04. September 2019, 17:26 Uhr

Trotz Niederlage nicht unzufrieden

04. September 2019, 17:26 Uhr
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Von Jan Anders

Die Begegnung von M85 Mittelhessen bei der Erstliga-Reserve des KSC Hüttersdorf zum Saisonauftakt in der 2. Kegel-Bundesliga Süd endete zwar ohne Zählbares für Martin Albach und Co., dennoch zeigte sich das Team mit dem erzielten Mannschaftsergebnis zum Einstand nicht unzufrieden.

KSC Hüttersdorf II - M85 Mittelhessen 5301:5070 (51:27/3:0): »Die Gegner erwiesen sich als der erwartet starke Gastgeber. Bei vier Zahlen um die 900 ist dort nur schwer etwas zu holen. Die Bahnen sind zwar ergiebig, gehen aber nur mit hohem Druck in dieser Ergebnisregion, was nicht jedem von uns schmeckte«, resümierte M85-Sportwart Kai Bolte nach der Partie. Im ersten Block konnten weder er (828/3) noch Alexander Lehnhausen (854/5) ihr Potenzial voll ausschöpfen, beide waren nicht zufrieden. Waren ihre Zahlen zur Halbzeit noch auf Augenhöhe mit den Gegnern (430er-Wechsel), so setzen sich diese nach und nach ab, während bei M85 die nötigen Serien von sechs Neunern und mehr, die auf solchen Anlagen nötig sind, nicht gelangen. Auch der junge, zunächst nervöse KSC-Debütant Marius Weber (869/7) konnte wie Blockpartner Dietmar Hill (901/10) nicht gehalten werden. Im Mittelblock startete Mittelhessens Neuzugang Thomas Becker (856/6), der bis auf seine dritte Bahn (195 LP) einen sehr guten Eindruck hinterließ. Martin Albach (879/8) spielte gleichmäßig stark und blies auf seiner letzten Bahn nochmals zur Attacke (240), konnte den Rückstand auf die beiden herausragenden Saarländer Wolfgang Ulrich (897/9) und Sascha Leißmann (928/12) aber nicht mehr aufholen.

Somit ging es »entspannt«, bei lediglich einer Wertung auf dem Gästekonto, in das Schlussdrittel. Doch nach einer Bahn kam plötzlich Hektik auf, als der zweite Debütant aufseiten der Gastgeber, Bernd Haffner, in seinem ersten Spiel völlig die Contenance verlor - die Kugel beim Abräumen durch die Mitte schoss und mehrere Fehlwürfe fabrizierte. Der KSC war gezwungen, zu wechseln. Nach 42 Würfen und einem miserablen Ergebnis (Halbzeit 374 LP), spielte Ersatzmann Christophe John (801/2) stark auf und übertraf am Ende sogar noch Mittelhessens René Junge (800/1) knapp, der trotz zwischenzeitlichem 30-LP-Vorsprung kaum eine Einstellung zu den Gassen fand. Mittelhessens zweiter »Bundesliga-Neuling«, Routinier Rolf Rohrbach (853/4), zeigte sich top motiviert und lieferte ein durchweg starkes Debüt ab. Die sich plötzlich eröffnende theoretische Chance auf einen Teilerfolg machte Ex-Seniorenmeister Rudolf Schrecklinger (905/11) unbeeindruckt mit einer weiteren beeindruckenden Zahl zunichte. »Unser Ziel, nach fünf Jahren endlich mal wieder Buli-Luft zu schnuppern sowie mit einer starken Mannschaftszahl Sicherheit und Zuversicht fürs Heimspiel zu tanken, haben wir erreicht«, zeigte sich Bolte trotz der Niederlage am Ende nicht unzufrieden.



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