14. November 2019, 23:01 Uhr

Welche Serie reißt?

14. November 2019, 23:01 Uhr
Tim Köpple will mit den Rackelos am Sonntag den vierten Sieg in Folge feiern. (hf)

Drei Siege feierten die Gießen 46ers Rackelos zuletzt in Folge. Mit Coburg geht es nun gegen ein seit vier Spielen unbesiegtes Team. »Wir brauchen uns nicht zu verstecken«, ist Trainer Rolf Scholz sicher. Im Windschatten des kriselnden Bundesligaclubs steht das Farmteam in der Basketball-ProB nun wieder auf einem Playoff-Platz. Glückt beim BBC Coburg (Sonntag, 16 Uhr) ein weiterer Sieg, könnten sich die Hessen auf den fünften Rang vorarbeiten. Gänzlich vorbei geht die Talfahrt des Kooperationspartners am Scholz-Team nicht. »Es ist immer besser, wenn die erste Mannschaft gewinnt«, sagt der Trainer mit Blick auf die vielen Doppellizenzspieler.

Nachdem die Gießen 46ers am Samstag den MBC im Abstiegskampf empfangen, geht es für Tim Köpple, Tim Uhlemann und die anderen Wanderer zwischen den Teams ins Frankenland. Das Spiel markiert die erste von vier Begegnungen auf fremden Parkett bis Weihnachten. Nur einmal werden sich die Mittelhessen in dieser Zeit in der heimischen Osthalle präsentieren. Es ist für beide Mannschaft zugleich eine Standortbestimmung. Sowohl Gießen als auch Coburg haben die Siege der letzten Woche überwiegend gegen Klubs aus der unteren Hälfte geholt. »Defensiv haben wir gerade zuletzt nicht unser bestes Spiel gezeigt. Aber jeder Sieg bringt Selbstbewusstsein«, sagt Scholz, der gleichzeitig vor starken Franken warnt: »Sie haben einen guten Lauf, das spricht für sich.« Der Trainer warnt vor allem vor einem Allrounder des Teams von Coach Ulf Schabacker: Princeton Onwas, der wie die meisten Akteure des runderneuerten Kaders im Sommer unter Vertrag genommen wurde, verdingt sich als eierlegende Wollmilchsau. Gegen Speyer kratzte der US-Forward am letzten Wochenende mit 26 Punkten, 6 Assists und 9 Rebounds am Triple-Double.

Auch vorm deutschen Duo Christopher Wolf/Constantin Ebert müssen sich die Rackelos in Acht nehmen. Während Wolf zu den wenigen Spielern gehört, die aus der letztjährigen Formation erhalten blieben, fasst Ebert nach einer langwierigen Verletzung immer besser Fuß. Der gebürtige Franke hatte zuletzt in Kirchheim (ProA) auf dem Gehaltszettel gestanden - nicht aber auf dem Parkett. Ein ganzes Jahr musste der Guard pausieren. Seit einigen Wochen präsentiert er sich aber in Bestform. »Wir müssen besser verteidigen als zuletzt zu Hause, das wird der Schlüssel zum Sieg sein«, sagt Scholz, der dabei gleichzeitig die offensiven Fortschritte seiner Mannschaft lobt: »Da haben wir uns sehr gut stabilisiert. Die Last ist auf mehrere Schultern verteilt.«

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