21. Oktober 2019, 22:23 Uhr

Spitzenreiter eine Nummer zu groß

21. Oktober 2019, 22:23 Uhr
KC
Mit Tempo zieht Orkun Mehmed, der acht Punkte für den MTV 1846 Gießen erzielt, bei der 76:94-Niederlage seines Teams an Weiterstadts Julian Pieper vorbei. (Foto: Friedrich)

Am Wochenende mussten alle drei heimischen Teams in der Basketball-Oberliga Niederlagen einstecken. Während die Gießen Pointers II in Wiesbaden mit 61:77 und der TSV Lang-Göns mit 66:78 in Marburg auswärts verloren, musste sich der MTV 1846 Gießen zu Hause mit 76:94 deutlich gegen Spitzenreiter SG Weiterstadt geschlagen geben. Die Partie zwischen dem TSV Krofdorf-Gleiberg und dem BC Gelnhausen musste verlegt werden, weil die Korbanlage in der Eduard-David Halle defekt ist.

BC Wiesbaden - Gießen Pointers II 77:61 (40:39): Gießen startete gut, konnte ein ums andere Mal erfolgreich abschließen, was nach der langen Spielpause mit vielen Urlaubern und Verletzungen laut Coach Sherman Lockhart nicht zu erwarten war. Die Partie verlief bis zur Pause weitgehend ausgeglichen (40:39), auf Pointers Seite verletzte sich Stephan Seibert jedoch schon früh und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Mit Beginn der zweiten Halbzeit verloren die Lahnstädter jedoch den Faden, sie agierten kopflos in der Offense und ließen in der Defense die letzte Konsequenz im Rebound vermissen. Lockhart nutzte alle Auszeiten, um sein Team wachzurütteln - jedoch ohne Erfolg. Zumal in Lucas Wöll verletzungsbedingt noch ein zweiter Starting-Five-Spieler ausfiel. Letztlich konnte der Rückstand nicht mehr verkürzt werden. »Wir haben die Quittung für die Trainingsleistung der letzten Wochen bekommen. Wir haben uns nach der dreiwöchigen Pause wie am ersten Spieltag präsentiert und verdient verloren«, sagte Lockhart. - Gießen: Amainze (16/2 Dreier), Arabin (6), Bender (3), Hübener, Kümmel (3), Lohwasser (5/1), Scheld (5/1), Schuhmacher (13), Seibert (3/1), Wöll (6/1).

BC Marburg - TSV Lang-Göns 78:66 (39:38): Neben der Verletztenmisere (vier Ausfälle) erwischte die Langgönser Mannschaft auch eine Erkältungswelle, so dass sie geschwächt antreten musste. Trotzdem kamen die Steinmüller-Jungs gut in die Partie, verteidigten aggressiv und zwangen Marburg zu vielen Würfen von außen. Im Angriff wurden die Center in Szene gesetzt und waren unter dem Korb nicht zu stoppen. Die zweiten zehn Minuten verliefen ausgeglichen, Marburg traf nun besser von der Dreierlinie, der TSV nutzte weiterhin die Vorteile am Brett (39:38). Nach der Halbzeitpause fanden die Langgönser aber nicht mehr zurück in die Partie. In der Offense leistete man sich unzählige Turnover und überhastete Abschlüsse, während der Marburger Schütze Phillip Ossowski nicht zu stoppen war und sechs seiner insgesamt acht Dreier verwandelte, was das zwischenzeitliche 59:43 bedeutete. Durch einen 9:2-Run zum Viertelende verkürzten die Gäste auf 52:61. Weitere zwei Dreier zu Beginn des letzten Viertels beantworteten die Gäste dank großem Willen mit dem 64:71. In den letzten fünf Minuten der Partie machten sich die vielen Ausfälle bemerkbar und die Kräfte schwanden, sodass der TSV nicht mehr entscheidend verkürzen konnte. Coach Kai Steinmüller bilanzierte: »Wir haben heute trotz der zahlreichen Ausfälle eine starke erste Halbzeit gezeigt. Im dritten Viertel haben wir kopflos agiert und es nicht geschafft, einen einzelnen Spieler aufzuhalten. Das hat uns letztlich den Sieg gekostet.« - Lang-Göns: Biallas (11), Bouffier (2), Burns (3/1), Ewert (2), Gissel (11), Petrillo (2), Pusch (4), Rejditsch (17), Remy (5), Steinbach (9).

MTV 1846 Gießen - SG Weiterstadt 76:94 (38:51): Der MTV 1846 war gegen die bisher ungeschlagenen Weiterstädter chancenlos. Nach der längeren Pause war es nicht leicht, direkt wieder den Spielrhythmus zu finden, da zuvor kein Training mit zehn Spielern zustande gekommen war. Die SG spielte cleverer und konnte sich schnell absetzen (14:4). Bis zur Halbzeitpause betrug der Rückstand für die Gießener bereits dreizehn Punkte (38:51). Auch in der zweiten Halbzeit konnte das junge MTV-Team nicht mehr verkürzen, der Rückstand wurde kontinuierlich größer. Weiterstadt überraschte Coach Filip Piljanovic und sein Team mit einer starken Trefferquote aus der Distanz - insgesamt neun erfolgreiche Dreier konnten die Gäste verbuchen. Weiterstadt trat abgezockter auf, verteidigte aggressiver und konnte einen souveränen Sieg einfahren, der auch in der Höhe verdient war. »Die fehlende Vorbereitung machte sich bemerkbar. Wir spielen nicht als Team zusammen, und in der Offense fehlt uns die Abstimmung untereinander, daran müssen wir in den nächsten Wochen arbeiten«, sagte Piljanovic. - Gießen: Carl (16/2), Orkun Mehmed (8), Schneider (9/1), Onur Mehmed (15/2), Shala(9/1), Sucke, Abolhassani (2), Bötz (6), Fernandez, Giese (11).



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