28. November 2019, 07:15 Uhr

Handball

Wetzlar nach Göppingen und Erlangen

Auswärts-Doppelpack für die HSG Wetzlar in der Handball-Bundesliga. Heute bei Frisch Auf Göppingen und Sonntag beim HC Erlangen soll der eine oder andere Zusatz-Zähler eingefahren werden.
28. November 2019, 07:15 Uhr
Hartmut Mayerhoffer hat als Trainer von Frisch Auf Göppingen aktuell eine Krise zu durchleben. In der Mitte Kresimir Kozina (44), links Sportchef Christian Schöne. Foto: Eibner/Imago

HSG Wetzlar


Zwei Tagesfahrten stehen für die HSG Wetzlar in dieser Woche auf dem Programm. Am Sonntag rollt der Bus in Richtung Erlangen, vorher steht am heutigen Abend um 19 Uhr jedoch die Partie in Göppingen an.

Erholungsphasen: »Der Abstand Minden - Göppingen ist in Ordnung, da kann man sich erholen und neu fokussieren«, erklärt Wetzlars Trainer Kai Wandschneider im Hinblick auf den Terminkalender diese Woche. Vier Tage blieben der Mannschaft, ehe sie heute Vormittag in Richtung Göppingen startet. Nach der Partie geht es sofort zurück nach Wetzlar. Es bleiben ein halber Freitag und der Samstag zur Regeneration und Vorbereitung. Aufgrund der Belastung wird Wandschneider einige Wechsel vollziehen müssen. »Es schafft kein Spieler, die drei Spiele 60 Minuten in Angriff und Abwehr durchzuspielen.«

Die Alternativen: Für Dauerbrenner Kristian Björnsen steht Lars Weissgerber auf der rechten Außenbahn in den Startlöchern. Auf der anderen Seite teilen sich Emil Frend Öfors und Maximilian Holst die Einsatzzeiten auf. Mit Viggó Kristjansson haben die Wetzlarer wieder einen Backup für Stefan Cavor gefunden, der lange Zeit im rechten Rückraum als Alleinunterhalter unterwegs sein musste. Kristjansson braucht aber noch einige Zeit, ehe er sich ins Spiel der Grün-Weißen eingefunden hat. Alexander Feld dürfte nach seiner Magen-Darm-Grippe wieder zu Kräften gekommen sein, um Spielmacher Filip Mirkulovski Pausen zu verschaffen. Auf der Königsposition überzeugte zuletzt Olle Forsell Schefvert mit Kampfkraft und Durchsetzungswillen. Hier kann Wandschneider mit Feld und Lenny Rubin auf zwei Alternativen zurückgreifen. Vor allem der Schweizer wäre mit seiner Wurfgewalt ein Faktor, muss sich aber endlich stabilisieren. Die größte Baustelle könnte in Göppingen am Kreis lauern, da Anton Lindskog mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit fehlen wird. »Wir nehmen Ian Weber mit, der dann je nach Spielverlauf Nils Torbrügge am Kreis Pausen geben wird«, so Wandschneiders Plan.

Lieblingsgegner Göppingen? In der letzten Saison haben die Wetzlarer beide Spiele für sich entscheiden können und auch in der Vorbereitung beim Turnier in Altensteig setzte man diese kleine Serie fort. Dennoch sagt Wandschneider: »Göppingen ist favorisiert gegen uns. Sie wissen, dass sie gegen uns jetzt gewinnen müssen.« Denn die letzten drei Partien gingen verloren. Dabei war die Niederlage gegen Flensburg einkalkuliert, die im Derby gegen Balingen jedoch enttäuschend und schmerzhaft. In Melsungen wollte Frisch Auf eine Reaktion zeigen, was jedoch mit einer 17:30-Packung völlig in die Hose ging. »Man muss die ganze Vorgeschichte sehen«, warnt Wandschneider und meint die Verletzungen von Sebastian Heymann, der für den Rest der Saison mit einem Kreuzbandriss ausfällt, und Ivan Sliskovic, der nach sechswöchiger Pause gegen Balingen und Melsungen die ersten Gehversuche machte. Damit waren die Göppinger auf der linken Seite blank und im Rückraum nur mit den Rechtshändern Tim Kneule und Josip Peric unterwegs. In Melsungen war es vor allem die schlechte Chancenverwertung, die Frisch Auf zu schaffen machte. Von 27 Fehlwürfen hatten die MT-Keeper nur etwa die Hälfte pariert, die andere ging ans Gebälk oder am Tor vorbei.

Das sagt der Göppinger Coach: Hartmut Mayerhoffer war wenig erbaut von der Leistung seiner Mannschaft in den letzten beiden Spielen. »In Melsungen waren die Schwierigkeiten, den Ball im Tor unterzubringen, tatsächlich unser großes Problem. Im Vergleich zur letzten Saison haben die Spieler ihre Effektivität gesteigert, deswegen war das natürlich jetzt komplett konträr. Wir haben uns gute Chancen herausgearbeitet, konnten diese aber nicht im Tor unterbringen.« Doch diese Niederlage ist analysiert und aufgearbeitet und soll heute Abend vergessen gemacht werden. »Gegen die HSG Wetzlar haben wir uns in letzter Zeit tendenziell immer schwer getan. Es ist eine sehr eingespielte Mannschaft mit viel Erfahrung, einer guten Qualität und mit einem sehr guten Trainer.«

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