum 9:9 ins leere Griedeler Tor und vier Sekunden vor Halbzeit noch einmal ins verwaiste Griedeler Tor zur Kleenheimer 10:9-Pausenführung. Gästetrainer Tim Straßheim wertete dies als ein Signal für seine Mannschaft, die dann nach knapp fünf Minuten im zweiten Abschnitt durch Emelie Bachenheimer – eine von drei starken A -Jugendspielerinnen – mit 14:9 (35.) in Führung ging. Die Gastgeberinnen »probierten alles«, wie deren Trainer Martin Schmitt sagte, »aber besonders in der zweiten Halbzeit ging gar nichts mehr«. Madelene Dietz verkürzte auf 12:17 (45.), ehe Julia Grygar und die A-Jugendliche Nina Eggers auf 19:12 (48.) schon vor entscheidend erhöhten.

Jubel im Gästelager. »Grundstein für unseren Sieg war eine bewegliche 6:0-Deckung mit zwei guten Außen, die gut verteidigt und über 60 Minuten gut gespielt haben«, formulierte Tim Straßheim.

TSV Griedel: Scheffer, Pauline Wicke; Wawrzinek (3), Heisiph, Gros, Jacqueline Schmitt (4/2), Brück, Katarina Dietz (1), Theresa Wicke (2), Frank (2), Madelene Dietz (3). - HSG Kleenheim-Langgöns II: Altenheimer (bis 53.Min.), Stahl (ab 53.Min.); Marwald (1), Bachenheimer (2), Eggers (3), Neul (7/3), Hänsel (2), Eisenhardt (1), Kuschel, Grygar (3), Kreß, Rüspeler (2), Bretz (3), Schepp (2). - Im Stenogramm / Schiedsrichter: Sabine Debus / Hermann Schön (HSG Herborn/Seelbach). - Zuschauer: 40. - Zeitstrafen: 6:8 Minuten. - Siebenmeter: 5/2:3/3.

Situation verschärft

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen – TV Idstein 25:27 (11:12): Mit dieser Niederlage spitzt sich die Situation für die Mittelhessinen im Abstiegskampf zu. Nicht nur die Partie, sondern auch den direkten Vergleich verliert die HSG gegenüber Idstein aufgrund der 22:24-Hinspielniederlage. Während Idstein sein Punktekonto auf 10:18 stellte und Platz 9 einnimmt, hängt Dutenhofen mit 8:20 Punkten auf dem ersten Abstiegsplatz, Tabellenplatz 10.

Zu Beginn des Spiels entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem sich keine der beiden Mannschaften absetzen konnte. Zwar gingen die Gäste mit 3:0 in Führung, postwendend glich die HSG zum 3:3 aus (8.). Jedoch zog Idstein erneut vor der Pause auf 11:7 davon und forderte damit einmal mehr die bereits gezeigten, moralischen Qualitäten der Gastgeberinnen. Lisa Naumann traf mit dem Pausenpfiff zum 11:12-Anschluss.

»Knackpunkt war die Phase nach der Pause, als Idstein uns enteilte und wir völlig den Faden verlieren«, so HSG-Trainer Sebastian Roth. Was er damit meinte? Aus dem 11:12-Halbzeitstand wurde bis zur 40. Minute die vorentscheidende 19:12-Führung für den TV Idstein. Mit unfassbarem Willen gelang Dutenhofen sechs Minuten vor dem Ende nochmal der 22:23-Anschlusstreffer – zu mehr sollte es allerdings nicht mehr reichen. »Wir haben unfassbar gekämpft, aber uns auch selbst im Weg gestanden«, so ein enttäuschter Roth.

Dutenhofen/Münchholzhausen: Scholz, Pafla, Naß – Otto, Klein (1), Miriam Schmidt (10), Majstorovic (4/2), Naumann (3), Bender (5), Nöh, Neumann, Lüling (1), Hahn (1), Sina Schmidt. - Idstein: Elden, Petek – Müller (4), Pokoyski (3), Pauler (4), Caroline Reichert, Höhne (3), Schrodt, Amstutz (2), Nessel (2), Yvonne Reichert (1), Köhler, Ruchti (8/2). - Zeitstrafen: 2:2 Minuten. - Schiedsrichter: Schäfer/Schmidt. - Zuschauer: 50.

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