19. September 2019, 12:00 Uhr

Kanu

Wermter-Coup holt deutschen Meistertitel auf dem Beetzsee

Mit Janne Ole Wermter und Josefine Siemens sind zwei Gießener Nachwuchs-Kanuten bei den deutschen Meisterschaften dabei. Wermter holt mit dem Kajak-Vierer sogar Gold.
19. September 2019, 12:00 Uhr
Der hessische Kajak-Vierer mit Nachwuchsathlet Janne Ole Wermter (l.) vom SKC Gießen holt auf dem Beetzsee in Brandenburg die Goldmedaille in der Altersklasse männliche Jugend. (Foto: privat)

Der Gewinn des nationalen Titels über die 5000-m-Langstrecke im Kajak-Vierer durch Janne Ole Wermter war der Höhepunkt der heimischen Kanuten bei den 98. deutschen Kanurennsport-Meisterschaften. Mit Josefine Siemens und Janne Ole Wermter vertraten zwei Nachwuchssportler erfolgreich die Farben des Ski- und Kanu-Clubs Gießen auf dem Beetzsee in Brandenburg. Beide präsentierten sich beim Saisonhöhepunkt in Topform. Zahlreiche Endlaufteilnahmen und hervorragende Platzierungen waren Ausdruck für die besonderen Leistungen der beiden jungen Gießener.

In ihrem ersten Jahr in der Altersklasse der weiblichen Jugend konnte sich Josefine Siemens gegen die größtenteils älteren Konkurrentinnen beeindruckend in Szene setzen und in mehreren Wettbewerben in die erweiterte deutsche Spitze vorstoßen. Ihr bestes Ergebnis im Einer-Kajak bei diesen Titelkämpfen erreichte sie auf der 5000-m-Distanz. Mit einer taktisch klugen Renneinteilung nach einem verhaltenen Start gelang es der jungen Gießener Athletin mit zunehmendem Rennverlauf ins vordere Mittelfeld vorzufahren und den Wettkampf auf dem guten zwölften Platz zu beenden.

Auch in den Vor- und Zwischenläufen im Kajak-Einer konnte sich Siemens sowohl über die 200 m als auch über die 500 m sicher im Vorderfeld positionieren und schaffte über beide Strecken die Qualifikation für die B-Endläufe, in denen sie mit Rang acht bzw. sechs ihr großes Potenzial unterstrich. Im Rennen über die 1000-m-Mittelstrecke verpasste sie mit Rang fünf im Zwischenlauf den Einzug in den Endlauf dagegen nur denkbar knapp.

Erfolgreich verlief für Josefine Siemens das Rennen im Kajak-Vierer der Renngemeinschaft Hessen zusammen mit ihren Teamkolleginnen Franka Thierfelder, Klara von Allwörden (beide WSV Lampertheim) sowie Pia Müller (Raunheim). Nach dem souveränen Sieg im Zwischenlauf bestätigte das junge Team mit Platz sieben in einem schnellen Endlauf über 500 m den Titelgewinn über diese Strecke bei den süddeutschen Meisterschaften und verpasste in dem ausgeglichenen Feld nur knapp eine bessere Platzierung.

Nach dem siebenfachen Titelgewinn bei den »Süddeutschen« ging indes Janne Ole Wermter mit großem Selbstbewusstsein bei der männlichen Jugend an den Start und wurde den selbstgesteckten Erwartungen mehr als gerecht. Der Gießener Kanute absolvierte ein Mammutprogramm und ging im Verlauf der Meisterschaften trotz zwischenzeitlicher gesundheitlicher Beschwerden in insgesamt 18 Rennen an den Start. Dabei schaffte er in allen Bootsklassen und Strecken die Qualifikation für die Finals, lediglich auf seiner Paradestrecke im Kajak-Einer über 1000 m haderte er mit einer unglücklichen Zwischenlauf-Auslosung und verpasste das A-Finale als Sechstschnellster aller Zwischenläufe nur um drei Zehntel-Sekunden. Im B-Finale dominierte Janne Ole Wermter die Konkurrenz über die gesamte Strecke und gewann souverän. Eine ähnlich überzeugende Leistung zeigte der Gießener in den A-Endläufen der Sprint- (200 m) und Kurzstrecke (500 m). In beiden Rennen gelang es ihm lange, den Kontakt zur Spitze zu halten, lediglich in der Schlussphase des Rennes konnte Wermter die Tempoverschärfungen nicht mitgehen, erreichte mit Rang neun bzw. sieben aber auf beiden Strecken Top-10-Platzierungen. Zwei siebte Plätze konnte der SKC-Athlet auch im Zweier mit Partner Philip Reiber (Lampertheim) einfahren. Sowohl über 500 m als auch über 1000 m erreichte das Duo knapp hinter den Medaillenplätzen das Ziel und etablierte sich in der deutschen Spitze dieser Altersklasse.

Ein dramatischer Rennverlauf entwickelte sich im Kajak-Vierer über die 5000-m-Langstrecke. Nach dem Start an Position vier liegend, konnte sich das hessische Boot mit Wermter und seinen Lampertheimer Teamkollegen Heiko Gräf, Lucas Gotha und Philipp Reiber durch ein kluges taktisches Manöver näher an das Spitzentrio heranschieben. Durch einen Fahrfehler der Konkurrenz aus Berlin, Baden-Württemberg und Sachsen in der zweiten Wende zog das hessische Team an den führenden Booten vorbei und verteidigte auf der zweiten Streckenhälfte die Spitzenposition bis ins Ziel. Dort wurde die Mannschaft mit dem sensationellen Gewinn der Goldmedaille belohnt.

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