28. Februar 2020, 07:00 Uhr

Gießen 46ers

Schwerstarbeit für die Guards der Gießen 46ers in Vechta

Die Rasta-Männer zum Vibrieren bringen. Das haben die Gießen 46ers vor. Ein Sieg in Vechta täte dem Team von Trainer Ingo Freyer im Kampf um den Klassenerhalt in der Basketball-Bundesliga gut. Der Rasta-Dome ist aber schwer einzunehmen.
28. Februar 2020, 07:00 Uhr
Sonderaufgaben in Vechta haben die 46ers-Guards um Stephen Brown (l.), der von Trainer Ingo Freyer Instruktionen erhält. FOTO: VOGLER

Gießen 46ers


Rasta Vechta belegt in der BBL-Tabelle Rang sechs. Von zehn Heimspielen gewannen die Niedersachsen sieben. Das Team von Trainer Pedro Calles ist heimstark und will am Samstag (20.30 Uhr live auf MagentaSport) gegen die Gießen 46ers die zuletzt erlittene Ein-Punkt-Auswärtsniederlage beim Letzten MBC Weißenfels vor eigenem Publikum vergessen machen.

Die Lage: Die Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt rüstet auf - oder trifft ungewöhnliche Maßnahmen. Der Tabellenletzte aus Weißenfels ist in ein mehrtägiges Trainingslager nach Slowenien gefahren, der Rangdrittletzte aus Bonn hat sich Verstärkung aus der NBA geholt. Ab sofort spielt Donald Sloan für die Rheinländer. Der 32-Jährige kommt vom chinesischen Team Beijing Royal Fighters, kann aber auf 222 NBA-Spiele verweisen, bei denen der durchsetzungsstarke Guard 66-mal startete. Während die Bonner bereits zum dritten Mal personell nachgelegt haben, setzen die Gießener auf ihren aktuellen Kader. Verstärkungen seien nicht vorgesehen beim 13. Nach den Heimsiegen gegen Ludwigsburg und Bayreuth folgten zwei Auswärtsniederlagen - in München und in Bonn. Für die schwere Aufgabe in Vechta sind Bjarne Kraushaar, Alen Pjanic und Co. bestens vorbereitet. »Wenn alle fit sind und mittrainieren können, läuft es immer gut im Training«, sagt Freyer, der keinen Ausfall beklagt. Er hat versucht, im Übungsprozess Aggressivität aufzubauen, da Vechta genau für diese Spielweise steht. »Die brauchts du, um gegen einen DiLeo den Ball nach vorne zu bringen«, so der Coach weiter. Die Vechtaner sind für ihre unorthodoxe Spielweise bekannt. Sie doppeln aus dem Nichts heraus. Da müssen die Gießener hellwach sein. Das ist Freyer bewusst, der dementsprechend reagieren muss. »Ich kenne meine Schäfchen. Der eine ist wacher als der andere. Da muss ich schauen, wie wir die Spielzeit verteilen und das kompensieren.«

Der Gegner: Rasta Vechta steuert klar auf Playoff-Kurs. Elf Siege, acht Niederlagen ist die Bilanz von Cheftrainer Calles. Zuletzt lief es für die Rastamänner nicht so gut. Die Niederlage beim Letzten in Weißenfels war sicherlich nicht eingeplant. In der Champions League wurde das Weiterkommen verpasst. Dass nun ausgerechnet Josh Young ausfällt, dürfte dem spanischen Trainer nicht gefallen. Der 31-Jährige ist der verlängerte Arm von Calles. Für den Amerikaner müssen nun die Guards Steve Vasturia und Trevis Simpson mehr Verantwortung übernehmen.

Im Fokus: Auf die Gießener Guards Stephen Brown, Teyvon Myers und Bjarne Kraushaar kommt in Vechta Schwerstarbeit zu. Die »Kleinen« der Gastgeber üben viel Druck auf die Aufbauspieler aus - vorneweg Max DiLeo, der Bruder des Ex-Gießeners TJ. Die Gießener versuchen, dies zu umgehen, indem sie mit zwei Aufbauspielern agieren werden, wenn sie nicht wie in Bonn schnell in Foulprobleme kommen. »Ich denke, die Partie wird ziemlich intensiv, und ich freue mich drauf. Wir müssen von Beginn an wach sein, unseren Rhythmus finden und die Stärken der Gegner ausschalten«, ist sich Brown der schweren Aufgabe bewusst.

Personelles: Vechta beklagt mit Comboguard Josh Young einen prominenten Ausfall. Der 31-jährige Kapitän des Rangsechsten hat sich am vergangenen Samstag bei einem Trainingsunfall den Zeigefinger seiner rechten Hand (Wurfhand) ausgerenkt. Die Verletzung war so schwerwiegend, dass der Knochen eine offene Wunde in den Finger riss. Mindestens zehn Tage muss der Zeigefinger in einer Schiene bleiben. Danach werden weitere Wochen der Reha folgen, bis Young wieder trainieren kann. Der Leistungsträger weist bislang einen Schnitt von 13,7 Punkten pro Spiel auf - bei einer Dreier-Quote von 48,4 Prozent (46 Treffer von 95 Versuchen). In Reha befindet sich weiterhin der Licher Robin Christen, der an einer Knorpelverletzung im Knie laboriert. Die 46ers verzeichnen keinen verletzungsbedingten Ausfall. Wer von den sieben Importspielern am Samstag pausieren wird, entscheidet Freyer kurzfristig. Zuletzt in Bonn erhielt Center Kendall Gray eine Zwangspause.

Das sagt Trainer Freyer: »Wenn Young nicht spielt, wird möglicherweise van Slooten mehr Einsatzzeit bekommen. Aber vielleicht spielen sie auch mit einer kurzen Rotation. Ein Grund mehr, aggressiv und mit vollem Tempo dagegen anzugehen.«

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