29. Dezember 2019, 07:00 Uhr

HSG Wetzlar

Schwerer Jahresabschluss für HSG Wetzlar

Das letzte Spiel des Jahres 2019 steht für die Handballer der HSG Wetzlar in der Bundesliga an. Am Sonntag ist die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider beim SC Magdeburg gefordert.
29. Dezember 2019, 07:00 Uhr
Im Hinspiel besiegten Anton Lindskog (l.), Stefan Cavor (am Ball) und die HSG Wetzlar den SC Magdeburg mit 29:28. Foto: Vogler

HSG Wetzlar


Der Heimspielsieg der Wetzlarer haftet dem SCM noch gut in Erinnerung und so treffen die Grün-Weißen am Sonntag (13.30 Uhr) in Magdeburg auf eine ausverkaufte Halle, in der Fans wie Gegner heiß auf den Jahresausklang sind.

Noch Platz auf der Wetzlarer Torte: Bei einem Blick auf die Tabelle der Handball-Bundesliga werden sich zur Zeit viele Fachleute, Fans und Unterstützer der HSG verwundert die Augen reiben. Vor der Partie in Magdeburg leuchtet vor dem Logo der Grün-Weißen nach 19 Spielen eine »8" und die positive Punktebilanz von 20:18. Hinter den Wetzlarern reihen sich Namen wie Leipzig, Erlangen oder Göppingen ein. Die HSG Wetzlar geht bislang allein aus dem Hammer-Monat Dezember mit einer positiven Bilanz von bisher 8:4 Punkten hervor. Wetzlar setzte sich in Erlangen, Leipzig und Kiel durch, der Sieg gegen die Eulen Ludwigshafen war die Kirsche auf der Sahnetorte. Es wäre sicherlich noch ein bisschen Platz für ein paar Wunderkerzen auf dieser Torte, die man nach einer erneuten Überraschung in Magdeburg getrost schon vor dem Jahreswechsel anzünden dürfte. »Das wird ein sehr interessantes Spiel«, meinte SCM-Coach Bennet Wiegert. »Wetzlar hat in den letzten Wochen aufhorchen lassen. Wir haben zudem noch das Hinspiel im Kopf. Ich rechne mit einem engen, umkämpften Spiel.«

Magdeburg sinnt auf Revanche: Ende September unterlag Magdeburg in Wetzlar mit 28:29 und so sagt Flügelflitzer Tim Hornke auf der vereinseigenen Homepage: »Wir sind gewarnt und haben was gutzumachen am Sonntag.« Magdeburg liegt im Titelrennen um die Deutsche Meisterschaft momentan nur zwei Punkte hinter dem THW Kiel und der TSV Hannover-Burgdorf. Um die Spannung und die eigenen Chancen am Leben zu erhalten, wird der SCM alles in die Waagschale werfen, um das letzte Spiel im Jahr siegreich zu gestalten. »Wetzlar hat den THW in Kiel mit sieben geschlagen und wir haben das Hinspiel bei der HSG verloren. In der Bundesliga ist alles offen, bis Saisonende ist alles möglich«, so Hornke.

Vergleiche: Für Hornke, den Rechtsaußen des SCM, lief es beim 27:21-Erfolg bei der HSG Nordhorn-Lingen am Donnerstag fast so gut, wie bei Maximilian Holst. Der Magdeburger verwandelte acht von zehn Versuchen, davon sechs von sieben Siebenmetern. Holst war noch cooler und versenkte alle zehn Würfe vom Strich zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk. »Dahinter steckt eine ganz große Willensleistung, Hut ab vor Max«, heimste der Linksaußen ein Sonderlob seines Trainers Kai Wandschneider ein. In Magdeburg trifft Holst auf Keeper Jannick Green, der seinem Nordhorner Ex-Kollegen Robert Weber gleich zu Beginn zwei Siebenmeter abkaufte und insgesamt drei Mal Sieger im Eins-gegen-Eins blieb. Auch Wandschneider betont die Wichtigkeit der Torhüter zu diesem Zeitpunkt der Saison. »Das Torhüterspiel wird immer wichtiger in der Bundesliga. Gerade um diese Zeit, wo die Spieler alle platt sind, da brauchst du einen Torwart, der dich raus reißt.« Weitere Einzelvergleiche verbieten sich eigentlich, da der SCM im Idealfall auf allen Positionen deutlich besser besetzt ist als die Grün-Weißen.

Personal: Der Magdeburger Top-Kreisläufer Zeljko Musa, Denker und Lenker Marko Bezjak und der Rückraumrechte Albin Lagergren standen in Nordhorn zwar auf dem Spielberichtsbogen, waren aber faktisch nicht einsatzbereit. Bleibt abzuwarten, ob Wiegert wieder auf sie zurückgreifen kann und will. Bei der HSG Wetzlar fallen Stefan Kneer (entzündeter Rückennerv) und Lars Weisgerber (Knochen-Ödem) aus. Ian Weber und Anadin Suljakovic bleiben daheim, dafür macht sich Torben Waldgenbach mit auf den Weg.

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