19. März 2020, 21:51 Uhr

Wie geht es weiter?

19. März 2020, 21:51 Uhr
Vorerst bis zum 10. April sind der Fernwälder Brian Mukasa (l.) und der Waldgirmeser Natnael Tega in Zwangspause. FOTO: FROESE

Der Fußball in Hessen pausiert wegen des Corona- virus vorerst bis zum 10. April. Damit ruht der Ball auch in der höchsten Spielklasse des Landes, zu der auch die beiden heimischen Klubs FSV Fernwald und SC Waldgirmes gehören. Hier sind fünf mögliche Zukunftszenarien für die Hessenliga - ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Szenario 1: Es geht an Ostern normal weiter, die Saison wird bis in den Juni verlängert. Jürgen Radeck (Ortenberg), Vorsitzender des Verbandsausschusses für Spielbetrieb und Fußballentwicklung, sagt dazu: »Es wäre natürlich unsere größte Hoffnung, dass wir das Ganze bis dahin überstanden haben. Da allerdings in Offenbach die Sportplätze bereits bis zum 24. April geschlossen sind, könnte es schwierig werden. Momentan kann sich minütlich alles ändern.« Wofür es im Anschluss an die normale Runde definitiv keine Zeit mehr gäbe, wären dann aber Relegation und Aufstiegsrunden.

Szenario 2: Die Saison wird annulliert, alle 18 Mannschaften spielen auch kommende Saison in der Hessen- liga. Es gibt keinen Meister sowie keine Auf- und Absteiger. Eine mögliche und faire Regelung. Die würde aus heimischer Sicht vor allem den Vilbelern schmecken, die den Ligaerhalt sicher hätten. Türk Gücü Friedberg liegt als Zwölfter im Tabellenmittelfeld.

Szenario 3: Die Saison wird abgebrochen, der Meister steigt auf, und es gibt keine Absteiger. Das würde natürlich Auswirkungen auf alle Ligen haben, denn überall müsste die Anzahl der Teams aufgestockt werden. Diese Regelung würde viele glücklich machen, aber ist sie auch fair? Folgende Fragen stellen sich: Gilt für die Festlegung des Aufsteigers die aktuelle Tabelle oder die Tabelle nach der Hinrunde? Darf mehr als ein Team aufsteigen?

Szenario 4: Die aktuelle Tabelle wird gewertet. Hieße: Eintracht Stadtallendorf würde als Meister aufsteigen, Bad Vilbel, Dietkirchen, Steinbach, Neuhof und Fernwald stünden »unter dem Strich«. Der KSV Hessen Kassel wäre der Relegationsteilnehmer - ob der Vergleich gegen die beiden anderen Vertreter aber ausgetragen werden kann, erscheint fraglich. Insgesamt ist dieses Szenario weniger glücklich, da die Teams nicht die gleiche Anzahl an Spielen ausgetragen haben. So könnten etwa Bad Vilbel und Dietkirchen den Hanauer FC in ein bzw. zwei Partien noch abfangen.

Szenario 5: Die Hinrundentabelle entscheidet. Könnte eine Lösung sein, da jede Mannschaft gegen jeden Gegner gespielt hat. Allerdings wäre das Problem, dass nicht jedes Team gleich viele Heim- und Auswärtspartien absolviert hätte. Bei dieser Variante würden die Brunnenstädter allerdings in die Röhre schauen. Während Türk Gücü Friedberg als Neunter absolut nichts mit dem Abstieg zu tun hätte, würde der FV Bad Vilbel als 15. der Tabelle den Gang in die Verbandsliga antreten müssen.

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