23. Juni 2020, 22:52 Uhr

Saisonstart für Oktober erwartet

23. Juni 2020, 22:52 Uhr
Die HSG Wetzlar um Stefan Cavor geht davon aus, dass die neue Handball-Bundesliga-Saison im Oktober startet. FOTO: VOGLER

Auf seiner Sitzung am Dienstagabend legte das Präsidium der Handball-Bundesliga den neuen Starttermin für die Saison 2020/21 fest. Der Zeitplan soll aber erst am Mittwoch nach einer Telefonkonferenz mit den Vereinen öffentlich gemacht werden. Wahrscheinlich wird die Saison erst im Oktober beginnen, weil dies die Chance auf Spiele vor Publikum erhöht. Die Vereine sind in hohem Maße auf Einnahmen aus dem Ticketverkauf angewiesen.

»Ich habe mich klar für Oktober ausgesprochen - wie ich glaube auch die meisten anderen Geschäftsführer. Ich gehe davon aus, dass dies auch so kommen wird. Aber satzungsmäßig muss das Präsidium entscheiden«, erklärte gestern Abend Björn Seipp, der Geschäftsführer des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar, auf Anfrage dieser Zeitung.

Der Handball-Supercup findet nicht wie geplant am 2. September statt. »Dieser Termin ist ehrlicherweise Schnee von gestern«, sagte Liga-Präsident Uwe Schwenker der Fachzeitschrift »Handballwoche«. Weil der Pokalsieger wegen des Saisonabbruchs infolge der Corona-Krise erst im kommenden Jahr ermittelt wird, duelliert sich Rekord-Champion THW Kiel in Düsseldorf mit Vizemeister Flensburg/Handewitt um den ersten Saisontitel.

Indes wird am Beispiel Füchse Berlin deutlich, wie wichtig Zuschauer-Einnahmen für die Klubs sind: Der Bundesliga-Klub kalkuliert in der kommenden Saison aufgrund der Corona-Krise mit einer Million Euro weniger Zuschauereinnahmen. Das sagte Geschäftsführer Bob Hanning der »Berliner Zeitung« (Dienstag). »Deswegen haben wir drei Spieler gehen lassen. Je nachdem, wann wir anfangen, kann es sein, dass wir noch einen Spieler abgeben müssen«, sagte der Manager. Derzeit ist unklar, ob es lediglich Spiele ohne Fans gibt. »Wir müssen unbedingt wieder ins Spielen kommen. Wir dürfen nicht die Probleme sehen, wir müssen die Lösung finden«, sagte Hanning und ergänzte: »Im Moment ist die Zielsetzung, im Oktober anzufangen mit Zuschauerkonzepten, die dann greifen, wobei wir heute noch nicht wissen, wie es in ein paar Wochen sein wird.«

»Für mich war klar, dass ich mich natürlich mit einem Insolvenzverwalter unterhalte und dass ich auch sage, dass ich das tue. Es ist ja kein Verbrechen«, sagte Hanning. Dazu kommen wird es nach aktuellem Stand aber nicht, die Füchse sind überzeugt, einen Weg zu finden, um auch in Zukunft zu bestehen, betonte Füchse-Geschäftsführer Hanning.

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