13. Februar 2020, 22:12 Uhr

Offensivpower stoppen

Der mit 589 Toren treffsichersten Mannschaft der 2. Handball-Bundesliga, TUSEM Essen, gilt es für den TV 05/07 Hüttenberg am Samstag im Heimspiel Einhalt zu gebieten.
13. Februar 2020, 22:12 Uhr
Trainer-Rookie Jaron Siewert (M.) will TUSEM Essen in die 1. Liga führen, ehe er im Sommer Chefcoach bei den Füchsen Berlin wird. Am Samstag müssen er und sein Team im Zweitliga-Auswärtsspiel beim TV 05/07 Hüttenberg bestehen. FOTO: IMAGO

TV 05/07 Hüttenberg


Das Schaltjahr 2020 beschert dem TV 05/07 Hüttenberg fünf Februar-Spiele in der 2. Handball-Bundesliga. Die dritte Begegnung davon ist für die TVH-Handballer wieder ein Heimspiel zur gewohnten Anwurfzeit um 19.30 Uhr im Sportzentrum. Mit TUSEM Essen kommt zwar ein Team des oberen Tabellendrittels, dennoch will der TVH in diesem Jahr ungeschlagen bleiben.

Serie: »Wir sind weiter gegen die direkten Kontrahenten ungeschlagen und seit drei Spielen ohne Niederlage«, strich TVH-Trainer Frederick Griesbach nach dem letzt- wöchigen Unentschieden beim VfL Lübeck-Schwartau heraus. Erstmals hat man also in dieser Saison die Chance, in vier Spielen am Stück zu punkten. »Diese Punkte wollen wir vergolden.« Mit Essen, Coburg und Hamburg hat man nun aber drei Mannschaften der oberen Tabellenhälfte vor der Brust, zudem mit Essen und Coburg zwei im Aufstiegsrennen stark vertretene Teams.

Der letzte Spieltag: Wie im Hinspiel lagen die Mittelhessen gegen den VfL Lübeck-Schwartau mit fünf Toren zurück, holten dennoch am Ende einen Zähler. Die Moral stimmt also. Die Handballer aus Hochelheim und Hörnsheim geben sich nicht so leicht geschlagen. TUSEM Essen dagegen musste im Spitzenspiel gegen die SG BBM Bietigheim eine bittere 31:32-Heimniederlage hinnehmen, mit der man von Aufstiegsplatz zwei auf den vierten Rang abrutschte. Das ganze Spiel lag die Mannschaft des mit 26 Jahren jüngsten Zweitliga-Trainers, Jaron Siewert, in Führung, ehe Jonas Link mit seinen zwei Toren in den letzten 60 Sekunden das Spiel drehte. Siewert wird, trotz seiner noch jungen Jahre, dennoch auf alle Fälle in der kommenden Saison im Handball-Oberhaus sein. Er tritt die Nachfolge von Velimir Petkovic an und wird im Sommer Trainer der Füchse in seiner Heimatstadt Berlin.

Personal: Mit Piet Karlo ist am Wochenende Nikolai Webers zweiter Nachwuchs auf die Welt gekommen. »Niko wird gegen Essen wieder im Kader sein«, bestätigt sein Trainer, sodass nur noch Kapitän Mario Fernandes fehlen wird. Die nun wieder vorhandenen personellen Möglichkeiten weiß Griesbach zu nutzen. Hatte Christian Rompf nach zuletzt starken Leistungen am letzten Spieltag kein Glück im Abschluss, so avancierte sein Partner auf der linken Außenbahn, Robin Hübscher, mit den drei letzten Toren zu einem Garanten des Punktgewinnes, genauso wie Markus Stegefelt und Dieudonné Mubenzem. Mit zusammen zwölf Treffern ging mehr als die Hälfte der Tore auf das Konto der beiden Rückraumschützen, die beim Heimsieg gegen Eisenach zuvor kaum eine Rolle gespielt hatten, als die Rückraumreihe Björn Zintel, Hendrik Schreiber und Tomáš Sklenák auftrumpfte. Allerdings ist Tobias Hahn noch immer nicht richtig fit. »Bei Tobi müssen wir behutsam sein«, erklärt der 30-jährige TVH-Coach, warum der Linkshänder nur im Notfall kommen soll.

TUSEM: Essen ist bekannt für seine Offensivstärke. »Sie spielen mit viel Tempo und Power und erzielen den Großteil ihrer Tore über die zweite Welle und die schnelle Mitte«, hat Griesbach analysiert. Wie am Ende der Vorsaison ist das Team von der Margarethenhöhe auch nach dem 20. Spieltag die Mannschaft mit den meisten Torerfolgen und hat bereits 80 Tore mehr als der TVH erzielt.

Die Hüttenberger Defensive wird sich also in Topform präsentieren müssen. Allerdings hat TUSEM Essen auch 16 Tore mehr kassiert als die auf Platz 13 platzierten Blau-Weiß-Roten. Hier sind sie also verwundbar. »Wir haben ein Heimspiel und wollen gewinnen. Aber dafür muss bei uns alles passen und wir müssen alles aus uns rauskitzeln. Essen hat Druck und will nicht wieder in der Rückrunde den Aufstieg verspielen«, geht der TVH-Coach das Spiel zwar als Außenseiter, aber nicht chancenlos an.

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