05. Januar 2020, 22:03 Uhr

Siegesserie der Rackelos reißt

05. Januar 2020, 22:03 Uhr
Trotz der 27 Punkte von Iduma Okpara (am Ball) mussten sich die Gießen 46ers Raceklos dem BBC Coburg geschlagen geben. FOTO: FRIEDRICH

Gießen 46ers


Nach dem 78:101 im Hinspiel unterlagen die Gießen 46ers Rackelos am Sonntag gegen BBC Coburg in der Basketball-Pro B auch auf eigenem Parkett mit 82:88 (41:46).

Symptomatisch für den Ausgang war ein Dreier, den Coburgs Topscorer Princeton Onwas in der Schlussminute nahm. Gegen den eng verteidigenden Hannes Osterwalder schweißte der US-Amerikaner die Murmel durch den Ring - und stellte vorentscheidend auf 86:76. »Es war ein intensiver Kampf«, sagte 46ers-Coach Rolf Scholz nach der Partie. Schon nach dem Seitenwechsel war es eine Dreiersalve der Franken, die das zuvor offene Spiel zum Kippen brachte. In die Kabine waren die Kontrahenten des 14. Spieltags mit einem 41:46 aus hessischer Sicht gegangen. Im Gegensatz zum Hinspiel ließ das die Rackelos aber nicht auseinanderbrechen.

»Wir haben bis zum Ende dagegengehalten, auch wenn frustrierende Pfiffe oder Körbe kamen«, lobt Scholz. Zu Fabelleistungen aufgelegt war Leon Okpara, der mit 27 Punkten über das gesamte Spiel wacker Paroli bot. Den Auftakt dominierten die Mittelhessen angeführt vom Combo-Guard sogar, der per Layup zum 10:1 ablegte. Neun Rebounds sicherte sich das Talent zusätzlich. »Die Trainer haben mir gesagt, dass ich mir über das Rebounding Energie holen soll. Das hat mir heute viel Selbstvertrauen gegeben«, so Okpara nach der ersten Niederlage nach zuletzt vier Siegen in Folge.

Erst zum Ende des ersten Spielabschnitts wurden Coburg zur tonangebenden Mannschaft. »Sie haben sehr physisch gespielt«, so Scholz. Das habe den Rhythmus gestört: Die Rackelos produzierten mehr Ballverluste als Assists. »Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen«, erklärt der Trainer selbstkritisch.

Die Franken kämpften über das gesamte Match mit einer hohen Foulbelastung. Sowohl Onwas, der mit 30 Punkten alle anderen in den Schatten stellte, als auch Tidjan Keita handelten sich früh ihr zweites und dann drittes Foul ein. Während Letztgenannter sich damit aus dem Spiel nahm, nahm Onwas erst nach dem Seitenwechsel richtig Fahrt auf. Immer wieder netzte der 26-Jährige aus allen Lagen und lieferte sich manch heftiges Wortgefecht mit 46ers-Bank und -Team.

Nach einem starken Lauf im dritten Viertel war Coburg auf 61:45 enteilt. Die Rackelos warfen aber alles in die Waagschale: Angefeuert von der stimmungsvollen Osthalle legten die Hausherren einen 12:1-Run aufs Parkett, den Okpara mit einem Dreier aus der Ecke veredelte. Als Filip Krämer mit der Sirene auf 59:62 stellte, schien eine Revanche möglich.

Coburg aber zeigte sich unbeeindruckt. Als Tim Uhlemann einen Dreier zum 69:73-Anschluss einsegeln ließ, schien die Wende abermals möglich. Gegen Onwas war an diesem Tag aber kein Kraut gewachsen. Postwendend antwortete der Mann des Spiels ebenfalls von Downtown. Viel näher sollten die Rackelos nicht mehr herankommen.

Gießen: Köpple (5), Amaize, Krämer (10), Uhlemann (11), Okpara (27), Lischka (10), Pesava (9), Lohaus (8), Osterwalder (2).

Coburg: Ebert (11), Dippold, Lorber (7), Wenzl, Urbano (10), Wolf (18), Keita (7), Bär (4), Perschnick (1), Onwas (30).

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