13. Oktober 2020, 22:21 Uhr

Neuen Mittelblock etablieren

13. Oktober 2020, 22:21 Uhr
HSG Wettenberg vor dem Start in die Handball-Oberliga-Saison 2020/21 (hintere Reihe, von links): Christian Büttner, Martin Risse (Co-Trainer), Tim Anhäuser, Luca Weber, Max Panther, Torben Werner, Jonas Schmidt, Johannes Schwarz, Florian Weidner, Hannes Rabe, Jan Philip Christof, Julian Ruppert, Axel Spandau (Trainer); vorn (von links): Lukas Becker, Tom Warnke, Jan Stroh, Aron Weise, Philippe Oyono Essam. FOTO: HSG WETTENBERG

Ununterbrochen seit fünf Jahren gehört die HSG Wettenberg dem hessischen Handball-Oberhaus im Männerbereich an, und seit vier Jahren steht Axel Spandau in der sportlichen Verantwortung der vom TSV Krofdorf-Gleiberg, der SG Wißmar und dem TSV Launsbach getragenen Spielgemeinschaft. Die, so teilt sie auf ihrer Homepage mit, 350 Spieler/innen, 45 Trainer/innen und 21 Mannschaften angehören . Drei Ortschaften, ein Verein, heißt es weiter. Das Männerteam ist sicherlich eines der Aushängeschilder der HSG Wettenberg. Die Mannschaft hat sich in dieser Klasse etabliert und ist seit dem Wiederaufstieg im Jahr 2015 nicht einmal ernsthaft in Abstiegsgefahr geraten. Die HSG Wettenberg ist wie die anderen beiden heimischen Mannschaften eine feste Größe in der Oberliga.

Die Saison eröffnen die Wettenberger am Samstag (20 Uhr) mit dem Heimspiel gegen die SG Bruchköbel. Am 27. November (Heimspiel gegen Pohlheim) und 29. Januar (ebenfalls in eigener Halle gegen Kleenheim-Langgöns) stehen die ersten Mittelhessenderbys für Wettenberg an.

Kommen/Gehen: »Der Verlust der ›alten‹ Spieler« ist sicherlich erst einmal zu kompensieren«, stellt Axel Spandau fest. Konkret: »Wir müssen einen neuen Mittelblock konstruieren, und der muss sich einspielen.« Der Wettenberger Trainer gewinnt diesem Umstand allerdings auch eine positive Seite ab: »Es bringt aber auch die Chance mit sich, ein neues Abwehrsystem einzuspielen, um schneller in das Gegenstoßspiel zu kommen«, erklärt Spandau, der einen weiteren Aspekt nennt: »Ebenso haben wir im Angriff alte Abläufe für die Neuen und neue Abläufe für alle entwickelt.« Diese müssten allerdings noch automatisiert werden.

Eine besondere Situation habe sich im Torhüterbereich ergeben, die der HSG-Trainer wie folgt schildert: »Jan Stroh befindet sich zu einem Auslandssemester in Ungarn und wird uns in der Hinrunde fehlen. Ihn kompensieren Julian Ruppert, Jan Becker und Jan-Philip Christof aus der zweiten Mannschaft sowie der ›altinternationale‹ Christian ›Gio‹ Büttner. Er soll mit seiner Erfahrung die jungen Ruppert und Becker unterstützen.« Und dann gewährt Spandau einen kleinen Einblick in die Trainingsarbeit: »Co-Trainer Martin Risse arbeitet seit Wochen hervorragend mit den Torhütern und wird ihnen mit wertvollen Tipps und Tricks weiterhelfen.« Auch in anderen Bereichen muss der veränderten personellen Situation Rechnung getragen werden. »Am Kreis werden wir sicherlich ein anderes Spiel zeigen können«, stellt Spandau fest und ergänzt, »im Rückraum muss sich gerade Hannes Rabe noch an den harzfreien Handball gewöhnen. Mit Aron Weise haben wir nach fast zwei Jahren unseren Rückraumschützen als ›Neuzugang‹ zu verzeichnen.«

Stärken/Schwächen: »Die Berg-und-Tal-Hinrunde und die beste Rückrundenmannschaft der Lockdown-Saison«, wie Axel Spandau ausführt, »sollten uns die Augen öffnen und mehr Konstanz bilden lassen, denn unsere Stärke ist das gemeinsame Trainieren und Handeln auf der Platte«, hebt Spandau hervor, was das Wettenberger Oberligateam auch in der bevorstehenden Saison auszeichnen soll. Der Coach nennt auch den Grund: »Wir haben individuell nicht die Spieler im Rückraum, die stets pro Spiel zehn Tore werfen.« Gelingt es, dieses, wenn man so will, Defizit zu kompensieren, dann könnte die HSG an die letzten Spiele der vergangenen Saison anknüpfen.

Trainer/Umfeld: Seit dem Jahr 2016 trainiert Axel Spandau die HSG Wettenberg. Spandau hatte nie einen Hehl daraus gemacht, dass es sein Ziel ist, die Mannschaft kontinuierlich weiterzuentwickeln und junge Spieler an die Oberliga heranzuführen. Ihm zur Seite steht Martin Risse, der 18 Jahre lang das Tor der Wettenberger gehütet und danach die Ausbildung der Torhüter übernommen hat. Von einer Änderung im Umfeld der Mannschaft berichtet Spandau: »Auf der Bank wird Sebastian Kneissl Armin Krönlein und Rainer Rachowski ersetzen.

Prognose: »Unsere Zielsetzung liegt im Bereich eines einstelligen Tabellenplatzes bzw. der 30-Punkte-Marke, je nach Durchführung der Corona-Spielzeit«, sagt Spandau und fügt hinzu: »Ansonsten wollen wir schnellstmöglich Punkte sammeln, damit wir unseren Stil ohne negativen Druck weiter prägen können.« Favoriten in der bevorstehenden Saison sind in den Augen den Wettenberger Trainers die HSG Pohlheim, TuS Dotzheim und die TSG Offenbach-Bürgel.

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