24. Oktober 2020, 12:00 Uhr

Rad / Mountainbike

Noah Jung hoch motiviert zur DM

Alles ist anders. Die nationalen Meister werden nun nicht in Freudenstadt, sondern zwischen Ulm und München beim MSC Wiesenbach ermittelt. Mit dabei Noah Jung vom Team delta-bike.de
24. Oktober 2020, 12:00 Uhr
Noah Jung vom Team delta-bike.de gewinnt die DM-Generalprobe in Gedern. FOTO: BF

CrossCountry steht im Mountainbike natürlich auch für noch mehr Schnelligkeit im Gegensatz zu den Marathonrennen. Viele heimische Mountainbiker sind eher auf die Langdistanz spezialisiert, weshalb mit Noah Jung (Team delta-bike.de) nur ein Mittelhesse an der Startlinie steht. Zuletzt hatte sich Niclas Zimmer (TEAM) zu einem Startverzicht durchgerungen, zumal seine Form auf der »Kurzstrecke« zuletzt »nicht die beste gewesen« war und auch der zeitliche Aufwand momentan nicht in die Planung gepasst hätte.

Unterdessen hat der 20-jährige Jung am Sonntag seinen letzten Vorbereitungswettkampf für die DM beim Jedermann-Rennen in Gedern bestritten. Auf der 3,7 km langen und technisch anspruchsvollen Runde forcierte der Delta-Biker am Ende der zweiten Runde das Tempo und konnte sich von einer kleinen Spitzengruppe absetzen und den Vorsprung konstant bis ins Ziel ausbauen. Eine perfekte Generalprobe für den Mechatroniker bei Schunk. Zur DM: Auf einem anspruchsvollen Rundkurs über 4,2 Kilometer werden Deutschlands beste MTBler mit Wiesen- und Waldpassagen konfrontiert, auch einige technische Schmankerl hat die Strecke zu bieten. Nach jeder Runde stecken 110 Höhenmeter in den Knochen der Teilnehmer, und zwischen 75 und 90 Minuten sind die Biker in der U23-Klasse gefordert. Wir haben uns mit Jung im Vorfeld der DM unterhalten.

In diesem Jahr war/ist alles anders. Die Mountainbike-WM in Deutschland wurde nach Österreich verlegt. Somit ist die DM am Wochenende der MTB-Höhepunkt des Jahres. Wie haben Sie sich in den letzten Wochen/Monaten fit gehalten und motiviert angesichts der unsicheren Zukunftsplanung?

Über die Sommermonate war ich stets motiviert, mich fit zu halten, auch in der Hoffnung, das am Ende der Saison vielleicht doch noch ein paar Rennen stattfinden würden. Ich war super happy, als ich erfuhr, dass ab September das Warten ein Ende hat. Von diesem Zeitpunkt an habe ich die Intensität im Training langsam gesteigert und bin an einigen Marathonrennen an den Start gegangen und konnte Podiumsplätze einfahren. Nach der Hessenmeisterschaft im Marathon an meinem Hausberg Dünsberg musste ich das Training und die Rennplanung nochmals umstellen, mit Hinblick auf den Saisonhöhepunkt der DM im CrossCountry an diesem Wochenende. Mit der allgemeinen Motivation hatte ich bisher keine Probleme, da ich immer noch sehr viel Spaß auf dem Bike habe und weiterhin versuchen werde, meine persönlich gesteckten Ziele zu erreichen.

Wenn es im nächsten Frühjahr wieder nach einer ähnlichen Saison wie 2020 ausschauen sollte mit all den Unwägbarkeiten, würden Sie wieder die Form hochhalten oder die Saison abbrechen? Das Risiko, ständig zu trainieren und doch keine Rennen fahren zu können, steht schließlich immer im Raum.

Ich hoffe, dass in der nächsten Saison alles wieder beim Alten ist, was aktuell ja leider noch nicht so aussieht. Ich stehe in engem Kontakt zu meinem Trainer und wir entscheiden zusammen in kurzen Abständen über die weiteren Vorgänge und Trainingsabläufe. Vermutlich versuchen wir die Form ab April/Mai im oberen Bereich zu halten, um sich in möglichst kurzer Zeit bei Freigabe von Rennen auf diese nochmals gezielt und intensiv vorbereiten zu können. Der vorläufige UCI-Kalender für die internationalen Rennen 2021 wurde vor einigen Tagen veröffentlicht, so kann man sich zumindest grob orientieren. Die erneute Teilnahme am Heim-Weltcup in Albstadt der am 8./9.Mai 2021 stattfinden soll, wird sicherlich eines meiner großen Ziele für die kommende Saison sein.

Kommt Ihnen die Charakteristik des 4,9 km langen und mit 110 Höhenmetern gespickten Rundkurses entgegen? Mit welchen Erwartungen stehen Sie an der Startlinie?

Die DM-Strecke am Samstag beim MSC Wiesenbach kenne ich bisher nur aus einem Video. Weiteres muss man beim Streckentraining sehen. Eins ist klar, ich werde mein Bestes geben. Am Renntag hoffe ich aber auf ein gute Leistung und natürlich auf ein Topergebnis. Allerdings kann ich dies nur schwer einschätzen, weil ich ja schließlich 2020 keine große Rennerfahrung habe und dadurch nicht genau weiß, wie stark die Konkurrenz sein wird. Die Favoriten sind sicherlich Andere, aber auch die müssen erst einmal ihr Leistungspotential an diesem Tag abliefern. FOTO: HTR

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