24. August 2017, 17:48 Uhr

3 Fragen an...

Warum der A-Ligist ASV Gießen traditionell einen schlechten Start hat

Zwei Spiele, zwei Niederlagen, neun Gegentore – Der Start des ASV Gießen in der Kreisliga A Gießen ging mächtig daneben. Im Interview sagt Trainer Björn Watzke, warum das schon Tradition hat.
24. August 2017, 17:48 Uhr
Den richtigen Weg hat Björn Watzke seinen Spielern am Sonntag aufgezeigt. Mit dem 3:1 beim TSV Lang-Göns feierte der ASV Gießen seinen ersten Saisonsieg. (Foto: Friedrich)

Nach zwei Spieltagen in der Fußball-Kreisliga A Gießen standen für den ASV Gießen 5:9 Tore und null Punkte zu Buche. Am vergangenen Sonntag hatte die Mannschaft von Trainer Björn Watzke dann erstmals Grund zum Feiern – mit dem 3:1 beim TSV Lang-Göns II verbuchte man den ersten Sieg. Im Interview mit dieser Zeitung spricht der ASV-Trainer über den Start, die Zielsetzungen und die teils sehr hohen Ergebnisse.

Die ersten beiden Spiele verloren, am Sonntag in Langgöns gewonnen. Wie ist die Gefühlslage bei Ihnen, hat sich Ihr Team gefunden?

Björn Watzke: Natürlich ist mir ein Stein vom Herzen gefallen, natürlich habe ich mir den Start entspannter vorgestellt. Aber ich gebe dem Team und mir die Zeit. Gerade für mich ist es ein Lernprozess. Bei so vielen neuen Spielern braucht man einfach Geduld, um die richtige Teammischung zu finden. Die Stimmung ist auch nach den Niederlagen nie im Keller gewesen. Im Gegenteil: Am Sonntag haben sie Reaktion gezeigt. Diese Leistung rechne ich den Jungs hoch an. Auch den Spielern, die ein wenig hinten dran sind, sie stecken nicht auf und zeigen sich in jedem Training.

Auffällig bislang in der Kreisliga A Gießen, die zum Teil sehr hohen Ergebnisse. 5,8 Tore pro Spiel ist eine enorme Quote. Spricht das für die Offensiv- oder gegen die Defensivreihen? Oder ist das Leistungsgefälle in dieser Spielzeit so groß?

Watzke: Die hohen Ergebnisse haben auch mich verwundert – und ein wenig erschrocken. Mannschaften, die in der Vergangenheit stabil waren, wie zum Beispiel die SG Utphe/Trais-Horloff/Inheiden und die FSG Villingen/Nonnenroth/Hungen, haben in der Anfangsphase viel zugelassen. Trotzdem finde ich, dass die Klasse sehr ausgeglichen ist. Viele Vereine haben sich noch nicht gefunden, und es gibt einfach Abstimmungsprobleme – uns mit eingeschlossen. Daher Respekt an die Trainerkollegen, die ihre Jungs schon jetzt im Rhythmus haben.

Viele Vereine haben sich noch nicht gefunden, und es gibt einfach Abstimmungsprobleme – uns mit eingeschlossen

Björn Watzke

Wohin führt der Weg Ihres ASV Gießen in dieser Saison?

Watzke: Nach wie vor streben wir einen Platz unter den ersten sechs an. Traditionell haben wir einen schlechten Start und kommen hinten raus. So wird es auch diese Saison sein.

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