26. September 2019, 07:00 Uhr

Handball-Bundesliga

Torhüter Till Klimpke rückt in den Fokus

Der nächste schwere Brocken wartet auf die HSG Wetzlar: Der SC Magdeburg kommt in die Rittal-Arena. Auf die Till Klimpke und Anadin Suljakovic im HSG-Kasten kommt eine Menge Arbeit zu.
26. September 2019, 07:00 Uhr
Auf viele Paraden von Till Klimpke hofft die HSG Wetzlar heute gegen Magdeburg. (Foto: hf)

HSG Wetzlar


Eine Woche nach dem 34:33-Erfolg in Balingen geht’s am Donnerstag ab 19 Uhr (Sky) für die HSG Wetzlar wieder gegen ein Schwergewicht der Handball-Bundesliga. Und für den SC Magdeburg zählt in Mittelhessen nur ein Sieg. Reichlich Karten für diese Partie gibt es noch an der Abendkasse.

Torhüter-Abwehr-Problematik: HSG-Keeper Tibor Ivanisevic hat sich beim Sieg in Balingen den äußersten Knochen der linken Mittelhand gebrochen. Somit muss der Serbe vier bis sechs Wochen zuschauen. Für ihn rückt nun Zugang Anadin Suljakovic aus dem Drittliga-Team in den Kader, der von Beginn an bei der ersten Mannschaft mittrainiert hat und nun zusammen mit Till Klimpke das jüngste Torhüter-Gespann der Liga bilden wird - beide sind erst 21 Jahre jung. Suljakovic wird seine Premiere in der Bundesliga geben. Klimpke konnte bislang noch nicht an die guten Leistungen der Vorsaison anknüpfen. Um der nötige Rückhalt zu sein, benötigen beide eine stabile Abwehrformation, die HSG-Trainer Kai Wandschneider momentan aber Sorgen bereitet. Das Bollwerk der vergangenen Jahre hat in den letzten Partien Risse aufgezeigt. So kassierte die HSG im Vergleich zur Vorsaison bisher im Schnitt drei Tore mehr pro Spiel. »Wir müssen uns in der Abwehr steigern«, fordert Wandschneider, um gegen Magdeburg nicht gnadenlos unterzugehen.

Die Bilanz: Der SC Magdeburg hat sich auf der vereinseigenen Homepage die Mühe gemacht, die Bilanz zwischen beiden Vereinen zu erstellen. Dabei kam heraus, dass den Magdeburgern die Rittal-Arena liegt. Die letzten drei Spiele in Mittelhessen gingen an die Gäste, das letzte Mal gelang es der HSG im Oktober 2015, gegen den SCM zu gewinnen. Allerdings ist die Heimbilanz noch positiv. Wetzlar gelangen bisher zehn Siege, bei drei Unentschieden und acht Niederlagen. Das Unentschieden der Wetzlarer gegen die SG Flensburg/Handewitt hat aber gezeigt, dass in der heimischen Arena alles möglich ist. Dafür muss allerdings auch alles in Reihen der Grün-Weißen funktionieren und zudem die Symbiose zwischen Mannschaft und Zuschauer hergestellt werden.

Magdeburg unter Dauer-Druck: Die beiden verlorenen Partien in Melsungen und gegen die Rhein-Neckar Löwen waren ein herber Dämpfer für die Magdeburger Ziele. Ein Sieg in Wetzlar ist daher für die Mannschaft von Coach Bennet Wiegert Pflicht, um im Rennen um die Meisterschaft zu bleiben. Das nötige Personal steht dafür zur Verfügung, doch die zweite Reihe braucht noch etwas Eingewöhnungszeit. Daher schickt Wiegert bisher bevorzugt seine Stammsieben auf die Platte. In der Mitte zieht Marko Bezjak die Fäden, flankiert von Christian O’Sullivan und Albin Lagergren auf der rechten Seite. Michael Damgaard kommt im linken Rückraum häufig nur zum Zug, wenn seine individuelle Klasse als Shooter gefragt ist und es schnell gehen muss. »Er ist gut im Eins-gegen-Eins, schnell, hat eine Fackel im Arm. Damgaard kann Spiele allein entscheiden, aber eben auch verlieren«, erklärte Wandschneider. Wiegert setzt lieber auf Disziplin und eine spielstarke Formation. Am Kreis räumt Zeljko Musa alles ab, was sich ihm in den Weg stellt. »Das ist ganz schwer zu verteidigen«, sagt Wandschneider. »Bezjak und O’Sullivan spielen so lange durch, bis ein Außen oder der Kreis frei sind, oder sie selbst im Eins-gegen-Eins durchgehen können.«

Das sagt der SCM-Coach: Die beiden Niederlagen bewertet Bennet Wiegert unterschiedlich. »Im Heimspiel haben wir wirklich gekämpft, um zu gewinnen, in Melsungen haben wir uns ein bisschen ergeben. Wir wollen schnellstmöglich versuchen, wieder in die Erfolgsspur zu kommen. Wetzlar ist gut in die Saison gestartet und nach dem Punktgewinn gegen Flensburg vielleicht auch bereit, für die nächste Überraschung zu sorgen. Ich werde die Favoritenrolle nicht wegschieben, weiß aber, wie schwierig das in Wetzlar sein kann.«

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